Eine eindrucksvolle Bergwanderung erlebt man in dieser Variante, deren Ausgangspunkt die Winterleiten ist. Die Winterleiten erreicht man am besten mit dem Auto von Judenburg aus, in dem man der
Straße in die Gemeinde Oberweg folgt und weiter der Straßenbeschilderung „TÜPL Seetaler – Schmelz“.
Über die gut ausgebaute und asphaltierte Straße im Eigentum des Bundesheeres geht’s vorbei beim Gasthof Reiterbauer und erreicht nach rund 20 Minuten Fahrtzeit das Gelände des Truppenübungsplatzes
Schmelz. Dieses darf auf der
Eine eindrucksvolle Bergwanderung erlebt man in dieser Variante, deren Ausgangspunkt die Winterleiten ist. Die Winterleiten erreicht man am besten mit dem Auto von Judenburg aus, in dem man der Straße in die Gemeinde Oberweg folgt und weiter der Straßenbeschilderung „TÜPL Seetaler – Schmelz“.
Über die gut ausgebaute und asphaltierte Straße im Eigentum des Bundesheeres geht’s vorbei beim Gasthof Reiterbauer und erreicht nach rund 20 Minuten Fahrtzeit das Gelände des Truppenübungsplatzes Schmelz. Dieses darf auf der Straße durchquert werden und hält sich nach den Kommandogebäuden rechts in Richtung Beschilderung „Winterleiten“. Die asphaltierte Straße wird schmäler und durch einen Hochwald führt die Straße in sanften Schwingen bis zum gebührenfreien Parkplatz, zugleich Ende der befahrbaren Straße. Hier befindet man sich bereits auf 1.800 Metern Seehöhe, rund 10 Gehminuten unter der Winterleitenhütte (1.800 m), einem Alpengasthof mit einer langen bewegten Geschichte. Als Weg dorthin wählt man die naturbefestigte Straße, die hier mit einem Schranken für Autos abgesperrt ist oder den Pfad direkt zum Haus.
Eine Einkehr ist jetzt einmal noch nicht notwendig, vielmehr genießt man die Ruhe und den Duft der Alpenflora, die hier in einer Üppigkeit vorkommt, wie selten wo anders. Der „Untere Winterleitensee“, der direkt vor der Hütte sich ausbreitet, mag diese Atmosphäre noch verstärken. Wir wandern in südlicher Richtung, also am linken Seeufer entlang, vorbei am Wegweiser „Sabathyalm“, rechts haltende und von hier weg aufwärtsgehend über kleinere und größere Felsabstufungen.
Bereits nach etwa ½ Stunde erreichen gemächlichere Wanderer den „Oberen Winterleitensee“ (1.843 m), der an Schönheit kaum zu übertreffen ist. Auf 3 Seiten eingeschlossen vom mächtigen Bergmassiv der Seetaler Alpen, das sich im tiefgrünen Wasser des eisigkalten Sees spiegelt. Dieser See gilt als Ursprung des Granitzenbachs, der Granitzen, die in Zeltweg in die Mur mündet. Den See links lassend überquert man einige Bachläufe, um gemächlich ansteigend durch üppige Strauch- und Buschbewachsung nach rund ½ Stunde die Weiten des Ochsenboden zu erreichen.
Der Markierung folgend windet sich der Pfand südwärts durch eine einzigartige Landschaft, die in deren Verlauf von üppig grün bewachsen sich schon bald in eine fast unwirklich karge Felswüste wandelt. Die Aussicht hält sich hier im enger werdenden Boden in deutlichen Grenzen, hier und da wird ein Blick auf die Ochsenlacken frei, den steil und unwirtlich aufragenden Felshang vor Augen, den es nun gilt, zu überwinden. Spätestens jetzt werden die Unterschiede von Rauchern und Nichtrauchern deutlich, bloß der offene Mund bleibt bei beiden gleich, der jetzt ob der gebotenen Aussicht zwangsläufig zu erkennen ist. Der Grat auf rund 2.100 Metern ist schnell erreicht und vor den Augen des Wanderers liegt das ausgedehnte Aichfeld, die ausgedehnte Talsohle, in der sich die Städte Judenburg, Zeltweg, Spielberg und Knittelfeld befinden.
Das Staunen sollte man jetzt aber mit erhöhter Obacht tauschen, denn der Einstieg zum Schreibersteig verdeutlicht, daß der Blick in den nächsten Minuten mehr dem Weg als der unbestritten schönen Landschaft gelten sollte.
Auf sehr schmalen Pfad schlängelt sich der Weg hoch über dem links liegenden Lindersee dahin, rechts oberhalb stehen die Senderanlagen der Flugüberwachung. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sollten die notwendigen Voraussetzungen für die Begehung dieses Wagabschnittes sein, Kinder sollte man auf dieser Etappe sichern. Weniger spektakulär ist der Ausstieg und die Mündung des Weges mit dem, der von der Sabathyalm heraufkommt und gemeinsam erreicht man in wenigen Minuten, nahezu eben und nur leicht ansteigende, das Gipfelplateau des Zirbitzkogel auf 2.396 Metern Seehöhe. Den Eintrag ins Gipfelbuch verfaßt man kurz aber mit großem Stolz, immerhin hat man für diesen Weg von der Winterleiten bis hierher etwa 2 Stunden gebraucht und dabei knapp 600 Höhenmeter geschafft.
Nach einem imposanten Panoramagenuß über 360 Grad, von der Ebene des Grazer Beckens über die schroffen Karawanken, Karnische und Julische Alpen, Hohe Tauern mit Großvenediger und Großglockner, Wölzer Tauern, Seckauer Tauern, Eisenerzer Alpen bis hin zu den Gesäusebergen und dem Massiv des Hochschwab hat man sich die Einkehr ins über 100 Jahre alte Zirbitzkogel Schutzhaus, nur wenige Meter unter dem Gipfel, redlich verdient.
Für Wanderer, die am nächsten Tag eine Wanderung weiterführen wollen, gibt es hier Quartiermöglichkeit, jene, die am selben Tag zurückwollen oder müssen, wählen den Abstieg wie den Aufstieg oder eine der Varianten über Lindertal und Sabathy, Rothaide oder Weite Alm und Wildsee.