Waldhausen ist eine kleine Gemeinde im
Bezirk Zwettl, im österreichischen Bundesland Niederösterreich. Auf einer Gesamtfläche von 39,85 km² zählt
die Gemeinde Waldhausen rund 1.400 Einwohner und liegt auf 682 Meter Seehöhe im Herzen des Waldviertel, südöstlich der Bezirkshauptstadt Zwettl. Die insgesamt 12 Katastralgemeinden sind Brand,
Gutenbrunn, Hirschenschlag, Königsbach, Loschberg, Niedernondorf, Niederwaltenreith, Obernondorf, Rappoltschlag, Waldhausen, Werschenschlag, Wiesenreith.
Aus der Geschichte der Marktgemeinde Waldhausen
Als schon sehr alte Ansiedlung im
Waldhausen ist eine kleine Gemeinde im
Bezirk Zwettl, im österreichischen Bundesland Niederösterreich. Auf einer Gesamtfläche von 39,85 km² zählt
die Gemeinde Waldhausen rund 1.400 Einwohner und liegt auf 682 Meter Seehöhe im Herzen des Waldviertel, südöstlich der Bezirkshauptstadt Zwettl. Die insgesamt 12 Katastralgemeinden sind Brand,
Gutenbrunn, Hirschenschlag, Königsbach, Loschberg, Niedernondorf, Niederwaltenreith, Obernondorf, Rappoltschlag, Waldhausen, Werschenschlag, Wiesenreith.
Aus der Geschichte der Marktgemeinde Waldhausen
Als schon sehr alte Ansiedlung im Kernland Niederösterreich teilt die Gemeinde Waldhausen die lange Geschichte Österreichs im besonderen. Aus dem Mittelalter sind noch heute Reste der
mittelalterlichen Burg Lozburg zu sehen und zu besichtigen.
Zum markantesten Ereignis der neueren Geschichte zählt der Fund der aus dem Kunsthistorischen Museum Wien geraubten "Saliera", die in der Katastralgemeinde Brand im Jahr 2006 in einem Versteck wieder
gefunden wurde.
Ein Jahr später fegte der gewaltige Orkan Kyrill auch über das Waldviertel und hinterließ nachhaltige Spuren, die allerdings auch etwas Positives mit sich brachten: Der Bahnverkehr auf der Strecke
Zwettl und Martinsberg-Gutenbrunn wurde wieder mehr für den Lastentransport, das Schadholz, verwendet.
Sehenswertes in und um Waldhausen
Ein wunderschönes Ausflugsziel in der Nachbargemeinde
Ottenschlag ist das prachtvolle gleichnamige Schloss
Ottenschlag. Aus dem Namen geht schon hervor, dass der Ort durch Rodungen im Mittelalter entstand. Die damalige Burg geht auf einen Ministerialen des Markgrafen Leopold II, namens Otto zurück, der im
11. Jahrhundert, um das Jahr 1096 die Burg bewohnte. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts war Ottenschlag freies Eigen der Herren von Maissau.
Nach dem Aussterben des Geschlechtes der Maissauer kam die Burg an Georg Scheck vom Wald. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts, während der Ungarnkriege besetzte Johannes von Sternberg die
frühmittelalterliche Burg, wenig später erwarb König Matthias Corvinus Caspar von Rogendorf die prächtige Anlage. Ihr heutiges Aussehen erhielt das heutige Schloss Ottenschlag durch Wolfgang von
Rogendorf, der zwischen 1523 bis 1554 eine ringförmige Vorburg um die bestehende Hochburg errichten ließ. In den folgenden Jahrhunderten wechselte das schöne Schloss oftmals ihre Besitzer, bis sie im
Jahre 1986 unter die Verwaltung des Landes Niederösterreich kam.
Strukturelle Erschließung der Gemeinde Waldhausen
Die Gemeinden Waldhausen wurde durch die Lokalbahn Schwarzenau - Zwettl - Martinsberg mit dem Öffentlichen Bahnverkehr erschlossen. Die Strecke wurde in Normalspurweite (1.435 mm) gebaut und wurde
für eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h ausgerichtet. Bereits im Jahr 1896 wurde die Lokalbahn eröffnet um nach 90 Jahren Betrieb mangels Auslastung ab Zwettl wieder eigestellt zu werden. Der
Martinsberger Lokalbahnverein hält allerdings der Tradition die Treue und veranstaltet gelegentlich Sonderfahrten mit Dampflokomotiven auf der Strecke zwischen Zwettl und
Martinsberg-Gutenbrunn.
Eine Umweltkatastrophe, der Orkan Kyrill, der in der Nacht vom 18. auf den 19. Jänner 2007 über das Land fegte, ist Ursache dafür, daß die Bahnstrecke bis heute wieder mehr für den Lastentransport
verwendet wird. Unmengen von Schadholz werden mit der Bahn in die umliegenden holzverarbeitenden Betriebe transportiert.
Wanderregion Waldviertel - Waldhausen
Waldhausen bietet sich durch die geografische Lage wie auch durch die landschaftliche Gestaltung ideal als Wanderland in Niederösterreich an. Eine ganze Reihe von definierten und markierten
Wanderwegen führt von oder durch Waldhausen. So führt auch der Waldviertler Kulturpfad 665, ein Rundwanderweg mit einer Gesamtlänge von 106 Kilometern, durch die Waldviertler Gemeinde.