Ramingstein ist eine von 15 Gemeinden im südöstlichen Salzburger
Bezirk Tamsweg, direkt im Dreiländereck Salzburg, Steiermark und
Kärnten. Ramingstein liegt als einzige Gemeinde im Lungau auf unter 1000 Höhenmetern, ganz genau sind es 970 Meter. An den Ufern der Mur gelegen, erstreckt sich die knapp 1.400
Einwohner zählende Gemeinde Ramingstein über eine Gesamtfläche von 94 km², die sich auf die Katastralgemeinden Ramingstein, Mignitz, Kendlbruck und Karneralm aufteilen.
Historisches über :
Über drei Jahrhunderte hinweg, vom 15. bis ins 18. Jahrhundert, war
Ramingstein ist eine von 15 Gemeinden im südöstlichen Salzburger
Bezirk Tamsweg, direkt im Dreiländereck Salzburg, Steiermark und
Kärnten. Ramingstein liegt als einzige Gemeinde im Lungau auf unter 1000 Höhenmetern, ganz genau sind es 970 Meter. An den Ufern der Mur gelegen, erstreckt sich die knapp 1.400
Einwohner zählende Gemeinde Ramingstein über eine Gesamtfläche von 94 km², die sich auf die Katastralgemeinden Ramingstein, Mignitz, Kendlbruck und Karneralm aufteilen.
Historisches über :
Über drei Jahrhunderte hinweg, vom 15. bis ins 18. Jahrhundert, war Ramingstein das Salzburger Bergbauzentrum. Kendlbruck war die Hauptabbaustätte für Eisenerz, in Ramingstein selbst förderten die
Bergleute Blei, Marmor und vor allem Silber zu Tage. Im Mittelalter war Ramingstein, dessen erste urkundliche Erwähnung zurück auf das Jahr 1139 datiert wird, sogar eine der größten Bergbaustätten in
ganz Mitteleuropa. Nach dem Abebben des Bergbaus widmete man sich in Ramingstein vermehrt dem Fremdenverkehr, wobei diesen Anstrengungen durch den verheerenden Waldbrand im Jahr 1841 ein herber
Rückschlag zuteil wurde. Erst im beginnenden 20. Jahrhundert konnte an die alten Pläne angeschlossen werden.
Ausflugsziele in und um Ramingstein:
Für gesundheitsbewusste Besucher von Ramingstein ist das ehemalige Silberbergwerk Anlaufstelle Nr. 1. Neben dem Schaubergwerk, in dem man einen guten Einblick in die Geschichte des Silberabbaus in
Ramingstein gewinnen kann und dem Silbermarkt, der sich alljährlich mit der Tradition des Bergbaues und der vielschichtigen Verwendung von Silber beschäftigt, ist vor allem das Atemzentrum im Inneren
des Berges erwähnenswert. Hier sind es in erster Linie drei wesentliche Punkte, die zum Wohlbefinden der Gäste beitragen – nämlich die angenehme Stille, eine nicht nur an heißen Tagen anregende Kühle
(konstante Temperatur von +8°C) sowie last but not least die Dunkelheit, die hier nicht beunruhigen, sondern entspannen soll. Das Ziel ist es, den Stress abzubauen und zur inneren Ruhe zu finden, was
durch die sauerstoffreiche, pollenfreie Luft im Inneren des Stollens auch bei Erkrankungen der Atemwege eine wahre Wohltat für Geist und Körper darstellt.
Die Burg Finstergrün – „geistreiches“ Erbe in Ramingstein:
Das weithin sichtbare, über den Ort Ramingstein thronende Wahrzeichen der Lungauer Gemeinde wurde vermutlich schon im 12. Jahrhundert gegründet. Von diesem Teil sind allerdings nur noch Ruinen
vorhanden. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der heute sichtbare Bau fertig, der an die alten Gemäuer der früheren Grenzbefestigung anschließt und sich harmonisch in das Landschaftsbild
integriert. Seinen Namen hat die Burg von der alten Bezeichnung „finstre Gruam“, womit wahrscheinlich eine dunkle Kluft (finsterer Graben) gemeint war, die sich unweit der Burg befand.
Seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts ist die Burg im Besitz der Evangelischen Jugend Österreichs, und seit dieser Zeit häufen sich auch die Berichte über einen ganz besonderen Bewohner der
Burg: der „Finsterling“ treibt als Burggeist in den Räumen angeblich sein Unwesen. Allerdings handelt es sich hier nur eine Erfindung des Tourismusvereines, der den kleinen Knilch auch im offiziellen
Logo der Burg verewigt hat. Heute wird neben zahlreichen Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche auch alljährlich im September ein Burgfest abgehalten, bei dem es Unterhaltung und Kulinarik für
Groß und Klein geboten wird. Außerdem ist in der Burg eine Jugendherberge untergebracht.
Ramingstein – Dorf der Künstler:
Unter dieser Bezeichnung hat sich die Lungauer Gemeinde Ramingstein über die letzten Jahre hinweg in ganz Österreich einen Namen gemacht. Schuld daran ist vor allem der Jagglerhof, der in seinen 400
Jahren alten Gemäuern Platz für insgesamt drei Bühnen bietet und sich somit zu einem Kunst-und Kulturzentrum für die gesamte Region entwickelt hat. Neben Symposien, Ausstellungen, und
Theateraufführungen bieten laufende Workshops und internationale Festivals dem Besucher ein umfangreiches Kulturangebot.
Brauchtumspflege in Ramingstein:
So wie gesamten Lungau wird auch in Ramingstein großen Wert auf den Erhalt des Brauchtums gelegt. Über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannt ist der Samsonumzug, bei dem jedes Jahr zu Frühlingsbeginn
eine 6 m hohe und rund 80 kg schwere Figur quer durch den Ort getragen wird. Sie soll an die Bergbautradition von Ramingstein errinnern. Auch weitere traditionelle Feste wie das
David-und-Goliath-Spiel im Rahmen des Erntedankfestes oder die Sonnwendfeier prägen das volkskulturelle Leben von Ramingstein.
Aktivitäten in und um Ramingstein:
Sportbegeisterte sind zu jeder Jahreszeit im Ramingstein herzlich willkommen. Im Sommer laden Angeln, Gleitschirmfliegen oder Klettern und Reiten in die Lungauer Gemeinde, wo sich auch für
Wasserratten an den Ufern der Mur zahlreiche Möglichkeiten bieten. Wintersportler werden im nahe gelegenen
Skigebiet
Innerkrems-Schönfeld-Karneralm fündig, wo nicht nur zahlreiche Abfahrten, sondern auch 20 bestens gespurte Loipenkilometer den Besucher erwarten. Das ganze Jahr über möglich sind Wanderungen, ob
auf Schusters Rappen oder mit dem Drahtesel, rund um Ramingstein entlang der zahlreichen Wege, von denen einige sich auch gewissen Themen widmen. Aber auch eine Fahrt mit der Murtalbahn könnte dem
einen oder anderen Gast in Ramingstein durchaus gefallen.