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Die Fußballgeschichte des SV Admira!
Im Jahre 1918 fanden sich einige sportbegeisterte „Ballesterer“ zusammen um den SV Admira Wr. Neustadt, einen der renommiertesten Fußballklubs Niederösterreichs, ins Leben zu rufen. Unter dem Titel „Arbeitersportclub Admira“ ging es in die erste Punktejagd. Bereits 1915 zerrissen die Sportbegeisterten die ersten „Packl’n“ und damals noch Fetzenlaberln auf einer „Wies’n“ in der Etrichgasse am Flugfeld.
Nach überstandenem Meisterschafts-Auftakt, die Umkleidekabinen befanden sich im heutigen Gasthaus Wirthner in der Wöllersdorferstraße, übersiedelte der Fußballverein, der ausschließlich aus Spielern der Josefstadt und vom Flugfeld zusammengesetzt war, auf den heutigen Wackerplatz in die Fischauergasse.
Das erste Highlight!
Bereits in der Saison 1922/23 stellte sich der erste zählbare Erfolg ein. Die junge Truppe holte in überlegener Manier den Meistertitel in der 4. Klasse Wechsel. Der Titel wurde ebenso ausgiebig gefeiert wie das 10-jährige Bestehen. Auf sportlicher Ebene setzte es allerdings im Jubiläumsspiel gegen die höherklassigen Gäste aus Felixdorf ein 0:6.
Der echte Admira-Geist wurde erstmals 1930 unter Beweis gestellt, als der Klub kurz vor der Auflösung stand. Unter Mithilfe aller treuen Admiraner wurde eine neue Mannschaft aus dem Boden gestampft die wenig später den Aufstieg in die 1. Klasse Süd schaffte. Den fußballerischen Tiefschlag brachte das Jahr 1934. Das Klubgeschehen wurde für ein Jahr eingestellt. 1935 gelang ein toller Neustart. Sogar eine Schülermannschaft wurde in die Punktejagd geschickt. Die Kampfmannschaft, unter anderem mit Grün, Roschka, Ochsenhofer, Wallisch, Novotny, Schäffler und Schügerl überzeugte mit einem Erfolg gegen den SC Wr. Neustadt. Und das, obwohl sich der Stadtrivale später den Meistertitel holte.
In den Jahren zwischen 1934 und 1938 zählten die Josefstädter zu den Spitzenteams in Niederösterreich und bestritten u. a. internationale Tests gegen Prag, Brünn, Olmütz, Budapest und Sopron. Nach den Kriegswirren war der SV Admira der erste heimische Klub der den Spielbetrieb wieder aufnahm. Diesmal bereits auf der heutigen Sportanlage, dem Admiraplatz. Der neue Gönner waren die Raxwerke. Wenig später gelang die Fusion mit Josefstadt (Ing. Leo Kalchgruber, Bela Füzi). Unter der blau-schwarzen Flagge segelten der SV Raxwerk Admira-Josefstadt erfolgreich in diversen Fußballgewässern.
Nach dem Abstieg in die 2. Klasse Süd (1952) gelang ein Durchmarsch in die 1. Klasse und knapp später in die 2. Liga. Der Traum der Josefstädter wurde 1957/58 wahr, als nach einem tollen 5:1 über Trumau der Aufstieg in die Landesliga geschafft wurde. Das sportliche Zuckerl war zweifellos das Antreten einer Auswahl aus Ungarn am Admiraplatz. Goalgetter Ferenc Puskas, Kopfballspezialist Sandor Koscic und Kameraden zauberten aus der Trickkiste. Bei Admira sind Namen wie „Tschinnerl“ Gerdenitz, Emmerich und Egon Remely, Hans Schicker, Hans Mürkl, Franz Fröhlich, Friedl Janovsky und Erwin Janska noch heute in bester Erinnerung. 1964 wurde vorerst ein Landesliga-Abstieg durch den Erwerb des Ex-Internationalen Hans Menasse, Sandor Majoros, Karl Miessler und Walter Lassnig verhindert. Als Spielertrainer fungierte kein Geringerer als der Internationale und Ex-Rapidler Hansi Riegler. Heutige Funktionäre wie Präsident Herbert Halbauer, Vizeobmann Kurt Schäffler und die sportliche Leitung Adi Fürbacher sowie Kurt Lisy verdienten sich ihre ersten Sporen in der Kampfmannschaft.
Der Griff nach den Sternen
Nach acht Jahren Landesliga musste der SV Admira den bitteren Weg bis in die 1. Klasse antreten. Allerdings gelang den damaligen Funktionären um Heinrich Leister und Max Böhnel ein Glücksgriff. Mit der Verpflichtung von Hans Besenlehner als Trainer ging es mit den Blau-Schwarzen steil bergauf. Der erste zählbare Erfolg war der Nö-Cupsieg 1971. Horst Hasenkopf, „Gigi“ Piringer, Ernstl Schwarz, „Kok“ Kurz, „Tiger“ Ployer, Pepi Zacsek, Horst Cerwenka, um nur einige Erz-Admiraner zu nennen, machten sich auf den Weg um fußballerische Höhenluft zu schnuppern. Vom Lokalrivalen SC Wr. Neustadt wurden Fritz Tiefenbrunner, Hubert Hutfless und Sigi Pfalzer, von Wacker Rudi Hasenöhrl und Mag. Reini Siebenbrunner sowie der Ex-St. Pöltner Marcel Prugger geholt. Der Durchmarsch konnte sich sehen lassen. In der Regionalliga standen im Admira-Aufgebot Granaten wie Rapids Teamstopper Walter Glechner und Austrias Defensivkünstler Ali Dirnberger. Mit einem Herzschlagfinale wurde dem Rivalen SC Wr. Neustadt der Herbstmeistertitel abgejagt und der Aufstieg in die damalige Staatsliga geschafft. Zwar wurden noch Ex-Internationale wie die Rapid-Legende Rudi Flögel oder Austrias Teamverteidiger Karl Fröhlich sowie einige zweit- und drittklassige Legionäre geholt, das Management hatte dabei aber nicht die glücklichste Hand bewiesen. So ging auch das einjährige Gastspiel in Österreichs höchster Spielklasse nach nur einem Jahr zu Ende.
Die Admira-Perspektive
Der bittere Weg ins Unterhaus blieb nicht aus. Heute steht die Admira zwar schuldenfrei da, krebst aber in der 2. Klasse Steinfeld mit großen Ambitionen und guten Aussichten auf bessere Fußballzeiten herum. Was die Blau-Schwarzen so zuversichtlich stimmt, mit Kurt Cerwenka steht ein ausgezeichneter Nachwuchsbetreuer und Jugendleiter parat. „Die Zukunft gehört eindeutig der Jugend“, geben Präsident Herbert Halbauer und Obmann Kurt Matschegg den Weg vor. Derzeit beträgt das Durchschnittsalter des Teams von Trainer Herbert Hutter 21,7 Jahre. Dazu fighten drei Nachwuchsteams in den diversen Altersklassen um Tore und Punkte.
Stand April 2006



