Scheibbs ist eine Stadtgemeinde und die Hauptstadt im Bezirk Scheibbs im Bundesland Niederösterreich. Es liegt im Mostviertel, in der niederösterreichischen Eisenwurzen. Die Gemeindefläche von
Scheibbs beträgt 45,82 km² und seine Einwohnerzahl rund 4.400. Scheibbs gliedert sich in 14 Kastralgemeinden und wird von der Großen Erlauf durchflossen.
Aus der Geschichte von Scheibbs:
Im 12. Jahrhundert wurde Scheibbs das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Name geht zurück auf Otto de Schibis, ein Gefolgsmann der Grafen von Peilstein. Vom 14. bis zum
Scheibbs ist eine Stadtgemeinde und die Hauptstadt im Bezirk Scheibbs im Bundesland Niederösterreich. Es liegt im Mostviertel, in der niederösterreichischen Eisenwurzen. Die Gemeindefläche von Scheibbs beträgt 45,82 km² und seine Einwohnerzahl rund 4.400. Scheibbs gliedert sich in 14 Kastralgemeinden und wird von der Großen Erlauf durchflossen.
Aus der Geschichte von Scheibbs:
Im 12. Jahrhundert wurde Scheibbs das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Name geht zurück auf Otto de Schibis, ein Gefolgsmann der Grafen von Peilstein. Vom 14. bis zum 18. Jahrhundert gehörten Markt und Burg Scheibbs der Kartause Gaming. Im Jahr 1352 erfolgte die Erhebung zur Stadt. Angriffe von den Türken im 16. und 17. Jahrhundert konnten von der Stadt erfolgreich abgewehrt werden.
Die steigende Erzproduktion am Erzberg im 16. Jahrhundert bescherten Scheibbs eine wirtschaftliche Hochblüte. Ein Großbrand im Jahr 1645 und ein Wirbelsturm im Jahr 1711 verwüsteten die Stadt schwer. Mit der Einführung einer Freihandelszone 1781/82 endete die wirtschaftliche Blütezeit. Mit der Gründung der „ersten k.k. Eisen-, Stahl- und Walzblechfabrik“ durch Andreas Töpper erhielt die Stadt neuerlichen wirtschaftlichen Aufschwung. 1877 erfolgte die Eröffnung der Erlauftal-Eisenbahn und 1923 die Gründung der Tonindustrie Scheibbs.
Sehenswertes in Scheibbs:
Eine der größten Kirchen in Niederösterreich, die Stadtpfarrkirche St. Magdalena, befindet sich in Scheibbs. Es ist eine dreischiffige, spätgotische Hallenkirche, die um 1500 errichtet und 1726 barockisiert wurde.
Die Klosterkirche St. Barbara wurde im 17. Jahrhundert mit dem Kloster von der Kartause Gaming errichtet. Es ist eine barocke Kapuzinerkirche mit Hochaltarbildern von Martin Johann Schmidt.
Schloss Scheibbs befindet sich im Zentrum von Scheibbs und war im Mittelalter vermutlich eine Burg-Kirchenanlage. Die Außenfassade ist schlicht mit einem mächtigen Bergfried.
Das Rathaus wurde 1583 errichtet und war ehemals ein Marktrichterhaus.
Die prächtigen Bürgerhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert mit Innenhöfen, Sgraffitofassaden und Renaissanceerkern zeugen vom früheren Reichtum der Stadt.
Im Schützenscheibenmuseum sind rund 250 historische Schützenscheiben zu sehen. Die Waffenfertigkeit der Scheibbser bewahrte sie zweimal vor dem Einfall der Türken.
Das Keramikmuseum Hottenroth ist eine Privatsammlung zur Tonindustrie Scheibbs mit über 2.000 Exponaten.
Die Töpperwerke Neubruck mit Schloss, Kapelle, Fabrikantengruft, Park und Fabrik von Andreas Töpper sind ein Überbleibsel aus der wirtschaftlichen Hochblüte der Stadt.
Erlebenswertes in Scheibbs:
Der Stadtpark, früher Steghofpark, hat sich durch den Bau der Bundesstraße stark verkleinert. Er dient heute mitunter als Veranstaltungsort.
Der Töpperpark ist der aufgelassene Friedhof, woran heute noch das Mausoleum der Familie Töpper, die Friedhofsmauer und das Eingangstor erinnern.