Im höchst gelegenen Tal Osttirols, dem Gailtal, liegt die Gemeinde Kartitsch auf einer Höhe von 1.353 Metern, eingebettet zwischen dem Beginn des Pustertals, dem Kartitscher Sattel, den Karnischen
Alpen, den Lienzer Dolomiten und dem Lesachtal. Die rund 900 Einwohner zählende Gemeinde im
Bezirk Lienz erstreckt sich über eine Gesamtfläche von knapp 59 km²
an beiden Ufern der Gail.
Historisches über Kartitsch:
Die ersten Besiedelungen lassen sich auf das 3 bis 4. Jahrhundert zurückdatieren, als die Sicherung der damals durch das heutige Ortsgebiet verlaufende, strategisch wichtige
Im höchst gelegenen Tal Osttirols, dem Gailtal, liegt die Gemeinde Kartitsch auf einer Höhe von 1.353 Metern, eingebettet zwischen dem Beginn des Pustertals, dem Kartitscher Sattel, den Karnischen
Alpen, den Lienzer Dolomiten und dem Lesachtal. Die rund 900 Einwohner zählende Gemeinde im
Bezirk Lienz erstreckt sich über eine Gesamtfläche von knapp 59 km²
an beiden Ufern der Gail.
Historisches über Kartitsch:
Die ersten Besiedelungen lassen sich auf das 3 bis 4. Jahrhundert zurückdatieren, als die Sicherung der damals durch das heutige Ortsgebiet verlaufende, strategisch wichtige Römerstraße dringend
notwendig wurde. Die erste urkundliche Erwähnung erfuhr Kartitsch im Jahr 965. Im Mittelalter brachten zunächst die Pest, später dann eine Heuschreckenplage Hunger und Tod über die Gemeinde.
Während des Tiroler Freiheitskampfes waren die Schützen von Kartitsch in Kämpfe verwickelt, darüber hinaus wurde der Ort selbst von den Kriegshandlungen in Mitleidenschaft gezogen. Zum letzten Mal in
die Schusslinie kamen die Bewohner von Kartitsch während des Ersten Weltkrieges, als das Gebiet zur Frontgegend wurde. Davon zeugen heute noch einige vorhandene Schützengräben und Unterstände.
Sehenswertes in Kartitsch:
Drei Sakralbauten prägen das Ortsbild von Kartitsch und seiner beiden Ortsteile Hollbruck und St. Oswald. In Kartitsch selbst ist es die Pfarrkirche St. Leonhard. Sie wurde Mitte des 15. Jahrhunderts
im gotischen Stil erbaut. Überlieferungen zufolge wurde der Bau vom Görzer Grafen Leonhard, dem letzten Vertreter dieses Adelsgeschlechts, tatkräftig und finanziell unterstützt. Daher dürfte auch der
Sakralbau seinen Kirchenpatron haben.
Im mittleren 18. Jahrhundert wurde der heutige Hochaltar eingebaut, der ob seiner Mächtigkeit den Innenraum des Gotteshauses dominiert. Um das Jahr 1830 erfolgte ein vollständiger Umbau des Baus in
Richtung Spätklassizismus.
Im Ortsteil St. Oswald steht die, ebenfalls im gotischen Stil errichtete, Filialkirche, die sogar älter als die Pfarrkirche in Kartitsch ist. Der Innenraum beherbergt mehrere historisch wertvolle
Fresken, wobei jenes vom „Letzten Gericht“ besonders gut erhalten ist. Ein weiteres Highlight ist die Rosenkranzskulptur. Sie hängt am Triumphbogen vom Gewölbe der Kirche herab.
Die dritte und letzte Kirche im Ortsgebiet von Kartitsch ist die Pfarr- und Wallfahrtskirche „Zu unserer Lieben Frau“ in Hollbruck. Sie stammt aus der Zeit des ausgehenden Frühbarocks und ist somit
eines der einheitlichsten Werke dieser Zeit. Der Stuckrahmen wurde nach Plänen von Gallus Apeller aus Innsbruck Georg Holzmeister gefertigt.
Sport und Freizeit in Kartitsch:
Kartitsch und seine Umgebung haben zu jeder Jahreszeit Saison. Im Sommer reicht die Angebotspalette vom Wandern über Schwimmen, Mountainbiken und Klettern bis hin zum Laufen, Nordic Walking und
Drachenfliegen. Wintersportler haben zwischen den Pistenkilometern im Skigebiet Dorfberg - Kartitsch, den Langlaufloipen der Region oder einer Schneeschuhwanderung die süße Qual der Wahl.