Im Tiroler Außerfern liegt, auf einer Höhe von 853 Metern, die Marktgemeinde Reutte. Die rund 5.800 Einwohner zählende Gemeinde ist zugleich auch der Hauptort im gleichnamigen
Bezirk Reutte. Heute stellt die Marktgemeinde an den Ufern der Lech nicht nur einen beliebten Tourismusort dar, sondern hat auch eine überregionale Bedeutung als
Schul- und Verwaltungszentrum.
Aus der Chronik von Reutte:
Die Marktgemeinde Reutte ist zwar heute der Hauptort des Bezirkes, doch das war nicht immer so. Bereits zur Römerzeit führte an der Siedlung die Via
Claudia Augusta von Italien nach
Im Tiroler Außerfern liegt, auf einer Höhe von 853 Metern, die Marktgemeinde Reutte. Die rund 5.800 Einwohner zählende Gemeinde ist zugleich auch der Hauptort im gleichnamigen
Bezirk Reutte. Heute stellt die Marktgemeinde an den Ufern der Lech nicht nur einen beliebten Tourismusort dar, sondern hat auch eine überregionale Bedeutung als
Schul- und Verwaltungszentrum.
Aus der Chronik von Reutte:
Die Marktgemeinde Reutte ist zwar heute der Hauptort des Bezirkes, doch das war nicht immer so. Bereits zur Römerzeit führte an der Siedlung die Via
Claudia Augusta von Italien nach Deutschland, ebenso wie die Tiroler Salzstraße von Hall in Tirol an den Bodensee. Trotzdem spielte Reutte damals eine eher untergeordnete Rolle. Selbst bei seiner
ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1278 wurde der Ort als Nebengemeinde von
Breitenwang geführt.
Eine erste Aufwertung erfuhr die Gemeinde 1489, als der damalige Erzherzog der Gemeinde das Marktrecht verlieh. Innerhalb kürzester Zeit wurde Reutte seiner neuen Rolle gerecht und entwickelte sich
zum Handelszentrum des Außerferns. Über die folgenden Jahrhunderte hinweg wuchs die überregionale Bedeutung der Marktgemeinde immer mehr, bis den Gemeindevätern schlussendlich im Jahr 1743 das
Angebot gemacht wurde, aus der Marktgemeinde eine Stadt zu machen. Doch die Vertreter lehnten ab, und so blieb Reutte bis heute ein Markt.
Der Bau der Arlbergstraße und später auch der Arlbergbahn brachten gegen Ende des 18. Jahrhunderts eine empfindliche Veränderung der Situation in Reutte. Die daraus resultierenden Rückgänge im
Frachtverkehr wurden durch den verstärkten Abbau von Gips kompensiert. In der Folge eröffneten auch andere Produktionsbetriebe in der Region, so dass viele Einwohner von Reutte neue Arbeit
fanden.
Bis heute existiert in Reutte noch die Baumwollspinnerei und –weberei. Am nahegelegenen
Plansee wurde darüber hinaus auch noch das
gemeindeeigene Elektrizitätswerk errichtet, welches noch heute zu den größten Arbeitgebern der Region zählt. Die Zukunft der Wirtschaft liegt aber ganz sicher in verstärkten Kooperationen mit den
Betrieben im nahegelegenen Allgäu.
Die Attraktionen von Reutte:
Im Ortszentrum der Marktgemeinde fallen Besuchern sofort die wunderschönen Fassadenmalereien an zahlreichen Häusern auf. Sie stammen von einem der bekanntesten Bürger des Ortes, von Johann Jakob
Zeiler. Er hinterließ nicht nur in Reutte, sondern im gesamten Bodenseeraum seine Spuren in unzähligen Kirchen, Klöstern und Schlössern der Region.
Unweit davon befindet sich mit der St. Anna Kirche eine weitere Sehenswürdigkeit der Marktgemeinde. Erste Aufzeichnungen über eine Annen-Kapelle gehen auf das Ende des 14. Jahrhunderts zurück. Rund
100 Jahre später wurde die erste Kirche unter diesem Namen errichtet. Gleich zweimal wurde die Kirche, ebenso wie das Franziskanerkloster, ein Raub der Flammen. Von der einst prächtigen
Rokoko-Inneneinrichtung zeugt heute nur noch die Statue der „Hl. Anna Selbdritt“, die nur durch das beherzte Eingreifen eines Reutteners gerettet werden konnte. Ansonsten überwiegt heute die
Schlichtheit im Innenraum des Gotteshauses.
Desweiteren ist Reutte auch Heimat für gleich zwei Museen. Während Besucher des Erlebnismuseums an der Ehrenberger Klause auf den Spuren der Ritter wandeln und dabei von den Geheimnissen der
mittelalterlichen Alchimisten bis hin zu den opulenten Festen der Rittersleut‘ alles erleben können, erwartet die Gäste im „Grünen Haus“ ein Einblick in die Geschichte der Region rund um Reutte. Das
Haus selbst stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert, was durch die erst jüngst entdeckten Malereien aus der Renaissance belegt wird.
Zu den weiteren Attraktionen von Reutte zählen die evangelische Dreieinigkeitskirche, die Festung Schlosskopf, das Fort Claudia, das Franziskanerkloster und die Burgruine Ehrenberg.
Sport und Freizeit in Reutte:
Nicht zuletzt wegen seiner einmaligen Lage inmitten der grandiosen Bergwelt des Außerferns ist Reutte heute ein beliebter Fremdenverkehrsort. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die
Marktgemeinde samt der Region ein sehr breites Spektrum an sportlichen Möglichkeiten bietet. Die Palette reicht dabei von Sommersportarten wie Schwimmen, Segeln und Tauchen am nahegelegenen Plansee
über Ganzjahresaktivitäten wie Wandern, Klettern oder Mountainbiken bis hin zu den sportlichen Freuden der kalten Jahreszeit. Langlaufen, Rodeln und Eislaufen stehen ebenso auf dem sportlichen
„Menüplan“ wie ein Schitag im nahegelegenen
Skigebiet Hahnenkamm Höfener Alm.