Die Alma Mater Viridis, die Universität für Bodenkultur in Wien, sieht sich als Lehr- und Forschungsstätte erneuerbarer Ressourcen, die eine der wesentlichen Voraussetzungen für das Bestehen
menschlichen Lebens ist. Eine wichtige Aufgabe der Universität ist es, durch die Vielfalt der Fachgebiete mit zur Sicherung der Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen beizutragen. Durch die
bewußte Verknüpfung von Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Technik versucht die BOKU, das vorhandene Wissen um die ökologisch und ökonomisch nachhaltige Nutzung der natürlichen
Ressourcen in einer harmonischen Kulturlandschaft auszubauen und zu mehren.
Auszug aus der Geschichte der BOKU:
Die bewegte Geschichte der Universität für Bodenkultur in Wien beginnt mit der Gründung der Hochschule und der Eröffnung am 15. Oktober 1872
mit Rektorats- und Dekanatsverfassung sowie der Einrichtung der landwirtschaftliche Sektion im Schönborn-Palais in der Wiener Laudongasse 17. Bereits zwei Jahre später kam es zur Gründung des
Unterstützungsverein für bedürftige und würdige Hörer dieser Einrichtung. Mit 1877 wechselt die Zuständigkeit für die BOKU vom Ackerbauministerium zum Ministerium für Kultus und Unterricht. In den
Jahren 1881 und 1883 kommt es zur Einführung von zwei Staatsprüfungen für das Studium sowie eines dreijährigen
Die Alma Mater Viridis, die Universität für Bodenkultur in Wien, sieht sich als Lehr- und Forschungsstätte erneuerbarer Ressourcen, die eine der wesentlichen Voraussetzungen für das Bestehen menschlichen Lebens ist. Eine wichtige Aufgabe der Universität ist es, durch die Vielfalt der Fachgebiete mit zur Sicherung der Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen beizutragen. Durch die bewußte Verknüpfung von Naturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Technik versucht die BOKU, das vorhandene Wissen um die ökologisch und ökonomisch nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen in einer harmonischen Kulturlandschaft auszubauen und zu mehren.
Auszug aus der Geschichte der BOKU:
Die bewegte Geschichte der Universität für Bodenkultur in Wien beginnt mit der Gründung der Hochschule und der Eröffnung am 15. Oktober 1872 mit Rektorats- und Dekanatsverfassung sowie der Einrichtung der landwirtschaftliche Sektion im Schönborn-Palais in der Wiener Laudongasse 17. Bereits zwei Jahre später kam es zur Gründung des Unterstützungsverein für bedürftige und würdige Hörer dieser Einrichtung. Mit 1877 wechselt die Zuständigkeit für die BOKU vom Ackerbauministerium zum Ministerium für Kultus und Unterricht. In den Jahren 1881 und 1883 kommt es zur Einführung von zwei Staatsprüfungen für das Studium sowie eines dreijährigen Kurses für Kulturtechniker als dritte Studienrichtung, 1888 gibt es die Staatsprüfungen, die Grundlagen-, Produktions- und Betriebsfachprüfung, für Land- und Forstwirtschaft. Die Eröffnung der neuerbauten BOKU beim Türkenschanzpark erfolgt 1896.
Das neue Jahrhundert startet man mit der Versuchswirtschaft der BOKU in
Groß-Enzersdorf bei Wien, die Studiendauer beträt um 1905 für alle 3 Studienrichtungen 8 Semester, ein Jahr später wird das Promotionsrecht an der BOKU eingeführt. 1912 wird die BOKU um das Adolf von Guttenberg-Haus erweitert, das früher ein land- und forstwirtschaftliches Museum war. Seit 1917 dürfen sich die Absolventen der BOKU mit der Standesbezeichnung „Ingenieur“ betiteln. Die Zahl der Hörer nach Ende des ersten Weltkrieges wird mit rund 1800 Hörern beziffert, 1919 werden auch Frauen zum Studium zugelassen. 1931 kommt es zur abermaligen räumlichen Erweiterung der Hochschule um das Justus-von-Liebig-Haus. Die Zeit unmittelbar vor dem zweiten Weltkrieg hinterläßt auch an der BOKU nicht zu übersehende Spuren. Die autoritäre Hochschulverfassung als Folge der politischen Unruhen, die Verhaftung des Rektors Zederbauer und von Professor Zessner-Spitzenberg wie auch die Einführung der nationalsozialistischen Hochschulverfassung prägten die Zeit zwischen 1933 und 1945.
Mit der Rückkehr zur liberalen Hochschulverfassung begann sich das Leben zusehends zu normalisieren, die Studienrichtung Gärungstechnik wird 1947 eingeführt. In diesem Jahr werden etwa 1400 Studierende an der BOKU gezählt. Der 75. Geburtstag der BOKU wird vom erfolglos gebliebenen Vorschlag der Gründung der „Österreichischen Akademie der Land- und Forstwirtschaft“ geprägt. Doch das trübte die Aufwärtsentwicklung in keiner Weise, denn 1960 wie die „Gesellschaft zur Förderung der Hochschule für Bodenkultur Wien“ gegründet und die Hochschule durch das Wilhelm-Exner-Haus erweitert.
1975 wird die Hochschule zur "Universität für Bodenkultur Wien". Ohne Fakultäten, jedoch in Fachgruppen und nach Studienrichtungen gegliedert. Wieder erfolgt eine räumliche Erweiterung, diesmal durch das Franz-Schwackhöfer-Haus. 1980 kommt es zu einer neuen Institutsgliederung, der Inbetriebnahme des Forschungsglashauses und zur Einrichtung der Zentren für Umwelt- und Naturschutz sowie Ultrastrukturforschung. Die „Professor Anton Kurir-Stiftung“ wird für die Unterstützung wissenschaftlicher Nachwuchskräfte gegründet. 1991 beginnt an der BOKU die intensive Internationalisierung mit der Gründung des BIB, dem „Büro für Internationale Beziehungen“.
Weiterer Ausbau der Studienrichtungen, 1992 erfolgt der Spatenstich für das Agrarbiotechnologie Zentrum
Tulln (1994 eröffnet) und es wird ein Übereinkommen mit den Österreichischen Bundesforsten getroffen, das die Schaffung von Naturwaldreservaten im Bereich der Bundesforste ermöglicht. 1997 sind die Einrichtungen der BOKU im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“ erstmals für die interessierte Öffentlichkeit zu besichtigen. Mit der Jahrtausendwende erfolgte die Mitbegründung und Übernahme der wissenschaftlichen Leitung des Kompetenzzentrums Holz.
Die Bibliothek der Universität für Bodenkultur:
Die Bibliothek wurde bereits mit der Gründung der Hochschule 1872 eingerichtet und hatte als Grundstock die Bestände des k.u.k. Ackerbauministeriums. Der bis 1876 auf knapp 10.000 Bände angewachsen war. 1896 waren bereits 60.000 Bände in der mittlerweile übersiedelten Bibliothek, die mit 373 Quadratmetern schon bald wieder zu klein wurde. Auf 72 Quadratmetern entfielen im Lesesaal 52 Sitzplätze und man mußte mit diesem Angebot an Platz bis 1960 auskommen. Da wurde mit der Übersiedlung der Bibliothek begonnen, man glaubte, im Wilhelm-Exner-Haus, einem ehemaligen Spital der Wiener Kaufmannschaft, genügend Platz zu finden.
Bereits beim Umzug mußten rund 40.000 Bände im Magazinturm des Hauptgebäudes in der Gregor-Mendes-Straße bleiben. Die Raumnot verschärfte sich zusehends, 1988 wurde ein konkreter Baubeginn und die fertiggestellten Pläne für einen Neubau der Bibliothek im Zuge der Sparmaßnahmen der Bundesregierung auf unbestimmte Zeit zurückgestellt, 1993 wurde mit dem Umbau und der Erweiterung der Bibliotheksräumlichkeiten des Wilhelm-Exner-Hauses begonnen, die zwei Jahre dauerten. Seit 1997 nahmen Fachbibliotheken ihren Betrieb auf, die auch an unterschiedlichen Orten untergebracht werden konnten.
Die Studieneinrichtungen der Universität für Bodenkultur:
An der Universität für Bodenkultur Wien gibt es derzeit 14 Departments:
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Lebensmittelwissenschaften und -technologie
Chemie
Biotechnologie
Zentrum für Nanobiotechnologie
Wasser - Atmosphäre - Umwelt
Integrative Biologie und Biodiversitätsforschung
Raum, Landschaft, Infrastruktur
Bautechnik und Naturgefahren
Materialwissenschaften und Prozesstechnik
Wald- und Bodenwissenschaften
Nachhaltige Agrarsysteme
Pflanzenwissenschaften und -biotechnologie
Agrarbiotechnologie (IFA Tulln)
Jedes Department hat einen Forschungsbeauftragten. Dieser beratet und unterstützt den Vizerektor für Forschung und den Forschungsservice in regelmäßigen Sitzungen bei geplanten Aktivitäten und Entscheidungen. Durch die aktive Einbindung der Departments in Entscheidungen der Forschungsstrategie und -politik sollen die Interessen aller Beteiligten vertreten und gewahrt werden.
Das Studienangebot der Universität für Bodenkultur:
Mit dem Studienjahr 2004/05 wurden alle Studien auf Bachelor- und Masterstudien geändert, da dies eine höhere Flexibilität bringen soll. Nach dem Bachelorstudium in de Dauer von 6 Semestern und dessen erfolgreichem Abschluß ist ein Einstieg ins Berufsleben möglich, oder aber auch ein weiterführendes Masterstudium an dieser oder auch an einer anderen Universität. Damit ist aber auch sein späterer Einstieg, etwa nach ein paar Jahren der praktischen Berufserfahrung, in ein Masterstudium möglich. Diplomstudien und Doktoratsstudien können wegen der Umstellung nur mehr abgeschlossen werden, jedoch nicht mehr begonnen werden.
An Bachelorstudien stehen zur Auswahl:
Agrarwissenschaften
Forstwirtschaft
Holz- und Naturfasertechnologie
Kulturtechnik und Wasserwirtschaft
Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur
Lebensmittel und Biotechnologie
Umwelt- und Bioressourcenmanagement
Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft
und in Kooperation mit der
Veterinärmedizinischen Universität Wien: Pferdewissenschaften
Die Masterstudien und die angebotenen Studienprogramme:
Agrarbiologie
Agrar- und Ernährungswirtschaft
Angewandte Pflanzenwissenschaften
Biotechnologie
Forstwissenschaft
Holztechnologie und Management
Kulturtechnik und Wasserwirtschaft
Landmanagement, Infrastruktur, Bautechnik
Landschaftsplanung- und Landschaftsarchitektur
Lebensmittelwissenschaft und –technologie
Nutztierwissenschaften
Ökologische Landwirtschaft
Phytomedizin
Umwelt- und Bioressourcenmanagement
Wasserwirtschaft und Umwelt
Wildtierökologie und Wildtiermanagement
Außerdem werden ab dem Wintersemester sieben internationale Masterstudien angeboten, die in Kooperation mit anderen, ausländischen Universitäten, angeboten werden.
Die Universität für Bodenkultur Wien ist eine von 14
Universitäten in Wien und eine von 34
Universitäten in Österreich.