Einer der gemütlicheren Aufstiege auf den Zirbitzkogel führt über die Rothaide. Als Ausgangpunkt wählt man die Waldheimhütte, die man von der Obdacher Bundesstraße, direkt von der Paßhöhe aus,
erreicht.
Der Wegweiser „St. Anna“ weist den Autofahrer den Weg auf asphaltierter Straße, das liebliche Bergdorf nach rund 6 Kilometern zu erreichen. Den Ort durchfährt man dem Straßenverlauf durch gesunde
Bewaldung, um nach rund 2 Kilometern, im Bereich der Wochenendhaussiedlung rechts auf den gebührenfreien Parkplatz
Einer der gemütlicheren Aufstiege auf den Zirbitzkogel führt über die Rothaide. Als Ausgangpunkt wählt man die Waldheimhütte, die man von der Obdacher Bundesstraße, direkt von der Paßhöhe aus, erreicht.
Der Wegweiser „St. Anna“ weist den Autofahrer den Weg auf asphaltierter Straße, das liebliche Bergdorf nach rund 6 Kilometern zu erreichen. Den Ort durchfährt man dem Straßenverlauf durch gesunde Bewaldung, um nach rund 2 Kilometern, im Bereich der Wochenendhaussiedlung rechts auf den gebührenfreien Parkplatz zu fahren oder, wenn der Schranken offen ist, weiter auf der Fahrstraße noch etwa 5 Kilometer bis zur Waldheimhütte. Hier ist der Parkplatz gebührenpflichtig, modernst ausgerüstet mit Parkscheinautomaten. Die Strafen für die Nichtentrichtung der Parkgebühren sind „drakonisch“ und widerspiegeln das herzhafte Gemüt der Wirtleute und der die Gebühren einhebenden Almgemeinschaft – es ist eben Ehrensache, seinen Obolus zu entrichten.
Hier hat man bereits 1.614 Meter Seehöhe erreicht und der Wanderweg führt streng in westlicher Richtung, vom Anfang an ansteigend. Entlang der Liftanlage Waldheimlifte geht es über die im Winter gern und vielbenützte Piste empor, bei der Bergstation vorbei durch einen gepflegten Hochwald, der vorwiegend aus Fichten besteht, die hier nahezu allgegenwärtige Zirbe ist in diesem Bereich noch in der Minderheit. Bei einer Seehöhe von etwa 1.800 Metern durchbricht man hier die Waldgrenze, ein paar knorrige Zirben trotzen der unwirtlichen Witterung, die hier sogar im Sommer vom herrlichsten Badewetter in stärkstes Hagel-Unwetter innerhalb weniger Minuten umschlagen kann. Ein Grund mehr, sich stets Gedanken darüber zu machen, ob man nicht der Ausrüstung mehr Beachtung schenken sollte als dem mitgebrachten Dosenbier.
Mächtige Felsen, üppig bewachsen, prägen das Landschaftsbild, das rasch von Almidylle in Hochgebirge wechselt, die Mühen allerdings durch zunehmende Aussicht belohnt. Rechsseits liegt die Rothaide mit der Rothaidenhütte (1.836 m), an der man aber auf diesem Weg unbeachtet in rund 500 Metern Entfernung vorüberschreitet und mehr und mehr an Höhe gewinnt. Varianten gibt es hier, den Weg zu überwinden, dem befestigten Weg entlang oder über einen wilden Pfad. Wir wählen den befestigten Weg, an Mühen wird unser weiterer Weg noch reichlich gefordert.
Nach einer weiten Linkskehre erreicht man einen Hochtalboden, der einen Blick auf den linksliegenden Lavantsee (2.051 m) und Ursprung der Lavant, dem namensgebenden Fluß durch das Kärntner Tal erlaubt und rechstsseits auf den Lindersee. Wer es so will, ist hier die Wasserscheide zwischen Nord und Süd.
Jetzt ist noch einmal durchschnaufen angesagt, denn der Blick nach vorne verrät bereits, daß das „grande finale“ unmittelbar bevorsteht.
Der unwirtliche Bergkegel, der den Zirbitzgipfel bildet und an dem kein Weg vorbeiführt, egal von welcher Seite man diesen wunderschönen Berg erklimmen will. Aber lieber Wanderer, der bisherige Weg war nicht so mühsam, als daß wir jetzt schlapp machen wollten, der Geruch der „Bergsteiger-Suppe“, die der Werner im Zirbitzkogel-Schutzhaus auftischt, dringt bereits mit etwas Phantasie in unsere Nasen. In engen Kehren steil bergauf erreichen wir vom Hochtalboden in rund ½ Stunde die sanfte Gipfelkuppe, wobei wir natürlich den Schwung des Aufstieges dazu nutzen, um beim Schutzhaus vorbei gleich das Gipfelkreuz abzuklatschen und den Eintrag voller Stolz ins Gipfelbuch zu tun.
Der Lohn für die Mühen ist leicht zu erkennen: Ein Rundum-Panoramablick, 360 Grad imposante Landschaften von der Ebene des Grazer Beckens bis hin zum Ewigen Eis in den Hohen Tauern mit Großvenediger und Großglockner. Nur 3 Minuten trennen uns nun noch von der wohlverdienten Bergsteigersuppe im Zirbitzkogel-Schutzhaus, einem der ältesten Schutzhäuser in den steirischen Alpen. Vom Ausgangspunkt Waldheimhütte bis hierher zum Gipfel rechnet man als verantwortungsbewußter Wanderer etwa 2 ½ Stunden Wegzeit.
Für den Abstieg wählt man die selbe Route wie für den Aufstieg oder eine der Varianten, in dem Fall äußerst lohnend und ideal über die Weite Alm, Wildsee und durch den Zirbenwald zurück zur Waldheimhütte. Für diese Variante sollten nochmals etwa 3-4 Stunden Wegzeit eingerechnet werden.