Die Gemeinde im oberösterreichischen
Bezirk Eferding liegt auf einer Höhe von 397 Metern und gehört zum Hausruckviertel. Die 2.200 Einwohner
zählende Gemeinde Scharten besteht aus insgesamt 12 Ortsteilen, die sich das rund 24 km² große Ortsgebiet unter sich aufteilen. Einen hohen Bekanntheitsgrad auch über die Grenzen von Oberösterreich
hinaus hat die Gemeinde durch die Erfindung der „Schartner Bombe“, einem Erfrischungsgetränk, erlangt.
Aus der Gemeindechronik von Scharten:
Die ersten Urkunden, in denen heutige Ortsteile von Scharten erwähnt werden, stammen aus dem 13.
Die Gemeinde im oberösterreichischen
Bezirk Eferding liegt auf einer Höhe von 397 Metern und gehört zum Hausruckviertel. Die 2.200 Einwohner
zählende Gemeinde Scharten besteht aus insgesamt 12 Ortsteilen, die sich das rund 24 km² große Ortsgebiet unter sich aufteilen. Einen hohen Bekanntheitsgrad auch über die Grenzen von Oberösterreich
hinaus hat die Gemeinde durch die Erfindung der „Schartner Bombe“, einem Erfrischungsgetränk, erlangt.
Aus der Gemeindechronik von Scharten:
Die ersten Urkunden, in denen heutige Ortsteile von Scharten erwähnt werden, stammen aus dem 13. Jahrhundert. Seinen Namen hat die Gemeinde
im Hausruckviertel vom mittelhochdeutschen Wort „Scharte“, womit eine Einkerbung oder ein Einschnitt bezeichnet wird. Bis ins mittlere 19. Jahrhundert unterschiedlichen Grundherren wie den Bischöfen
von Passau oder den Starhembergern. Danach wurden die beiden schon früher gegründeten Katastralgemeinden zu einer größeren Gemeinde zusammengefasst. Seit dem Ende des Ersten Weltkrieges im Jahr 1918
gehört Scharten zur Republik Österreich und teilte somit die weitere wechselvolle Geschichte des Landes mit.
Scharten und die flüssige „Bombe“:
Es war noch vor den Wirren des Ersten Weltkrieges, als man im Schartener Ortsteil Leppersdorf auf eine unterirdische Quelle stieß. Das Wasser aus dieser Quelle floss mit einer durchschnittlichen
Temperatur von 21°C in einen Brunnen und wurde schon bald nach seiner Entdeckung für ein Badehaus verwendet. Darüber hinaus wurde das Wasser auch gerne getrunken. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam das
Gebiet um die Quelle in den Besitz der Welser Unternehmerfamilie Bartenstein. Horst, der Sohn der Familie, war ein kluger Geschäftsmann und begann damit, das Quellwasser unter dem noch heute
geläufigen Namen „Schartner Bombe“ zu vertreiben. Mit sichtlichem Erfolg, denn die erfrischende Limonade wird heute noch in ganz Österreich gerne gekauft.
Sehenswürdigkeiten von Scharten:
Es sind zwei Kirchenbauten, die für Besucher in Scharten interessant sind. Zum einen die katholische Wallfahrtskirche Maria Scharten, die im Ortsteil Oberscharten liegt. In einer Urkunde von Papst
Bonifaz IX. ist bereits zu Beginn des 15. Jahrhunderts von einer Kirche an der Stelle die Rede. Der heutige Bau wurde 1506 unter der Herrschaft der Schaunberger in Angriff genommen, aber erst 1632
fertiggestellt, nachdem die Kriege und Wirren der Reformationszeit einen Baustopp veranlassten. Besonders sehenswert im Inneren ist der Hochaltar, der im Zentrum die um das Jahr 1510 entstandene
Gnadenstatue beherbergt. Ebenfalls mehr als sehenswert sind die Seitenaltäre, auf denen, ebenso wie am Hochaltar, Szenen aus dem Leben der Heiligen Mutter Maria gezeigt werden. Seit dem Beginn des
15. Jahrhunderts ist Scharten übrigens auch ein beliebtes Ziel für Wallfahrer.
Im Ortsteil Unterscharten wurde 1782, ein Jahr, nachdem das Toleranzpatent von Kaiser Joseph II. in Kraft trat, das erste, aus Holz bestehende Bethaus für den evangelischen Teil der Bevölkerung
errichtet, das erste in ganz Oberösterreich. 1819 wurde an selber Stelle ein gemauertes Bethaus errichtet. Bis die Kirche ihr heutiges Aussehen erhielt, dauerte es allerdings noch einige Zeit. 1900
wurde der Turm hinzugebaut, und 1911 war der Umbau vom Bethaus zur heutigen Toleranzkirche abgeschlossen.
Aktivitäten in und um Scharten:
Eingebettet in die sanfte Hügellandschaft des Hausruckviertels, bieten sich in Scharten gleich zwei Möglichkeiten, die Schönheiten und Kleinode der Umgebung kennen zu lernen. Entweder man schwingt
sich auf den Drahtesel und tritt in die Pedale, oder man schnürt die Wanderschuhe und macht sich auf Schusters Rappen auf den Weg. Für beide Passionen gibt es unzählige Wege, die von Scharten aus auf
Roithenkogel oder zur Hubertuskapelle führen. Besonders reizvoll ist übrigens eine Frühlingswanderung in der Region Scharten, denn dann blühen nämlich Hunderte von Kirschbäumen, deren Früchte
Scharten in ganz Oberösterreich bekannt gemacht haben. Zusätzlich dazu bietet Scharten auch noch Möglichkeiten zum Tennis, Kegeln oder Squashen.
Eine ganz besondere Attraktion liegt zwischen den Gemeinden Scharten und
St. Marienkirchen an der Polsenz. Dort
wird seit einigen Jahren der Naturpark Obst-Hügel-Land geführt. Neben den unzähligen unterschiedlichen Obstbäumen, die die Besucher sowohl mit ihrer Blütenpracht als auch mit ihrem Fruchtbestand
begeistern, kann man hier durch die hügelige Landschaft wandern, den Ausblick ins Alpenvorland und ins Gebirge genießen und nebenbei auch noch die eine oder andere Obstköstlichkeit probieren. Auch
diverse Sorten der oberösterreichischen Landessäure Most werden im Naturpark angeboten.