Die Tiroler Gemeinde Tarrenz liegt im
Bezirk Imst auf einer Höhe von 836 Metern direkt am Eingang des Gurgltals. Rund 2.500 Einwohner leben in dieser Gemeinde,
die sich in den letzten Jahren sehr verschönert hat. Trotz des Wirtschaftswachstums ist die 75 Quadratmeter große Gemeinde Tarrenz primär eine Landwirtschaftsgemeinde, die ihren Schwerpunkt in der
Schafzucht hat. Unterteilt wird die Gemeinde in die Ortschaften Obtarrenz, Dollinger und Strad sowie Walchenbach, Dollinger-Lager und Rotanger.
Aus der Geschichte von Tarrenz
Die Gemeinde Tarrenz ist stark von der römischen Kultur
Die Tiroler Gemeinde Tarrenz liegt im
Bezirk Imst auf einer Höhe von 836 Metern direkt am Eingang des Gurgltals. Rund 2.500 Einwohner leben in dieser Gemeinde,
die sich in den letzten Jahren sehr verschönert hat. Trotz des Wirtschaftswachstums ist die 75 Quadratmeter große Gemeinde Tarrenz primär eine Landwirtschaftsgemeinde, die ihren Schwerpunkt in der
Schafzucht hat. Unterteilt wird die Gemeinde in die Ortschaften Obtarrenz, Dollinger und Strad sowie Walchenbach, Dollinger-Lager und Rotanger.
Aus der Geschichte von Tarrenz
Die Gemeinde Tarrenz ist stark von der römischen Kultur geprägt. Die „via Claudia“ war einst die Geschäftsstraße, die vom Reschenpass quer durch Tirol bis zum Fernpass entlang führte.
Wesentlich für die Geschichte des Gurgltals war die Adelsfamilie der Starkenberger. Nach ihrer Niederlassung in ihrem Stammschloss am Eingang der Salvesenschlucht breiteten sich die Starkenberger
rasch über Nord- und Südtirol aus. Zahlreiche Siedlungen und Gehöfte stammen noch aus dieser Siedlungspolitik.
Durch den ständig stärker werdenden Adel in Tirol kam es zu Spannungen zwischen den Habsburgern und den Starkenbergern. Bei diesem Streit zwischen den Adelsfamilien zogen die Starkenberger den
Kürzeren und verloren. Im so genannten „Starkenberger Rotulus“ im frühen 15. Jahrhundert ist die Streitschrift sogar dargelegt und noch heute im Tiroler Landesarchiv einzusehen.
Die Wirtschaftslage von Tarrenz
Schon im Spätmittelalter (13. bis ins 16. Jahrhundert) und der frühen Neuzeit (um 1450) bestimmte der Bergbau die wirtschaftliche Entwicklung von Tarrenz. Im Gebirge nördlich von Tarrenz schürfte man
anfangs nach Metallen. Den Bergmännern wurde jedoch bald klar, dass der Aufwand in keiner Weise in Relation zum Gewinn stand. Zu gering waren der Metallgehalt und die Verbindungsstraßen zu schlecht.
So kam es wie es kommen musste. Die Metallgewinnung kam gegen Ende des 18. Jahrhunderts langsam zum Stillstand.
Es folgte eine Zeit der Armut und der Abwanderung. Durch die Zucht und den Handel von Kanarien- und Singvögel in weite Teile der Welt konnte Tarrenz und das nahe gelegene Imst wieder Fuß
fassen.
Ebenso die Produktion von Sensen und Nägeln war noch um 1850 ein besonderer Faktor der Wirtschaftsentwicklung. Die Schmiede produzierten Waffen, Huf- und Schuhnägel und belieferten damit das gesamte
Tiroler Oberland. Über die Jahre mussten auch die letzten Schmiede der modernen Industrialisierung weichen und zusperren. Erst 1999 eröffnete ein junger innovativer Schmied eine neue Werkstatt und
hob sich mit seinen Produkten stark von seinen Vorgängern ab.
Auf Grund der nahe liegenden Bezirkshauptstadt Imst findet der Großteil der Bevölkerung Arbeit in der Industrie und im Gewerbe.
Sehenswürdigkeiten in Tarrenz
In zahlreichen Gemeinden Tirols werden Tiere von der Alm und ihre Hüter nach dem Sommer mit einem Fest in den Dörfern willkommen geheißen. So wird auch in Tarrenz die „Schafschied“ gefeiert – jedes
Jahr erneut ein Fest für Einheimische und Gäste.
Im Kultur- und Museumsverein Tarrenz locken immer wieder Sonderausstellungen Besucher an.
Aktivitäten in Tarrenz
Auch für die Gemeinde Tarrenz ist der Tourismus ein wichtiges Standbein. So bietet Tarrenz und seine Umgebung ein zahlreiches Angebot an Aktivitäten in der Sommer- als auch in der Wintersaison an.
Gerade für Motorradbegeisterte bietet sich das Gurgltal für einen Ausflug auf zwei Rädern an.