Die Marktgemeinde Rainbach im Mühlkreis, eine Gemeinde im
Bezirk Freistadt, liegt 719 Meter über dem Meeresspiegel, eingebettet in die hügelige
Granitlandschaft des Mühlviertels. Die rund 3.000 Einwohner zählende Gemeinde Rainbach im Mühlkreis besteht aus insgesamt 13 Ortsteilen, die sich über eine Gesamtfläche von 49 km² erstrecken und zu
denen unter anderem Sonnberg, Summerau, Zulissen, Labach, und Kerschbaum gehören.
Geschichtliches über Rainbach im Mühlkreis:
Ab dem Beginn des 12. Jahrhunderts wird mit der Besiedelung des heutigen Gemeindegebietes von Rainbach im Mühlkreis
Die Marktgemeinde Rainbach im Mühlkreis, eine Gemeinde im
Bezirk Freistadt, liegt 719 Meter über dem Meeresspiegel, eingebettet in die hügelige
Granitlandschaft des Mühlviertels. Die rund 3.000 Einwohner zählende Gemeinde Rainbach im Mühlkreis besteht aus insgesamt 13 Ortsteilen, die sich über eine Gesamtfläche von 49 km² erstrecken und zu
denen unter anderem Sonnberg, Summerau, Zulissen, Labach, und Kerschbaum gehören.
Geschichtliches über Rainbach im Mühlkreis:
Ab dem Beginn des 12. Jahrhunderts wird mit der Besiedelung des heutigen Gemeindegebietes von Rainbach im Mühlkreis begonnen. Schon bald darauf wird die Gemeinde von damals vorherrschenden
Bayernherzogen an das Herzogtum Österreich übergeben. Bis ins frühe 18. Jahrhundert waren es vor allem Krankheiten und Kriegshandlungen, die den Ort heimsuchten. Von den Schweden im Dreißigjährigen
Krieg bis hin zur Pest, einer Hungersnot und den Franzosen während der Napoleonischen Kriege war so ziemlich alles vertreten in Rainbach im Mühlkreis.
Einen ersten positiven Impuls erhielt die Gemeinde im Jahr 1832, als die Pferdeeisenbahn auf der Strecke von Budweis nach
Linz in
Betrieb genommen wurde und ein Teil der 129 km langen Gesamtstrecke auch durch Rainbach im Mühlkreis führte. Damit wurde der kleine Mühlviertler Ort zu einer wichtigen Zwischenstation für Händler aus
dem Norden und dem Süden. Von den Wirren des Ersten Weltkrieges blieb Rainbach im Mühlkreis relativ verschont, erst der Zweite Weltkrieg brachte wieder Kampfhandlungen in die Umgebung der Gemeinde.
Die deutschen Truppen nutzten Rainbach als Sammelpunkt für den Einmarsch im tschechischen Sudetenland.
Auch nach der Kapitulation Deutschlands war Rainbach im Mühlkreis für einige Zeit fest in militärischer Hand. Sowohl die allierten Truppen aus dem Westen als auch die russischen Soldaten aus dem
Norden nahmen die Gemeinde und damit einige der öffentlichen Gebäude in Beschlag. Seit den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich Rainbach im Mühlkreis wirtschaftlich und touristisch
erfangen, was nicht zuletzt in der Krönung Rainbachs zum schönsten Dorf Oberösterreichs gipfelte, ehe Rainbach im Jahr 1985 zum Markt erhoben wurde.
Sehenswürdigkeiten in und um Rainbach im Mühlkreis:
Betrachtet man die sehenswerten Ziele in Rainbach genauer, so fällt auf, dass die Geschichte hier immer und überall präsent ist. Allen voran erwähnenswert ist hier das Pferdeeisenbahnmuseum, welches
seit 1996 in der ehemaligen Station Kerschbaum beheimatet ist. Das Gebäude wurde liebevoll renoviert und ist heute Ausgangspunkt für Ausflugsfahrten mit dem Luxuswagen „Hannibal“ auf der 500 m langen
Strecke, die Einblicke in das Tagesgeschäft der damals ersten Überlandbahn auf dem europäischen Kontinent gibt. Im Museum selbst warten unzählige Exponate wie zum Beispiel Originalfahrkarten oder ein
Diensthut und ein Gala-Zaumzeug aus der Glanzzeit der Eisenbahn auf die Besucher, die, im Gegensatz zu vielen anderen Museen, die Ausstellungsstücke nicht hinter Glas betrachten müssen.
Kurioses und Interessantes zum Thema Wäsche und Wäschepflege bietet das Wäschepflegemuseum von Rainbach im Mühlkreis, das einzigartig in Österreich ist. In der Schau erfahren Besucher nicht allerhand
Wissenswertes zur Entwicklung der Wäschepflege von den beschwerlichen Anfängen bis hin zur heutigen nahezu vollautomatisierten Leichtigkeit, es gibt auch jede Menge ungewöhnlicher und kurioser Geräte
als früherer Zeit zu sehen, die dafür gedacht waren, unseren weiblichen Vorfahren die Pflege der Wäsche zu erleichtern. Darüber hinaus gibt es noch Informationen über die Entwicklung der Waschmittel,
deren Wirkung auf die Umwelt und wie sie in alter Zeit beworben wurden. In einer zweiten Ausstellung liegt das Hauptaugenmerk auf der Geschichte der Unterwäsche und der damit verbundenen
Körperhygiene.
Das nächste lohnenswerte Ziel in Rainbach im Mühlkreis ist die gotische Pfarrkirche, deren Ursprünge vermutlich bereits ins frühe 14. Jahrhundert zurückführen. Der heutige Bau wurde auf den
Überresten der ersten Kirche erbaut und stammt aus dem letzten Drittel des 15. Jahrhunderts. Dabei wurde auch der bis heute weithin sichtbare, wuchtige Keildachturm dazugebaut. Ein ganz besonderes
Juwel von Rainbach im Mühlkreis und seiner Pfarrkirche sind die Fenster, die 1963 von der Künstlerin Margret Bilger geschaffen und während einer Renovierung eingebaut wurden. Die Bilder stehen im
Gegensatz zur schlichten Bauweise der Kirche und erhalten so den noblen Rahmen. Das Kreuzrippengewölbe im Langhaus des Sakralbaus hat keinen Schlussstein und ist somit das älteste dieser Art im
ganzen Mühlviertel.
Unweit der Gemeinde Rainbach im Mühlkreis erwartet ein besonders mystischer Ort die Besucher – der Heidenstein. Als „Ort der Kraft“ war das Felsengebilde aus Weinsberger Granit schon zu Urzeiten ein
Treffpunkt für die ansässigen und durchziehenden Völker der damaligen Zeit. Historiker gehen davon aus, dass am Heidenstein bis zu achtmal im Jahr Feste stattfanden, bei denen es neben Handel und
Politik auch um Gerichtsverhandlungen ging, worauf Aufzeichnungen aus umliegenden Archiven hindeuten. Desweiteren wurde der Heidenstein auch intensiv für Beobachtungen der Himmelskörper genutzt und
so schon sehr bald zu einem natürlichen Observatorium. Der Grund dafür liegt wohl darin, dass man, mit Hilfe der umliegenden Berggipfel, der Kirchturmspitzen und der Klöster sehr leicht die Sommer-
und Wintersonnenwende bestimmen kann. Vor einigen Jahren wurde damit begonnen, die Kultstätte und seine Umgebung zu vermessen, und schon kurz darauf wurde der Heidenstein als Gesamtes unter
Naturschutz gestellt. Kurios ist die Tatsache, dass die drei sich im Stein befindlichen Wasserschalen selbst bei langanhaltenden Trockenperioden immer mit Wasser gefüllt sind. Die Natur – das größte
Mysterium der Welt.
Aktivitäten rund um Rainbach im Mühlkreis:
Sommer- wie Wintersportbegeisterte sind in Rainbach im Mühlkreis herzlich willkommen. Vom Angeln über Badminton, Beach-Volleyball und Minigolfen bis hin zu wunderbaren Wander- und Radausflügen reicht
das sommerliche Angebot, die Freunde des Wintersportes sind im nahegelegenen Loipenparadies Freiwald goldrichtig. Ein Tennisplatz, das örtliche Freibad sowie ein Reitstall runden das Freizeitangebot
von Rainbach im Mühlkreis ab.