Fraxern ist eine Gemeinde mit einer Fläche von 8,87 Quadratkilometern im Bezirk Feldkirch im Bundesland Vorarlberg in Österreich. Die Gemeinde Fraxern hat rund 700 Einwohner und liegt 817
Meter über dem Meer. Die kleine Ortschaft im westlichsten Bundesland Österreichs verfügt über keine weiteren Katastralgemeinden und kann einen Waldanteil von knapp mehr als 54 Prozent aufweisen, was
das Ortsbild deutlich prägt. Als Nachbargemeinden vom Dorf Fraxern sind die Gemeinden
Klaus,
Götzis,
Weiler,
Röthis und
Koblach bekannt, wobei allesamt im Bezirk Feldkirch liegen.
Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Fraxern
Die Gemeinde Fraxern kann Jahr für Jahr eine durchaus beachtliche Anzahl an Besuchern aus dem In- und Ausland anziehen, was doch auch den Sehenswürdigkeiten der kleinen Ortschaft zu verdanken ist.
Unter anderem zählt auch die Pfarrkirche Heiliger Jakobus d.Ä. zu diesen sehenswerten Gebäuden. Die erste urkundliche Erwähnung des eindrucksvollen Bauwerks stammt bereits aus dem Jahre 1502, in dem
schon von einer Kapelle und einer Pfarre gesprochen wurde.
Im Zeitraum zwischen 1900 und 1911 erfolgte ein völliger Neubau, an dem vor allem Anton Wilhelm und Michael Keckeis sowie der Zimmermeister Simon Ebenhoch wesentlich beteiligt waren. Sie errichteten
eine völlig neue Kirche, die jedoch nach wie vor als eines der eindrucksvollsten Gebäude der gesamten Gemeinde Fraxern gilt.
Schulische Ausbildung der Gemeinde Fraxern
Selbstverständlich versucht die Gemeinde Fraxern auch alles Mögliche, um seinen jungen Einwohnern eine hervorragende schulische Ausbildung bieten zu können. So sind in der kleinen Ortschaft im Westen
Österreichs ein Kindergarten und eine Schule vorhanden. Die Schülerzahlen belaufen sich auf Zahlen rund um 50, wie beispielsweise auch ein Wert aus dem Jahre 2003 belegen kann, in dem 47 Schüler
gemeldet waren.
Wissenswertes über die Gemeinde Fraxern
Die Gemeinde Fraxern hat vor allem auch als das österreichische Kirschdorf enorme Bekanntheit erlangt. Das der Titel durchaus gerechtfertigt ist, beweist die Zahl von 2.800 Kirschbäumen, die sich auf
dem Gemeindegebiet befinden. Selbstverständlich hat dieser Titel auch in Sachen Tourismus und Fremdenverkehr große Bedeutung, da dadurch das kleine Dorf im Westen Österreichs in die Medien gekommen
ist. Besonders beliebt bei den zahlreichen Besuchern aus dem In- und Ausland ist selbstverständlich das so genannte Kirschwasser, der Schnapps, der aus der Kirsche gewonnen wird. Aber auch die
zahlreichen anderen Obstbrände haben große Bekanntheit erlangt und erfreuen sich über die Grenzen der Gemeinde hinaus großer Beliebtheit.
Aus der Geschichte der Gemeinde Fraxern
Der Ursprung der Geschichte der Gemeinde Fraxern wird vor allem mit einem bestimmten Jahr in Verbindung gebracht: 1127. Es handelt sich dabei um jenes Jahr, in dem die kleine Ortschaft im Bezirk
Feldkirch erstmals urkundlich erwähnt wurde, wobei die Bezeichnung damals noch Fraxnara lautete. Ein weiteres entscheidendes Jahr in der Geschichte von der Gemeinde Fraxern wird vom Jahr 1502
verkörpert. Damals fiel man unter die Herrschaft der Habsburger, was das kleine Dorf noch lange Zeit prägen sollte.
Regiert wurde man zu dieser Zeit abwechselnd von Tirol und Vorderösterreich aus, wobei die geografische Bezeichnung Vorderösterreich heute etwa auf das Gebiet rund um Freiburg im Breisgau zutrifft.
Nachdem man zwischenzeitlich für neun Jahre zu Bayern gehörte, fiel man bald wieder in österreichischen Besitz, ehe man seit der Gründung dieses neuen Bundeslandes 1861 Vorarlberg angehört. Besetzt
wurde das Gebiet rund um die Gemeinde Fraxern nach dem Zweiten Weltkrieg von den Franzosen, ehe 1955 die letzten Truppen abzogen.
Gemeindewappen der Gemeinde Fraxern
Das Gemeindewappen der Gemeinde Fraxern entstand durch die Idee des begabten Künstlers und Heraldikers Konrad Honold, der aus dem nicht allzu weit entfernten
Schruns stammt. Wie bei den meisten Entwürfen von Gemeindewappen in der Region hatte Honold seine Finger im Spiel, wobei jenes von Fraxern 1969
geschaffen wurde. Zu sehen ist am Wappen, dessen Hintergrund in Weiß gehalten ist, eine Kirsche, die in den der Natur entsprechenden Farben gestaltet ist.