Die Gemeinde Leogang liegt im Bezirk Zell am See im österreichischen Bundesland Salzburg und hat rund 3.100 Einwohner. Leogang hat eine Fläche von 91 Quadratkilometer und liegt auf einer Seehöhe von
788 Meter. Die Gemeinde liegt im Pinzgau zwischen den Leoganger Steinbergen und den Kitzbüheler Alpen. Leogang befindet sich nordwestlich der Schulterbachhöhe, an der Leoganger Arche.
Katastralgemeinden von Leogang sind unter anderem Berg, Ecking, Gießen und Hirnreit.
Über die Geschichte von Leogang
Aus dem Jahr 930 findet sich die erste urkundliche
Die Gemeinde Leogang liegt im Bezirk Zell am See im österreichischen Bundesland Salzburg und hat rund 3.100 Einwohner. Leogang hat eine Fläche von 91 Quadratkilometer und liegt auf einer Seehöhe von 788 Meter. Die Gemeinde liegt im Pinzgau zwischen den Leoganger Steinbergen und den Kitzbüheler Alpen. Leogang befindet sich nordwestlich der Schulterbachhöhe, an der Leoganger Arche. Katastralgemeinden von Leogang sind unter anderem Berg, Ecking, Gießen und Hirnreit.
Über die Geschichte von Leogang
Aus dem Jahr 930 findet sich die erste urkundliche Erwähnung von Leogang. Damals nannte man die Ortschaft „Liuganga“, was norisch-keltisch war und „Wasserlauf“ bedeutete. Im Jahr 1248 wurde Leugange erstmals in einer Urkunde als Ortsname gebraucht. Die Leoganger Kirche wurde im Jahr 1323 erstmals urkundlich erwähnt und im Jahr 1490 wurde in Leogang eine gotische Kirche erbaut. Der Kirchtum von dieser steht auch heute noch. Im 16. Jahrhundert betrieb man in der Gemeinde bereits aktiv Bergbau. Im 18. Jahrhundert mussten durch die Vertreibung der Protestanten 287 Leoganger die Heimat verlassen. Sie wanderten vor allem nach Ostpreußen aus. Das waren rund ein Fünftel der Ortsbevölkerung.
Aus dem Jahr 1740 findet sich die Erwähnung einer einklassigen Pfarrschule und im Jahr 1745 wurde die barocke Pfarrkirche erbaut. Im Jahr 1831 werden der Bergbau und der Hüttenbetrieb nach einer Blütezeit im Kupferbergbau eingestellt. Im Jahr 1850 wird Leogang erstmals eine eigene Gemeinde mit 1.225 Einwohnern und fünf Ortschaften und neun Jahr später wird die Gemeinde zu einer eigenen Pfarre erhoben.
Im selben Jahr beginnt eine neue Blüte des Bergbaues für Nickel- und Kobalderzabbau, die für rund 20 Jahre anhält. Im ersten Weltkrieg fallen zahlreiche Leoganger. Zahlreiche gelten auch seither als vermisst. Einige Jahre später, im Jahr 1938 begann man in Leogang mit dem Magnesitabbau. Er wurde bis zum Jahr 1970 betrieben. Im zweiten Weltkrieg fielen wiederum zahlreiche Leoganger, oder gelten seither als vermisst. Das Gemeindewappen wurde der Gemeinde im Jahr 1972 verliehen.
Sehenswürdigkeiten von Leogang
In Leogang gibt es ein Schaubergwerk zu besichtigen. Die Gemeinde Leogang hat eine der ältesten Bergbaustätten des Landes Salzburg. Es gibt Spuren, die auf eine vorgeschichtliche Zeit des Bergbaues zurückdeuten. Im Schaubergwerk Leogang gibt es mittelalterliche Stollen zu sehen und man kann sich über die schwierige und gefahrvolle Arbeit der Bergknappen informieren.
Des weitern gibt es in Leogang ein Bergbaumuseum. In diesem kann man einen Einblick über die jahrhundertlange und reiche Bergbaugeschichte der Gemeinde gewinnen. Es wird eindrucksvoll über das harte Leben und die harte Arbeit der Knappen informiert. Daneben gibt es über 70 Mineralien aus dem Gebiet von Leogang zu sehen.
Eine weitere Sehenswürdigkeit der Gemeinde ist das Birnbachloch. Im Ullachgraben findet man die Werfener Schichten aufgeschlossen. Sie bilden den Sockel der Leoganger Steinberge, und den Abschluss des Ullachtales bildet der Örgenkessel. Beim Birnbachloch handelt es sich um eine Karstquelle in einer großartigen, latschenbewachsenen Umgebung.
Weitere Sehenswürdigkeiten der Gemeinde sind das „Grießener Moor“, ein ornithologisch wertvolles Feuchtgebiet von Westeuropa, die Kaierlinde, die anlässlich des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef I. gepflanzt wurde, und die Sankt Anna Kapelle, die zum Gasthof Hüttwirt gehört. Zusätzlich gibt es in Leogang noch das Melcherloch, ein großes Fenster in den Leoganger Steinbergen, durch das man einen prachtvollen Blick auf die Glocknerberge erhält und einen Skupturenradweg. Alle zwei bis drei Kilometer sind bis zu sechs Meter hohe Skulpuren, die Kinder mit Künstlern gemeinsam geschaffen haben, aufgestellt. Der Weg hat eine Länge von rund 75 Kilometer.