Die Gemeinde Thomatal liegt mit etwa 400 Einwohnern im Lungau im
Bezirk Tamsweg, Bundesland Salzburg. Thomatal hat eine Fläche von 76 Quadratkilometer und
gliedert sich aus den Ortschaften Bundschuh und Thomatal. Die Gemeinde Thomatal liegt in einer Talfurche zwischen dem Schwarzenberg und den Lungauer Nockbergen.
Aus der Geschichte von Thomatal:
Durch das Archäologische Institut Wien wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass durch Thomatal eine 50 nach Christus erbaute Römerstraße führte. Die Dorfüberlieferung sagt bis heute, dass in
Thomatal ein heidnischer Tempel gestanden ist,
Die Gemeinde Thomatal liegt mit etwa 400 Einwohnern im Lungau im
Bezirk Tamsweg, Bundesland Salzburg. Thomatal hat eine Fläche von 76 Quadratkilometer und
gliedert sich aus den Ortschaften Bundschuh und Thomatal. Die Gemeinde Thomatal liegt in einer Talfurche zwischen dem Schwarzenberg und den Lungauer Nockbergen.
Aus der Geschichte von Thomatal:
Durch das Archäologische Institut Wien wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass durch Thomatal eine 50 nach Christus erbaute Römerstraße führte. Die Dorfüberlieferung sagt bis heute, dass in
Thomatal ein heidnischer Tempel gestanden ist, dessen Opferstein unter dem Bogen gestanden sein könnte, der heute den westlichen romanischen vom östlichen gotischen Teil der Kirche trennt.
Das Gebiet um Thomatal ist ein altes Bergbaugebiet. Der Hochofen im Ortsteil Bundschuh gibt Zeugnis davon. Er war zwischen dem 16. Jahrhundert und dem 19. Jahrhundert in Betrieb. Hier wurde das in
Schönfeld gewonnene Eisenerz zu Roheisen verschmolzen.
Sehenswürdigkeiten in Thomatal:
Der bereits erwähnte Hochofen zählt zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes Thomatal. Die Hochofenanlage in Bundschuh stellt ein Wirtschaftsdenkmal aus dem industriellen Bereich und eine
montanhistorische Besonderheit dar. Bergbau und Verhüttung reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück. Die Anlage stammt aus dem Jahre 1862 und war damals eine der fortschrittlichsten im Land
Salzburg. Die Erzvorkommen befanden sich 10 Kilometer taleinwärts im Schönfeldgebiet. Mit Ochsenfuhrwerken wurde das Eisenerz im Winter zum Hochofen gebracht und zu Roheisen geschmolzen. Die
Weiterverarbeitung zu Nägeln, Draht und Formstahl erfolgte im Hammerwerk
Mauterndorf. Eine technische Besonderheit stellt der Winderhitzer
dar, der zum Vorwärmen der Gebläseluft diente. Im Hochofenmuseum sind Schaustücke aus dem Bergbau und Eisenwesen zu sehen.
Interessantes in Thomatal:
Zu den bekanntesten Thomatalern zählt unbestritten der ehemalige Pfarrer der Gemeinde Valentin Pfeiffenberger. Valentin Pfeifenberger studierte Theologie und Philosophie und empfing die Priesterweihe
im Jahre 1940 im Salzburger Dom. Seit 1956 war er Pfarrer von Thomatal. Bekannt wurde Geistlicher Rat Pfeifenberger nicht nur durch sein auffälliges Äußeres, so trug er seit seiner Zeit als
Kooperator in Tirol eine Wildschönauer Schützentracht, sondern vor allem durch seine Vorliebe für außergewöhnliche Bräuche.
Ein besonderer Brauch wurde alljährlich am Palmsonntag gepflegt, als Pfeifenberger auf einem Esel reitend eine Prozession durch Thomatal anführte, in Anlehnung an den Einzug Jesu nach Jerusalem.
Weitere Bräuche, die durch den „Bischof vom Lungau“, wie Pfeifenberger genannt wurde, wiederbelebt wurden, waren unter anderem das sogenannte „Sauhaxnopfer“ oder der sogenannte „Rosstag“ am Tag des
heiligen Georg, an dem ein „Georgiritt“ veranstaltet wurde.