Kaum eine Landschaft zeigt sich so vielfältig wie die Region Oberes Murtal, die vom Ursprung der Mur, die an den Südabhängen der Radstädter Tauern im Salzburgerland entspringt und dann schon
bald, als gutgenährtes Flüsschen, bei Predlitz in die Steiermark einzufließen und der Region als Namenspate zu dienen.
Die Region Oberes Murtal beginnt im Westen mit dem Eintritt der Mur in das Bundesland Steiermark bei Predlitz und erstreckt sich ostwärts bis in den Raum Bruck an der Mur, was immerhin eine Länge
von knapp 100 Kilometer Luftlinie
Kaum eine Landschaft zeigt sich so vielfältig wie die Region Oberes Murtal, die vom Ursprung der Mur, die an den Südabhängen der Radstädter Tauern im Salzburgerland entspringt und dann schon bald, als gutgenährtes Flüsschen, bei Predlitz in die Steiermark einzufließen und der Region als Namenspate zu dienen.
Die Region Oberes Murtal beginnt im Westen mit dem Eintritt der Mur in das Bundesland Steiermark bei Predlitz und erstreckt sich ostwärts bis in den Raum Bruck an der Mur, was immerhin eine Länge von knapp 100 Kilometer Luftlinie bedeutet. In diesem Ausmaß bedeutet es aber auch an großer Vielfalt der Landschaft und der kulturellen Gegebenheiten.
Aus dem salzburgischen Lungau heraus, windet sich der namensgebende Fluß "Mur" zwischen den Abhängen der Turrach und den Niederen Tauern im hurtigen Lauf durch das enge Tal, in dem scheinbar nur die Straße, eine Eisenbahntrasse, die hier als platzsparende Schmalspurbahn führt, und eben der Wasserlauf der Mur Platz haben und ein harmonisches Gesamtbild geben. Die Schönheiten liegen hier an den steilen Abhängen der Berge, zumeist als kleine Ansiedlungen oder als Bergbauernhöfe. Erst im Raum Murau bietet das Tal genug Platz für die Bezirkshauptstadt, die überaus reich an Geschichte ist. Der Fremdenverkehr hat sich hier als sanfter Tourismus etabliert, was viele immer wiederkehrende Gäste aus dem In- und Ausland sehr schätzen.
Industrieller geht es flußabwärts zu, wenn man in den Raum Aichfeld, also Judenburg, Zeltweg, Knittelfeld kommt. Man findet hier das gelungene Beispiel, wie man Industrie mit Tourismus verbinden kann und stellt damit den Beweis auf, daß beide Erwerbsquellen auch nebeneinander Platz haben.
Erst nach der Bezirkshauptstadt Leoben, kurz vor Bruck an der Mur endet die Region Oberes Murtal.
An touristischen Besonderheiten bietet die Region Oberes Murtal ein breites Spektrum an Möglichkeiten und macht das Gebiet beidseits der Mur zu einem ganzjährig zu empfehlenden Urlaubs- und Erholungsgebiet in der Steiermark. Diese Möglichkeiten gehen von freien und geführten Wanderungen und Bergtouren im gesamten Regionsbereich über gepflegte Radtouren, wobei die Route der "Tour de Mur" nahezu ein Pflichtprogramm für alle Radler darstellt und in einer alljährlichen Veranstaltung im Frühjahr tausende begeisterte Sportler anlockt, die den gesamten Verlauf der Mur, vom Ursprung bis zum Verlassen des Bundesgebietes bei Bad Radkersburg, in mehreren Tagesetappen abradeln.
Auch an kulturellen Kriterien mangelt es in der Region Oberes Murtal gar nicht. Viele kleinere und größere Museen erinnern an längst vergangene Zeiten oder lassen, wie etwa der Sternenturm in Judenburg, weit hinaus ins All blicken. Das PUCH-Museum, ebenfalls in Judenburg, bietet einen interessanten Rückblick an die Stärke des heimischen Unternehmens im 2-Rad-Sektor wie auch im Kfz-Bereich. Das Montan-Museum in Fohnsdorf sollte, allerdings nur in der warmen Jahreszeit geöffnet, unbedingt besucht werden, da hier am Originalschauplatz des ehemaligen tiefsten Kohlebergbaus Europas, Originalstollen begehbar sind und die noch immer funktionstüchtige riesige Dampfmaschine, die den Material- und Personenaufzug antrieb, zum Angreifen nahe, bewundert werden kann.
Für Eisenbahnfreunde gibt es in der ehemaligen Eisenbahnerstadt Knittelfeld gleich 2 Mal die Gelegenheit, sich in traditioneller Erinnerung zu hegen. Die Modelleisenbahn, eine von einem Club betriebene Anlage, kann nach Voranmeldung besichtigt werden oder man erfährt die leider nur spärlichen Zugangsmöglichkeiten. Etwas größer von der Gegenstands-Dimension geht es im Eisenbahnmuseum Knittelfeld zu, wo in den noch original erhaltenen Räumlichkeiten der Zugförderungsleitung eine Vielzahl von Utensilien, wie Fahrkarten aus Karton, Schaffner-Zangen, Petroleumlampen für Signale und Weichen und jede Menge anderes Interessante rund um die Eisenbahn betrachtet werden kann und oftmals entsteht ein nettes nostalgisches Gespräch mit den Betreibern des Museums, ebenfalls ein Verein.
Hochkarätig geht es alljährlich in der Bezirkshauptstadt Leoben zu, wenn zu exklusiven Ausstellungen über ferne Kulturen geladen wird und in Zuge von jeweiligen Langzeitausstellungen von April bis Oktober viele Besucher aus dem In- und Ausland angezogen werden. Inkas, Ägypter und Chinesen waren bereist Schwerpunkte der Ausstellungen und man kann immer wieder gespannt sein, was den Verantwortlichen wieder als Idee für weitere interessante Themen kommt. Jedenfalls ist jede dieser Ausstellungen an Hochkarätigkeit kaum zu überbieten und sollte nicht versäumt werden.