Ampflwang im Hausruckwald gehört zum oberösterreichischen
Bezirk Vöcklabruck und liegt auf 566 Metern Seehöhe im Hausruckviertel. Rund
3.600 Einwohner der Marktgemeinde Ampflwang verteilen sich auf einer Fläche von 21 Quadratkilometern über insgesamt 18 Ortsteile, zu denen unter anderem Aigen, Schachen und Wassenbach
zählen.
Aus der Geschichte von Ampflwang:
Nach der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes im Jahre 1169 war in und um Ampflwang über Jahrhunderte hinweg in erster Linie die Landwirtschaft vorrangig. Eine Wende brachte das Jahr 1766, als in
den Hängen der Umgebung erste Braunkohlefunde gemacht wurden. Damit gewann die Region, die seit 1814 nach einigen Konflikten und kriegerischen Handlungen wieder zu Österreich gehört, immer mehr an
Bedeutung.
Allein in der Zwischenkriegszeit der 20er Jahre stieg die Bevölkerungszahl auf über 2.000, der Großteil der Bevölkerung war in Bergbaubetrieben tätig. Dies hatte zur Folge, dass sich die gesamte
Region von einer landwirtschaftlich orientierten zu einer industriellen wandelte. Bis Anfang der 70er Jahre wuchs die Einwohnerzahl auf über 4.000, und in diese Zeit fällt auch die Erhebung der
Gemeinde zum Markt. Doch die Tage des Braunkohleabbaues waren gezählt. Weil die Weltmarktpreise im Laufe der Zeit immer mehr Differenz zu den Förderungskosten aufwiesen, wurde die Kohlenwerks AG, die
nahezu alle Bergbaubetriebe unter sich vereinigte, schließlich 1995 endgültig aufgelöst. Heute baut noch ein kleiner Betrieb etwas Braunkohle ab, doch die wirtschaftliche Bedeutung ist gleich
Null.
Andere Orte hätten wahrscheinlich bei solch einer Entwicklung den Kopf in den Sand gesteckt, doch die Gemeindeväter von Ampflwang ahnten schon Anfang der 60er Jahre, dass die Zukunft der
Marktgemeinde woanders liegt. Und so erfolgte der Beschluss, aus Ampflwang eine für Touristen interessante Gemeinde zu machen. Heute liegt das Hauptaugenmerk im Reitsport, darüber hinaus werden aber
zahlreiche Aktivitäten für den Besucher geboten.
Sehenswürdigkeiten von Ampflwang:
Im Ortskern von Ampflwang erhebt sich die katholische Pfarrkirche. Sie hat ihre Ursprünge im späten 12. Jahrhundert und ist dem Hl. Martin geweiht. Besonders sehenswert sind neben den antiken
Glasfenstern die wunderschönen Schnitzwerke, die aus der Neugotik stammen sowie das Altarkreuz und das Andachtsbild, welches die Bedeutung von Ampflwang als Wallfahrtsort ins Gedächtnis rufen soll.
Darüber hinaus erinnert die Bergmannsmission, die der Evangelischen Gemeinde von Ampflwang zugerechnet wird, an die Glanzzeit der Marktgemeinde als Bergbauort.
Am Ortsrand von Ampflwang liegt jene Sehenswürdigkeit, die vor allem für Pferdefreunde von großem Interesse sein dürfte. Im größten Gestüt für Islandpferde in Europa warten rund 600 Vertreter der
robusten Kleinpferde auf die Besucher. Das Zentrum trug außerdem dazu bei, dass sich Ampflwang über die Jahre zu einem international bekannten Reiterdorf mit unzähligen Reitwegen entwickelte.
Für Freunde der Eisenbahnnostalgie kann Ampflwang ebenfalls mit einer Besonderheit aufwarten. Seit einigen Jahren betreibt die Gesellschaft für Eisenbahngeschichte in der Marktgemeinde ein
Eisenbahnmuseum, das unter anderem eine umfangreiche Sammlung von Lokomotiven und Triebwagen beherbergt. Untergebracht wurde die Schau in der Endstation der Montanbahn, die von
Timelkam nach Ampflwang führte und hauptsächlich die geförderte Braunkohle transportierte. In den Sommermonaten kann man das Museum über die
alte Montanbahn-Strecke erreichen. Bei der oberösterreichischen Landesausstellung im Jahr 2006, die unter dem Namen „Kohle und Dampf“ lief, war das Museum zentraler Ausgangspunkt für Besuche der
weiteren Ausstellungsorte.
Aktivitäten in und um Ampflwang:
Neben den bereits erwähnten Reitwegen, die rund um Ampflwang führen, bietet sich dem Besucher eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich sportlich zu
betätigen. Die Marktgemeinde Ampflwang verfügt über ein sage und schreibe 420 km langes Wegenetz, auf dem zum einen Spaziergänger, aber auch Ross und Reiter vom Alltag abschalten können.
Die größte Palette an Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung bietet allerdings der Robinson-Ferienclub, der auf einer Gesamtfläche von über 450.000 m² nicht Bogenschießen, Golf und Squash im
Angebot hat, sondern darüber hinaus auch noch mit einer eigenen Reitanlage, mehreren Tennisplätzen im In- und Outdoor-Bereich sowie einem großen Wellness-Bereich auf seine Besucher wartet.
Wandervögel können vom Club aus gezielte Touren in die sanft hügelige Landschaft des Hausruckviertels unternehmen.
Nicht zuletzt die Ansiedelung der Ferienanlage sorgte in den letzten Jahren dafür, dass Ampflwang pro Jahr rund 110.000 Nächtigungen verbuchen kann und somit zu einer der größten Tourismusgemeinden
in Land ob der Enns wurde.