Traboch ist ein Ort im
Bezirk Leoben in der Obersteiermark. Die Gemeinde Traboch, auf 622 Meter Seehöhe, hat rund 1.300 Einwohner
und besteht aus den Ortschaften Traboch , Madstein, Stadlhof und Timmersdorf. Die kleine Gemeinde, direkt an der A9, der Pyhrn-Autobahn mit eigener Abfahrt gelegen, entwickelt sich seit Jahren
zunehmend zu einem besonders attraktiven Wirtschaftsstandort und wurde kürzlich von einer Experten-Jury zur wirtschaftsfreundlichsten Gemeinde der Steiermark erkoren.
Traboch - ein Ort mit Geschichte
Einem archäologischen Fund im 19. Jahrhundert zugrunde
Traboch ist ein Ort im
Bezirk Leoben in der Obersteiermark. Die Gemeinde Traboch, auf 622 Meter Seehöhe, hat rund 1.300 Einwohner
und besteht aus den Ortschaften Traboch , Madstein, Stadlhof und Timmersdorf. Die kleine Gemeinde, direkt an der A9, der Pyhrn-Autobahn mit eigener Abfahrt gelegen, entwickelt sich seit Jahren
zunehmend zu einem besonders attraktiven Wirtschaftsstandort und wurde kürzlich von einer Experten-Jury zur wirtschaftsfreundlichsten Gemeinde der Steiermark erkoren.
Traboch - ein Ort mit Geschichte
Einem archäologischen Fund im 19. Jahrhundert zugrunde war das Gebiet um das heutige Traboch bereits um 300 nach Christus besiedelt. Aus dieser Zeit stammt ein Römerstein, der im Gemeindegebiet von
Traboch gefunden wurde.
Die erste urkundliche Erwähnung findet Traboch im Jahre 1150 unter dem Namen "
Trevoch". In diese Zeit fällt auch die urkundliche Nennung der Grafen Meizzenstein, Traboch und Dumirsdorfer. In
den Jahren um 1282 erfolgte der Bau der Kirche, die erste Glocke für den Turm der Pfarrkirche wurde erst 1397 aufgezogen. Die jetzige Form der Kirche, die sich nahezu idyllisch in die Landschaft
schmiegt, entstand erst 1675.
Der Kaiser in Traboch
Hohen kaiserlichen Besuch erhielt das kleine Traboch im Jahre 1837. Kaiser Ferdinand I. machte in Traboch Station. Eine andere Station musste noch ein wenig warten, die Bahnstation
Traboch-Timmersdorf wurde 1885 eröffnet. Das Schulwesen findet seinen Neubeginn 5 Jahre später - im Jahre 1890 erfolgte die Grundsteinlegung für den Schulneubau. Der Errichtung der früheren, ersten
Schule erfolgte hier bereits im Jahr 1613 - eine der ersten Schulen in diesem Land.
Beginn der Industrialisierung in Traboch
1901 war das Jahr, in dem der erste Industriebetrieb in Traboch entstand. Aus der Firma Zuegg - Papier und Kartonagen, ging die heutige Pappenfabrik Timmersdorf hervor. Die Telefonie hielt in Traboch
im Jahr 1904 mit der Errichtung des Telegraphenamtes Einzug. Den ersten Arbeiterstreik gab es in Traboch im Jahr 1910; in der Papierfabrik Zuegg wurde zum Streik aufgerufen. Elektrisches Licht wurde
1920 in die Schule eingeleitet, 10 Jahre später folgte die Errichtung der Gemeindewasserleitung und - sage und schreibe - 1930 landete das erste Segelflugzeug auf dem noch heute existierenden
Flugplatz Traboch-Timmersdorf, 1962 folgte die erste Landung eines Motor-Flugzeuges.
Traboch als Fremdenverkehrsgemeinde
Was als Zweckmäßigkeit ursprünglich gedacht war, entpuppte sich als kluge Entscheidung der damaligen Gemeindeverantwortlichen. Ständige Unwetter im Gebirge und damit verbundene Hochwässer mit
verheerenden Überschwemmungen auch in der Zeit der Schneeschmelze, stellten die Gemeinde vor ein großes Problem, denn der Ort wurde zusehends von den Naturlaunen bedroht. Einige hundert Meter
oberhalb der Gemeinde Traboch wurde der Flusslauf in ein riesiges Rückhaltebecken geleitet, dessen Wasserstand von nun an regulierbar war und die Wassermassen aus den Vordernberger Bergen somit von
Menschenhand gezähmt werden konnten. Und damit war auch, dank der Weitsichtigkeit der damaligen Entscheidungsträger, das Freizeitzentrum Trabocher See geboren.
Seit dem Jahr 1968 wird hier nicht nur mehr Naturkatastrophen Einhalt geboten, sondern es können sich an schönen Sommertagen etliche hundert Badelustige im natürlich aufgewärmten Gebirgswasser
tummeln. Erholungssuchende können wandernderweise um den See spazieren und den Fischen, Enten, Libellen und Schwänen bei deren Treiben zusehen.
Es gibt hier auch erstklassige Einkehrmöglichkeiten, der "Steckerlfisch" hat seine Bekanntheit bereits weit über die Bezirksgrenzen ausgedehnt, wer Minigolf spielen möchte, ist hier bestens bedient.
Für Autofahrer sei gesagt, dass die hier geltende Parkgebührenpflicht nicht unverschämt hoch ist, jedoch laufend streng kontrolliert wird. Sehen Sie es als Erhaltungsbeitrag an die Gemeinde, der
damit sicher gut investiert ist.
Traboch als attraktiver Unternehmensstandort
Durch die äußerst verkehrsgünstige Lage der Gemeinde Traboch an der A9 (Phyrnautobahn) entstand hier der Trabocher Industrie Park
(TIP) sowie der Industriepark Stadlhof. Darüber hinaus befinden sich viele weitere bedeutende Betriebe in und um die Gemeinde Traboch im Bezirk Leoben.
Seit rund 20 Jahren besteht eine Gemeinde-Partnerschaft mit Löwenstein, einer Stadt im Bundesland Baden-Württemburg in Deutschland.