Gramatneusiedl ist eine Marktgemeinde im
Bezirk Wien-Umgebung im Bundesland Niederösterreich und liegt im Industrieviertel südlich von
Wien im Wiener Becken. Die Fläche beträgt 7 Quadratkilometern und die Einwohnerzahl rund 2.300. Bekannt ist Gramatneusiedl vor allem durch die historische Arbeitersiedlung Marienthal.
Aus der Geschichte von Gramatneusiedl:
Gramatneusiedl tauchte urkundlich das erste Mal im Jahr 1120 unter den Namen „Niusidel“, „Gezenniusidelen“ und „Habemniusidelen“ auf. 1400 wurde die Kapelle St. Peter und Paul eingeweiht. Zweimal,
1529 und 1683,
Gramatneusiedl ist eine Marktgemeinde im
Bezirk Wien-Umgebung im Bundesland Niederösterreich und liegt im Industrieviertel südlich von
Wien im Wiener Becken. Die Fläche beträgt 7 Quadratkilometern und die Einwohnerzahl rund 2.300. Bekannt ist Gramatneusiedl vor allem durch die historische Arbeitersiedlung Marienthal.
Aus der Geschichte von Gramatneusiedl:
Gramatneusiedl tauchte urkundlich das erste Mal im Jahr 1120 unter den Namen „Niusidel“, „Gezenniusidelen“ und „Habemniusidelen“ auf. 1400 wurde die Kapelle St. Peter und Paul eingeweiht. Zweimal,
1529 und 1683, wurde Gramatneusiedl von den Türken heimgesucht und zerstört. 1668 wurde unter Leopold I. das Wiener Domkapitel als alleiniger Grundherr des Gebietes bestimmt.
1818 erfolgte die Gründung einer Flachsspinnfabrik in der Theresienmühle. Sie wurde 1823 erstmals als „Marienthal“ in einer Urkunde genannt. 1831 kaufte Hermann Todesco die Fabrik Marienthal und
lässt sie nach dem Niederriss neu aufbauen. Sein Sohn verlegt sie 1845 auf das Gelände der „Ladenmühle“ an der Fischa. Das Altgebäude wurde zu einem Arbeiterwohnhaus umgebaut. Außerdem wurde ein
neues Wohnhaus für die damals ca. 1.000 Beschäftigten errichtet. 1840 erkauften die Gramatneusiedler Bauern ihre Freiheit von der Grundherrschaft des Domkapitels und nannten sich die „freie Gemeinde
Grammatneusiedl“.
Im 19. Jahrhundert suchte die Cholera die Ortschaft dreimal heim und auch der erste Weltkrieg forderte seine Opfer. 1929 erfolgte die Stilllegung der Fabrik Marienthal. Im dritten Reich wurde
Gramatneusiedl als Teil des neuen 23. Wiener Gemeindebezirks Schwechat dem Raum Groß-Wien eingliedert. 1950 wurde die Gemeinde eine eigene Pfarre und 1954 eigenständige Gemeinde. Die Erhebung zum
Markt erfolgte 1995.
Sehenswertes in Gramatneusiedl:
In Mitterndorf an der Fischa befindet sich das Automobil-und Motorradmuseum Austria. 200 Fahrzeuge vom Fahrrad bis zum Stockbus sind dort in fünf Hallen zu bewundern. Auch das älteste erhaltene Steyr
Automobil der Welt sowie zahlreiche Filmrequisiten sind in diesem Museum ausgestellt.
Interessantes über Gramatneusiedl:
Der österreichische Sozialdemokrat Otto Bauer regte die Durchführung einer Studie über die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit an. Unter der Leitung von Paul Felix Lazarsfeld wurde die zu dieser Zeit
stillgelegte Fabrik und Arbeitersiedlung Marienthal Gegenstand dieses Studienprojektes. 1933 erschien das Buch „Die Arbeitslosen von Marienthal“, das als Meilenstein in die soziologische Forschung
einging.