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KM: Irres Torspektakel endet Remis

05.09.2017
Es sind Abende wie dieser, weswegen der Fußball geliebt und gehasst zugleich wird, wie keine andere Sportart auf diesem Planeten. Die Jenbacher Kampfmannschaft trennt sich mit 4:4 von St. Ulrich/Hochfilzen - ein Punkt, der viel mehr ist, als nur das.
KM: Irres Torspektakel endet  Remis
Er ist zugleich der Beweis für den unbändigen Willen einer Jenbacher Mannschaft, welche mit zehn in Jenbach ausgebildeten Spielern im 14-Mann-Kader innerhalb von vier Minuten einen 2:4 Rückstand in ein 4:4 Unentschieden umdrehte und kurz darauf auch noch den Matchball zum 5:4 auf dem Fuß, oder vielmehr auf dem Kopf hatte - aber der Reihe nach.

Nach dem witterungsbedingten Abbruch vor etwas mehr als einer Woche musste St. Ulrich also noch einmal in die Donau-Arena Jenbach, die Uhren standen wieder auf Null, alles war auf Anfang. Der Zwischenstand der Vorwoche - annulliert. Dementsprechend war man wieder voll gefordert. Und Jenbach startete, wie es in Bruckhäusl aufgehört hatte: Äußerst engagiert. Man wollte gleich das Leder in der Mannschaft halten, zeigte keine Angst vor dem Favoriten aus dem Unterland und ergriff die Initiative. Ein Ansatz, der belohnt werden sollte. Eine gute Viertelstunde war gespielt, als nach einer Flanke plötzlich Mikel Plattner volley vor Gästekeeper Prem abschloss. Dieser allerdings parierte überragend. Die Nuaracher selbst konnten nur einmal gefährlich werden, als man einen schön gespielten Angriff durch die Mitte startete, Koblinger allerdings harmlos abschloss. 

Jenbach hatte mehr vom Spiel, drückte auf das Gaspedal und spielte unbekümmert nach vorne. Das 1:0 durch Gabriel Gheorghe war nach 27 Minuten die Belohnung für diesen Auftritt. Querpass vom starken Temiz von rechts, Neuzugang Patrick Colic hämmerte das Leder an den Pfosten und Gheorghe versenkte im Nachsetzen zum 1:0. Nun hieß es weitermachen, leichter würde es keinesfalls werden. Und tatsächlich wachte nun auch St. Ulrich auf, wurde aggressiver. Schiedsrichter Guggenberger musste in einer nicht einfach zu leitenden Partien zu den ersten Karten greifen. Jenbach versuchte derweil alles, den knappen Vorsprung in die Pause zu retten. Hatte man in der ersten halben Stunde mehr vom Spiel, so drückte in den letzten gut zehn Minuten vor der Halbzeit St. Ulrich ziemlich - und glich auch aus. Peter Köck nutzte es aus, dass die Jenbacher Abwehr einen hohen, langen Ball komplett falsch einschätzte, ergatterte das Leder und versenkte allein vor Poturalski souverän. Er beendete damit die erste Spielhälfte, in der Jenbach sich unterm Strich aber etwas besser präsentierte, als die Gäste, es aber dennoch nur 1:1 stand.

Nach Seitenwechsel war nun natürlich die Gefahr gegeben, den Schwung der Nuaracher, den sie durch das Ausgleichstor hatten, nicht aufhalten zu können. Doch genau Gegenteiliges war der Fall. Jenbach ergriff abermals von Beginn an die Initiative - Daniel Nagraisalovic startete ein Solo durch die Abwehr der Gäste und brachte Jenbach wieder in Führung - 2:1. Es sollte nur der Auftakt einer denkwürdigen zweiten Spielhälfte in der Jenbacher Donau-Arena werden.

Diese nahm nun für die Jenbacher Defensivabteilung einen denkbar ungünstigen Verlauf. Der auf der Sechserposition aufgebotene Torschütze Gheorghe schied nach genau einer Stunde mit einer Adduktorenverletzung aus, musste ersetzt werden. Doch dies gelang nicht zufriedenstellend. Die Jenbacher Defensive schwamm nun gewaltig, wenngleich gerade der junge Alen Hrnjica eine herausragende Leistung bot. Allerdings stimmten die Abstände nicht mehr, nach dem verletzungsbedingten Gheorghe-Aus hatte St. Ulrich 15 Minuten lang leichtes Spiel mit der Jenbacher Hintermannschaft. 

Es sollten schwarze 15 Minuten für die Jenbacher werden. Es lief wenig zusammen, in der Defensive und wer noch lief, das war Peter Köck. Nämlich den Blau-Gelben davon. 60. Minute 2:2, 63. Minute 2:3 - die Partie schien gelaufen. Beim ersten Mal ein Sololauf, beim zweiten Mal ein Abpraller, nachdem gar zwei Nuaracher den Tag der offenen Tür in der Jenbacher Hintermannschaft nutzten, um auf das Tor zuzuziehen. Und als in der 75 Minute Martin Koblinger Alen Hrnjica abschüttelte und allein auf das Jenbacher Tor zulief, ahnte der Ein oder Andere Böses. Ein Schuss, ein Tor - 2:4. Ein gelaufener Abend. Eigentlich.

Denn was nun folgte, überraschte wohl gar die kühnsten Optimisten. St. Ulrich stürmte weiter, vergab zwei tolle Chancen - man traf aus guten Positionen das Tor nicht - und wurde einmal aufgrund von Abseits zurückgepfiffen. Der Ball lag zu diesem Zeitpunkt schon im Jenbacher Tor. Doch plötzlich ging ein Ruck durch die Jenbacher Mannschaft. Man ging all-in, Mauerhofer brachte Onur Sezen. Ein weiterer Stürmer, anstelle von Elvis Makas, einem Verteidiger. Und nun wurde es hektisch. Erst stoppten Srdan Dobric und Alen Hrnjica einen St. Ulricher an mit sich an der Grenze der Legalität befindlichen Mitteln im Jenbacher Strafraum, und ein schneller Konter wurde eingeleitet. Am Ende von diesen wurde der eingewechselte Sezen im Nuaracher Sechzehner unsanft gestoppt - ebenso grenzwertig. Schiri Guggenberger ließ konsequent beide Szenen laufen und blieb seiner Linie treu. Dieser entsprach auch der Platzverweis für Patrick Lechner, der nach einem taktischen Foul die zweite Gelbe sah (75.). Aber irgendwie war Jenbach wieder im Kommen. Es fehlte nur der letzte Funke. Der sollte allerdings noch gezündet werden. 

Knapp vor Spielende kam das Leder zu Selcuk Temiz, dieser nahm sich ein Herz, sprintete die Seitenoutlinie entlang und legte am Ende seines 40-Meter-Sprints quer auf den mitgelaufenen Sezen, der das Spielgerät über die Linie drückte. 3:4, 89. Spielminute. Und Jenbach gab nicht auf. Es war bereits die Nachspielzeit, als man einen Freistoß im Mittelfeld zugesprochen bekam. Man riskierte voll, niemand war mehr hinten. Selbst Schlussmann Poturalski stürmte nun. Dessen Gegenüber, Prem, klärte das Leder aber zur Ecke. Und aus dieser sollte das 4:4 fallen. Chaotische Szenen spielten sich im Strafraum ab, zu Deutsch: Es wurde herumgestochert was das Zeug hielt. Schuss, geblockt. Schuss geblockt. Schuss geblockt. Mittendrin eine erhobene Fahne von Assistent Gufler, ein Pfiff von Schiedsrichter Guggenberger, ein ungläubiges Schauen der St. Ulricher und eine jubelnde Jenbacher Mannschaft. Plattner gelang es, das Leder irgendwie hinter die Linie zu drücken. In der dritten Minute der Nachspielzeit.

Dass man unmittelbar nach Anstoß in Person von Srdan Dobric noch den Matchball hatte - Prem parierte einen Kopfball des Jenbacher Innenverteidigers nach einer abermaligen Ecke überragend - es passte in den wahnwitzigen Verlauf des heutigen Abends. Das 5:4 - es wäre dann wohl doch etwas zu viel des Guten gewesen.

Fazit:
Bis zur Verletzung von Gabriel Gheorghe war Jenbach in 40 der ersten 65 Minuten das bessere Team, die Führung war vollkommen in Ordnung. Nach dem Ausfall des Sechsers allerdings verlor man jegliche Ordnung, was St. Ulrich eiskalt auszunutzen vermochte. Das man dennoch nicht mit leeren Händen dasteht, ist dem unbändigen Willen der Jenbacher zuzuschreiben, erfolgreichen Wechseln des Trainerteams und natürlich auch einer Portion Glück. Doch dieses hat sich die perfekt eingestellte Mauerhofer/Galsterer-Elf heute auch einfach verdient.

"Wir haben nie aufgegeben, immer weitergekämpft. Wir haben eine so junge Mannschaft, ein echt lässiges Team. Wir haben noch viel zu tun, aber von Woche zu Woche wird es besser. Wenn alle an einem Strang ziehen, haut das hin, es macht auch richtig Spaß!", zeigt sich Rudi Galsterer angetan von seiner jungen Mannschaft. Mauerhofer ergänzt: "Dieser Punktgewinn ist natürlich auch für die Moral unendlich wichtig. Wir haben wieder gezeigt: Wir halten auf alle Fälle mit - und nun sieht man es auch im Ergebnis! Es geht immer weiter!"
Summersale
Verein
Landesliga Ost
6. Runde
4:1
(2:1)
Samstag, 16.09.2017, 17:30 Uhr
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