Radmer oder auch bekannt unter „das Radmertal“ liegt zwischen Eisenerz, Hieflau und Johnsbach, eingebettet und gut geschützt durch die obersteirischen Berge Lugauer, Kaiserschild und Zeiritzkampel.
Auf 729 Meter erstreckt sich Radmer über eine Fläche von rund 82 km². Zur Gemeinde im Bezirk Leoben gehören Radmer an der Stube, bestehend aus Finstergraben und Vorderradmer und Radmer an der
Hasel mit Hinterradmer.
Aus der Geschichte von Radmer
Funde aus der Bronzezeit (1. Jahrtausend vor Christus) beweisen eine sehr frühe Besiedelung des
Radmer oder auch bekannt unter „das Radmertal“ liegt zwischen Eisenerz, Hieflau und Johnsbach, eingebettet und gut geschützt durch die obersteirischen Berge Lugauer, Kaiserschild und Zeiritzkampel. Auf 729 Meter erstreckt sich Radmer über eine Fläche von rund 82 km². Zur Gemeinde im Bezirk Leoben gehören Radmer an der Stube, bestehend aus Finstergraben und Vorderradmer und Radmer an der Hasel mit Hinterradmer.
Aus der Geschichte von Radmer
Funde aus der Bronzezeit (1. Jahrtausend vor Christus) beweisen eine sehr frühe Besiedelung des engen Tals zwischen Eisenerzer Alpen und Gesäusebergen. Der Name selbst soll aus dem Slawischen „Radomir“ kommen. Eine wahre Blütezeit erlebte Radmer durch Bergbaubetriebe um 1600. In der Geschichte der kleinen Ortschaft spielt auch die Jagd immer wieder eine bedeutende Rolle. Besonders zur Zeit von Kaiser Franz Josef I. war die Jagd in den Wäldern rund um Radmer sehr beliebt.
Natur pur in Radmer
Oft bezeichnet als „Paradies der Steiermark“ erlebt man in Radmer nahezu gänzlich unberührte Natur, denn rund 90 Prozent des Gemeindegebiets bestehen aus Bergen, Wald und Wiesen. Das Radmertal ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Bergsteiger, Wanderer, Tourengeher oder einfach nur für Naturliebhaber, die die klare und frische Bergluft zu schätzen wissen.
Für sehr anspruchsvolle Alpinisten und Kletterer empfiehlt sich der Lugauer, bezeichnenderweise oft auch „steirisches Matterhorn“ genannt. Selbstverständlich laden auch eine Vielzahl von gut markierten Wanderwegen den weniger geübten Bergsteiger ein, den einen oder anderen Gipfel zu erklimmen, um einen unvergleichliche Ausblick auf Radmer zu genießen.
Bewirtschaftete Almen, wie Seekar Alm, Schafböden, Neuburg Alm oder Kammerl Alm locken zu einer kleinen Pause und versorgen ihre Gäste mit neuem Elan.
Tourengeher sollten sich im Winter eine Schitour den Ochsenriedl nicht entgehen lassen – traumhafte Abfahrten in einer märchenhaften Winterlandschaft entschädigen für einen anstrengenden Aufstieg.
Gemütliche Herbergen und Gaststätten heißen Sie in Radmer herzlich willkommen und sind stets um Ihr leibliches Wohl bemüht.
Kupferschaubergwerk
Um 1600 war in Mitteleuropa vor allem der Kupferbergbau sehr bedeutsam. Einer der größten Kupferbergbaue mit rund 60 Stollen befand sich im Radmertal. Schätzungen behaupten, dass Radmer damals zirka 2000 Einwohner hatte – 700 davon sollen alleine im Bergwerk als Knappen tätig gewesen sein.
Von 1601-1602 entstand auf Initiative von Johann Linsmayr das bekannte Schloss Greifenberg, welches damals ausschließlich als Verwaltungsgebäude für den Bergbau diente. Linsmayr zeigte besonders in diesem Bereich großes Engagement und so erhielt er den Titel „Edler von Greifenberg“.
Bis 1855 wurde in Radmer der Kupferbergbau betrieben, danach waren die Vorkommen erschöpft. Leider sind heute nur mehr wenige der vielen alte Stollen bekannt. Den Paradeisstollen aber kann man mit der kleinsten Stollenbahn Österreichs besichtigen.
Heiliger Antonius von Padua
Einem mutigen Bischof gelang es 1600, das „grobe Gesindel und unartige Volk“ im Radmertal zum Katholismus zu bekehren. Als Dank für ihre Einsicht, erhielt Radmer vom damaligen Kaiser Ferdinand II. eine wunderschöne Kirche samt Friedhof, die bereits 1602 dem Heiligen Antonius von Padua geweiht wurde. 150 Jahre später erhielten die beiden Glockentürme für die Zeit typische Zwiebeltürme.
Im Innenraum glänzt der Hochaltar mit Säulenarchitektur und einem Bildnis des Heiligen Antonius von Padua mit dem Jesuskind im Arm. Wunderschöne Seitenaltäre bilden den Eingang zum Hochaltar.
Erwähnenswert ist auch die mit einem Laub-Bandelwerk-Stuck gestaltete Decke des Kirchenschiffs und des Chores.