Gratwein ist eine Marktgemeinde im
Bezirk Graz-Umgebung in der östlichen Steiermark. Auf einer Gesamtfläche von 5 Quadratkilometern zählt die
Marktgemeinde Gratwein ungefähr 3.600 Einwohner und liegt auf 392 Metern Seehöhe am westlichen Ufer der Mur, etwa 10 Kilometer von der Landeshauptstadt Graz entfernt. Die Marktgemeinde liegt im
sogenannten Gratkorner Becken. Nachbargemeinden von Gratwein sind Eisbach, Gratkorn und Judendorf-Straßengel.
Wissenswertes über die Marktgemeinde Gratwein
Durch die geographische Nähe zur steirischen Landeshauptstadt
Graz ist die
Gratwein ist eine Marktgemeinde im
Bezirk Graz-Umgebung in der östlichen Steiermark. Auf einer Gesamtfläche von 5 Quadratkilometern zählt die
Marktgemeinde Gratwein ungefähr 3.600 Einwohner und liegt auf 392 Metern Seehöhe am westlichen Ufer der Mur, etwa 10 Kilometer von der Landeshauptstadt Graz entfernt. Die Marktgemeinde liegt im
sogenannten Gratkorner Becken. Nachbargemeinden von Gratwein sind Eisbach, Gratkorn und Judendorf-Straßengel.
Wissenswertes über die Marktgemeinde Gratwein
Durch die geographische Nähe zur steirischen Landeshauptstadt
Graz ist die Marktgemeinde Gratwein sehr gut verkehrsmäßig angeschlossen. Es führt zwar
keine Hauptverkehrsstraße durch Gratwein, doch nur zwei Kilometer entfernt befindet sich die Bundesstraße B 67-Grazer Straße. Auch die A9-Pyhrnautobahn ist über die nahe gelegenen
Autobahnanschlussstellen Deutschfeistritz und Gratkorn zu erreichen.
Aus der Geschichte der Marktgemeinde Gratwein
Das Gemeindegebiet von Gratwein war schon sehr früh besiedelt. Die klimatisch günstige Lage und der fruchtbare Boden führten dazu, dass sich im Gemeindegebiet von Gratwein sogenannte „villae
rusticae“ entwickelten. Eine alte Römerstraße führte ebenfalls durch das Gemeindegebiet von Gratwein, die bis zum Ende des 4. Jahrhunderts nach Christus als Handelsstraße eine sehr große Bedeutung
hatte. Im 7. Jahrhundert kamen slawische Siedler in das Gebiet von Gratwein. Der heutige Name Gratwein lässt sich von der Bezeichnung „gradovinje“ ableiten und ist slawischen Ursprunges.
Gegen Mitte des 8. Jahrhunderts nach Christus wanderten die Bayern ein. Um das Jahr 860 erhielt das damalige Erzbistum Salzburg eine reiche Schenkung vom König Ludwig dem Deutschen mit mehr als 24
Höfen. Darunter war auch die Gratweiner Rupertikirche aus dem 9. Jahrhundert, die zu den ältesten Pfarren des ganzen Landes zählt. Im späten 15. Jahrhundert bekam das prachtvolle Zisterzienserstift
Rein für die Ortschaft Gratwein ein Markrecht zugesprochen, vom Friedrich III. Dieses Marktrecht, Rupertimarkt im September, wurde in späterer Folge durch den Mittfastentag erweitert.
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die Marktgemeinde Gratwein einen erheblichen Aufschwung. Durch die Aufhebung der bäuerlichen Untertänigkeit wurden die Pflichtleistungen wie beispielsweise
Zins, Zehent und Robot aufgehoben und Gemeindegesetze eingeführt.