Als Abstiegsvariante vom Zirbitzkogel-Schutzhaus bietet sich eine lohnende Tour an, die allerdings zeitlich gut eingeplant werden sollte und natürlich auch die vorhandenen Kraftreserven in die
Entscheidung miteinbezogen werden sollten.
Vom Schutzhaus geht’s in exakt südlicher Richtung über teils steiles und felsiges Gelände bergab, die Markierung sollte hier sehr ernst genommen werden, denn vom Weg abgekommen, kann man durchaus auf
Abstürze in Meterhöhe treffen. Im Wegverlauf linksseitig sieht man tief unten den Lindersee, der Bergabbruch hier ist durch ein händisch angelegtes
Als Abstiegsvariante vom Zirbitzkogel-Schutzhaus bietet sich eine lohnende Tour an, die allerdings zeitlich gut eingeplant werden sollte und natürlich auch die vorhandenen Kraftreserven in die Entscheidung miteinbezogen werden sollten.
Vom Schutzhaus geht’s in exakt südlicher Richtung über teils steiles und felsiges Gelände bergab, die Markierung sollte hier sehr ernst genommen werden, denn vom Weg abgekommen, kann man durchaus auf Abstürze in Meterhöhe treffen. Im Wegverlauf linksseitig sieht man tief unten den Lindersee, der Bergabbruch hier ist durch ein händisch angelegtes Felsband und einen Zaun abgesichert, rechts weg kommt die Landschaft zu allen Namensehren – die Weite Alm.
Der Weg teilt sich hier, und rechts abzweigend geht’s in Richtung Tonnerhütte und weiter nach Neumarkt. Wir verbleiben auf unserer gewählten Variante und erreichen den Fuchskogel (2.214 m) mit einer Abzweigung zur Köhlerhütte, welche aber in unserem Fall ignoriert wird und der Weg weiter in Richtung Süden gewählt wird. Manche wählen jetzt den nicht markierten Weg links weg direkt wild hinunter zum Wildsee. Langjährige Erosionen und Steinschläge raten aber von diesem Weg ab, sondern der jetzt tief unten links erscheinende Wildsee wird quasi südseitig umrundet, die Markierung weist den Weg mit dem Wegweiser auf 2.112 Metern nach links hinunter, wo man auf einer Höhe von 1.981 Metern beim höchst romantischen Wildsee ein überaus lohnendes Fotomotiv vorfindet.
Der Wildsee soll der Sage nach eine direkte Verbindung zum Wörthersee in Kärnten haben, ein Ochsengespann, das vor vielen zig Jahren hier im See versank, soll Jahre später im Wörthersee aufgetaucht sein. Das Rätsel konnte nie geklärt werden, weshalb vor einem Bad und auch nur dem geringsten Betreten des Sees gewarnt wird. Badetemperaturen von ganzjährig unter 10 Grad sind auch alles andere als einladend für ein köstliches Bad.
Eine wunderschöne Etappe des Weges steht jetzt unmittelbar bevor: durch den Zirbenwald, einer der größten zusammenhängenden Zirbenwälder Europas, mit einem Baumbestand, der teilweise auf einige hundert Jahre zurückblicken kann. Sanft abfallend auf weichem Almboden erblickt man weit links ober das Zirbitzkogel-Schutzhaus, das man vor rund 2 Stunden verlassen hat. Jetzt folgt ein Stück steiler bergab und ein Holzsteg führt über die Lavant, die nur wenige hundert Meter oberhalb im Lavantsee entspringt und sich bis hier her zu einem reißenden Wildbach entwickelte, bevor er als Wasserspender durch das Lavanttal in Richtung Wolfsberg weiterzieht und bei Lavamünd in die Drau mündet.
Wiederum bergauf erreicht man die Abzweigung zur Köhlerhütte und das Türkenkreuz (1.839 m), eine Gedenkstätte an die vielen Opfer während des Durchzugs der grausamen Türkenkrieger. Von hier weg fällt der Weg sanft und gleichmäßig, der markante Bildbaum „Maria in der Zirbe“ lädt auch Ungläubige zur demütigen Besinnung ein und es entkam hier schon so manchen Wanderer ein inniges und spontanes „Dankeschön“ ob der wunderbaren Natur, die sich hier in fast verschwenderischer Fülle ausbreitet.
Nur mehr wenige Minuten sind es bis zur links liegenden Kaserhütte (privat) und der unmittelbar daneben befindlichen Waldheimhütte, unserem Ausgangspunkt für die Variante Aufstieg über Rothaide.