Seit 1. Januar 2004 ist die Medizinische Universität Innsbruck eine eigenständige Universität. Bis dahin war sie eine Fakultät der
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Die Medizinische Universität Innsbruck ist besonders für die Transplantationsmedizin, die Pharmakologie und die Life sciences bekannt und zählt heute rund 4000 Studierende. Die Medizinische Universität
Innsbruck will sich als eine besondere Einrichtung verstanden sehen, in der in den Bereichen Forschung, Lehre und Krankenversorgung bestmögliches Niveau eine sehr hohe Priorität hat: Center of Excellence in der medizinischen Forschung, hochqualifizierte Ausbildungsstätte und Zentrum der Hochleistungsmedizin.
Im Mittelpunkt: Die moderne Patientenversorgung:
Als eine der drei Kernaufgaben der Medizinischen Universität Innsbruck zählt die Patientenversorgung. Dem Motto folgend, daß der kranke Mensch im Mittelpunkt steht, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Universitätskliniken und in den Departments für eine hochqualitative, regionale und überregionale Krankenversorgung verantwortlich. Die Medizinische Universität Innsbruck arbeitet dabei sehr eng mit dem Land Tirol und seinen spezifischen Einrichtungen zusammen. Bei der Patientenversorgung wird sie im hohen Maß von der TILAK, der Tiroler Landeskrankenanstalten Ges.m.b.H, mit der Logistik und ihren Landeskrankenhäusern unterstützt.
Ein wesentlicher Bestandteil der Patientenbetreuung ist die Information über aktuelle Gesundheitsthemen auf der
Online-Plattform GIN, dem Gesundheitsinformationsnetz der Medizinischen Universität Innsbruck.
Das GIN wurde im Rahmen eines anwendungsorientierten Forschungsprojektes unter der Leitung von O.Univ.-Prof. DI Dr. Karl Peter Pfeiffer am Department für medizinische Statistik, Informatik und Gesundheitsökonomie der Medizinischen Universität Innsbruck entwickelt. Über diese Plattform findet man auch viele nützliche Informationen über allerlei Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens Tirols. Ergänzt wird dies noch durch das SoGIS, das Sozial- und Gesundheits-Informations-Service, das eine gezielte Suche nach Pflege, Beratung oder auch Heimplätzen in Tirol erlaubt und einen breiten Überblick über alle Teilnehmer und deren Leistungskatalog gibt. Einzelne Universitätskliniken bieten im Rahmen des „Mini Med Studium“ eine allgemeinverständliche gesundheitliche Weiterbildung im Allgemeinzugang für alle Interessierten an.
Neben den wichtigsten Kontaktinformationen bieten die Universitätskliniken und Departments ihren Patienten quasi auf Knopfdruck auch die wichtigsten Ansprechpartner und Ambulanzzeiten sowie Hinweise über die Lage und die Anfahrtswege.
Die Ausbildung an der Medizinischen Universität Innsbruck:
Die Ausbildungsqualität der Studierenden ist eine der Kernaufgaben der Medizinischen Universität Innsbruck. Der zentrale Ansatz dafür ist die forschungsgeleitete Lehre.
Auf solcher Basis bietet die Medizinische Universität Innsbruck drei Studienrichtungen an: Humanmedizin und Zahnmedizin als die Grundlage einer akademischen, medizinischen Ausbildung und das Doktoratsstudium medizinische Wissenschaften als postgraduale Intensivierung des wissenschaftlichen Arbeitens für Absolventen einer naturwissenschaftlichen oder medizintechnischen Studienrichtungen oder als Zusatzqualifikation für Absolventen eines Medizin- oder Zahnmedizin-Studiums. Darüber hinaus werden auch Universitätslehrgänge angeboten.
Die festgeschriebene Grundlage dafür bietet der entwickelte Studienplan, der jedem Studierenden ein anspruchsvolles, praxisnahes und faires Studium garantiert. Für das laufende Studium steht die sehr gut bestückte Universitätsbibliothek und die Medizinisch-Biologische Fachbibliothek mit einem modern ausgestatteten Lernzentrum zur Verfügung.
Für die spätere praktische Arbeit als Ärztin oder Arzt, wie auch für die Professionalisierung im Bereich der Wissenschaft ist die internationale Erfahrung ein sehr wichtiger Faktor. Die Medizinische Universität Innsbruck ist in verschiedenen wissenschaftlichen Netzwerke mit eingebunden und bietet ihren Studierenden die Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes im Rahmen von Sokrates/Erasmus.
Die Struktur der Medizinischen Universität Innsbruck:
Die Medizinische Universität Innsbruck gliedert sich heute in Kliniken, Departments und Divisions. Der Medizinisch-theoretische Bereich umfaßt:
Biozentrum Innsbruck
Sektion für Medizinische Biochemie
Sektion für Neurobiochemie
Sektion für Klinische Biochemie
Sektion für Biologische Chemie
Sektion für Zellbiologie
Sektion für Genomik und RNomik
Sektion für Molekularbiologie
Sektion für Experimentelle Pathophysiologie und Immunologie
Sektion für Molekulare Pathophysiologie
Sektion für Entwicklungsimmunologie
Department für Physiologie und Medizinische Physik
Sektion für Physiologie
Sektion für Biomedizinische Physik
Department für Medizinische Genetik, Molekulare und Klinische Pharmakologie
Sektion für Humangenetik
Sektion für Genetische Epidemiologie
Sektion für Klinische Genetik
Sektion für Biochemische Pharmakologie
Sektion für Molekulare und Zelluläre Pharmakologie
Sektion für Klinische Pharmakologie
vormals: Institut für Biochemische Pharmakologie
Department für Anatomie, Histologie und Embryologie
Sektion für Klinisch-Funktionelle Anatomie
Sektion für Histologie und Embrylogie
Sektion für Neuroanatomie
Department für Hygiene, Mikrobiologie und Sozialmedizin
Sektion für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie
Sektion für Sozialmedizin
Institut für Pharmakologie
Department für Medizinische Statistik, Informatik und Gesundheitsökonomie
Institut für Pathologie
Institut für Gerichtliche Medizin
Der Klinische Bereich umfaßt die Universitätskliniken für:
Anästhesie und Allgemeine Intensivmedizin, Augenheilkunde und Optometrie, Chirurgie, Dermatologie und Venerologie, Frauenheilkunde, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Innere Medizin, Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Psychologie und Psychotherapie, Neurochirurgie, Neurologie, Nuklearmedizin, Orthopädie, Plastische und Wiederherstellungschirurgie, Psychiatrie, Radiodiagnostik, Strahlentherapie-Radioonkologie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie, Urologie, Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde sowie das Universitätsinstitut für Suchtforschung.
Die folgende Krankenhäuser stehen den Studierenden der Universität Innsbruck als Lehrkrankenhäuser zur Verfügung und bilden eine hervorragende praktische Ergänzung des Lehrbetriebes:
Feldkirch,
Hall,
Natters, Meran und Bozen, Abteilungen am LKH Linz sowie die Krankenhäuser der Barmherzigen Schwestern in
Linz und in
Wels.
Ein paar Zahlen aus der Statistik der Medizinischen Universität Innsbruck:
Gemeldete Studierende im Sommersemester 2007 als ordentliche Studierende 3136, davon 1484 männliche und 1652 weibliche. Der Anteil an ausländischen Hörern liegt unter einem Drittel der Gesamtstudierenden. Der Anteil an außerordentlichen Studierende ist eher verschwindend mit gesamt 11, davon 6 Nichtösterreicher. Bei den Nationen liegt naturgemäß Österreich mit 2154 Studierenden vorne und wird von Deutschland mit 468 Hörern gefolgt. Beachtlich der Anteil der Studenten aus Südtirol mit 336, aus dem übrigen Italien kamen dagegen nur 21 Studierende. Überraschend hoch auch der Anteil der Studierenden aus Luxemburg mit 37 und mit Türkischer Staatsbürgerschaft studierten 10 Hörer.
Das Doktoratsstudium der medizinischen Wissenschaft belegten im Sommersemester 2007 insgesamt 28 Studierende, das PhD-Studium (Doctor of Philosophy) 137, Medizin 961, Humanmedizin 1931, Zahnmedizin 461. Dies ergibt insbesamt 3529 Studierende, davon 1874 weibliche und 1655 männliche.
Die Medizinische Universität Innsbruck ist eine von 3
Universitäten in Tirol und eine von 34
Universitäten in Österreich.