St. Peter ist ein Stadtteil von Linz im Bundesland Oberösterreich. Es wird im Osten von der Donau und im Süden von der Traun begrenzt. Die Fläche von Linz-St. Peter beträgt 9,14 km² und seine
Einwohnerzahl rund 300. Der Stadtteil wurde 1915 eingemeindet. Die geringe Bevölkerungszahl beruht auf dem Umstand, dass in Linz-St. Peter die Vöestalpine und der Chemiepark Linz liegen. Nach einer
Änderung des Flächenwidmungsplans von 1934 wurde das Stadtgebiet St. Peter in Industriegebiet umgewidmet.
Aus der Geschichte von Linz-St. Peter:
Der Ort
St. Peter ist ein Stadtteil von Linz im Bundesland Oberösterreich. Es wird im Osten von der Donau und im Süden von der Traun begrenzt. Die Fläche von Linz-St. Peter beträgt 9,14 km² und seine Einwohnerzahl rund 300. Der Stadtteil wurde 1915 eingemeindet. Die geringe Bevölkerungszahl beruht auf dem Umstand, dass in Linz-St. Peter die Vöestalpine und der Chemiepark Linz liegen. Nach einer Änderung des Flächenwidmungsplans von 1934 wurde das Stadtgebiet St. Peter in Industriegebiet umgewidmet.
Aus der Geschichte von Linz-St. Peter:
Der Ort St. Peter, an der Mündung der Traun in die Donau, lag in einem uralten Siedlungsgebiet, das durch Funde in der Region dem Neolithikum und der Bronzezeit zuzuordnen ist. Im Jahr 885 wurde die Ortschaft „Taberesham“ urkundlich erwähnt. Sehr wahrscheinlich handelte es sich dabei bereits um das spätere St. Peter. Erst im 17. Jahrhundert wurde der Name „Taberesham“ oder „Taffersheim“ bzw. „Tauersheim“ zu „St. Peter in der Zizlau“ oder „St. Peter in der Au“.
Bedeutung erlangte das heutige St. Peter als Mautstelle, durch seine Lage an der Traunmündung. Auf dem Verkehrsweg über die Traun und die Donau wurde Salz aus Salzburg und Bayern transportiert. Im 12. Jahrhundert wurde vom Erzstift St. Peter in Salzburg eine Kirche oder Kapelle errichtet. 1633 wurde die Pfarre „Taversheim vulgo St. Peter in der Au“ erwähnt. Mit der Einführung des Salzfreihandels 1824 verlor St. Peter seinen Status als wichtiger Verkehrshandelspunkt.
Mit der Eröffnung der Pferdeeisenbahn 1832 wurde St. Peter-Zizlau in das Schienennetz eingebunden und gewann in dieser Zeit noch einmal an Bedeutung. 1851 wurde St. Peter eine selbstständige Gemeinde, 1863 selbstständige Pfarre. 1915 wurde der Ort schließlich nach Linz eingemeindet. 1938, mit dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft, wurde St. Peter abgesiedelt, um der Industrie Platz zu machen. 4.500 Einwohner wurden in andere Stadtteile umgesiedelt. Die ehemaligen Hermann-Göring-Werke sind heute die Vöestalpine, der größte eisenverarbeitende Betrieb Österreichs.