Unter Skitourengehern äußerst beliebt ist der Winteraufstieg auf den Zirbitzkogel über die Rieseralm. Rund 1.000 Meter Höhenunterschied bedeuten höchsten Genuß einer Skitour.
Die Rieseralm erreicht man mit dem Auto von Obdach aus, in Richtung St. Wolfgang am Zirbitzkogel, allerdings kurz vor dem Ortsanfang St. Wolfgang nach links abzweigend. Der Wegweiser bei der Kapelle,
direkt in einer scharfen Rechtskurve weist uns. Von hier aus sind es nur mehr wenige Minuten zum großen Parkplatz des Skizentrum Rieser. Beginnt man die Skitour vor 9 Uhr
Unter Skitourengehern äußerst beliebt ist der Winteraufstieg auf den Zirbitzkogel über die Rieseralm. Rund 1.000 Meter Höhenunterschied bedeuten höchsten Genuß einer Skitour.
Die Rieseralm erreicht man mit dem Auto von Obdach aus, in Richtung St. Wolfgang am Zirbitzkogel, allerdings kurz vor dem Ortsanfang St. Wolfgang nach links abzweigend. Der Wegweiser bei der Kapelle, direkt in einer scharfen Rechtskurve weist uns. Von hier aus sind es nur mehr wenige Minuten zum großen Parkplatz des Skizentrum Rieser. Beginnt man die Skitour vor 9 Uhr morgens, bespannt man die Ski gleich mit den Fellen und schreitet am Rand der Piste teilweise ganz schön steil.
Nach 9 Uhr empfiehlt sich der Kauf einer Einzelfahrt mit dem Schlepplift oder man wählt bei einem Gespräch mit dem Hüttenwirt eine der günstigen Tarifmöglichkeiten, denn nach der Tour ist immer noch Kraft und Lust für ein paar Fahrten mit dem Lift da. Wie auch immer, mit dem letzten der Lifte erreicht man den Weg, der von der Schmelz zur Sabathy führt und der zugleich Ausgangspunkt unserer Skitour auf den Zirbitzkogel ist.
Eine gesonderte Markierung für Skitourengeher ist nicht vorhanden, Spuren deuten allerdings eindeutig auf den richtigen Weg hin. Rechts vorbei am Almgasthof Sabathy führt der Weg stetig ansteigend in Richtung Lindertal, die Linderhütte, seit einigen Jahren ohnehin im Privatbesitz und darum touristisch uninteressant, bekommt man vom Winterweg kaum zu Gesicht. Markant in diesem Bereich ist der nun beginnende steilere Anstieg durch dichten Zirben-Hochwald hinauf auf das Pfaffenköpfel. Hat man dieses endlich geschafft, befindet man sich bereits im Hochgebirge und der Blick wird nach vorne frei auf die mächtige Gebirgskette der Seetaler Alpen, rechts das „Scharfe Eck“, die Sender der Flugüberwachung und ganz links der markante Bergkegel unseres Ziels. Der Zirbitzkogel mit dem bereits sichtbaren Schutzhaus.
Doch bis dahin sollten noch einige Schweißperlen den Weg ins Freie finden. Der eher flach verlaufende Talverlauf des oberen Lindertals stellt kaum große Anforderungen auf den geübten Skitourengeher dar, und dieser „leichte“ Teil findet beim zugefrorenen Lindersee, zu erkennen nur durch die ungewohnt große ebene Fläche, über die direkt die Aufstiegsspur führt. Ein kräftiger Schluck aus der Teekanne sollte jetzt genommen werden, die Steighilfen nocheinmal überprüft und die Harscheisen vorbereitet werden.
Etwas mehr als 300 Höhenmeter sollten uns noch bevorstehen und das in einer relativen Steilheit. In engen Kehren sucht man sich hier seinen eigenen Weg, idealerweise immer den Blick nach obengerichtet, denn der Aufstieg hier ist auch zugleich die Abfahrt. Die Frequenz von Tourengehern ist hier am Zirbitzkogel, vor allem am Wochenende, extrem hoch. Hat man die Höhe erreicht, so daß man die Sendeanlagen recht nahezu auf selber Ebene betrachten kann, auf der man sich selbst befindet, hat man das Ziel bereits fast erreicht und es trennen uns keuchende Wintersportler nur mehr wenige Minuten vom Gipfel. Vielleicht läßt man die Ski bei der Schutzhütte (2.376 m), die sich nur wenige Höhenmeter unter dem Gipfel (2.396 m) befindet. Nicht vergessen sollte man das Fernglas und den Fotoapparat, der Blick vom Gipfel ist imposant und einzigartig, ein 360 Grad-Panorama lohnt reichlich für die Mühen des Aufstieges.
Koralpe, Weinebene, Saualpe steigen vom ebenen Grazer Becken nach Südwesten auf, Karnische und Julische Alpen mit den markanten und unverkennbaren Karawanken bilden den harmonische Übergang zum Hochgebirge der Hohen Tauern, das Ewige Eis von Großvenediger und Großglockner blitzt aus der Ferne, immerhin rund 100 Kilometer Luftlinie. Die Gebirgsketten der Seckauer Tauern, der Gesäuseberge, der Eisenerzer Berge und das Hochschwab-Massiv schließen mit dem Semmering den Kreis des Rundum-Panoramas.
Die Abfahrt erfolgt in der Trasse des Aufstieges, man sollte sich aber von der Linderhütte weg eher rechts halten und den Fußweg bis zur Sabathyalm wählen, wenngleich hier besonders an schönen Nachmittagen auf Spaziergänger zu achten ist. Von der Sabathy geht’s vorbei an der Zirbenwaldhütte direkt ins Pistenbereich der Rieseralm, ein lautstarkes Jauchzen ist in diesem Moment durchaus üblich und angebracht. Ein paar eventuell noch vorhandene Restfahrten für die Rieserlifte verfährt man am besten gleich jetzt noch, wenn man einmal bei einem abschließenden Getränke in der Sonne vor der Rieserhütte sitzt, werden die Sitzmuskel des Tourengehers mit einer weiteren Anstrengung nicht mehr ganz einverstanden sein.