Purgstall an der Erlauf ist eine Marktgemeinde im Bezirk Scheibbs im Bundesland Niederösterreich und liegt im Mostviertel. Das „Tor zum Ötscherland“, wie die Gemeinde auch genannt wird, beherbergt
rund 6.200 Einwohner, die auf einer Fläche von 55,93 km² leben. Purgstall gliedert sich in die Kastralgemeinden Feichsen, Hochrieß, Petzelsdorf, Purgstall, Rogatsboden, Schauboden, Sölling,
Söllingerwald und Zehnbach.
Aus der Geschichte von Purgstall:
Der Ort Purgstall entstand um das Jahr 960 aus den zwei Dörfern Purchstal und Wyden,
Purgstall an der Erlauf ist eine Marktgemeinde im Bezirk Scheibbs im Bundesland Niederösterreich und liegt im Mostviertel. Das „Tor zum Ötscherland“, wie die Gemeinde auch genannt wird, beherbergt rund 6.200 Einwohner, die auf einer Fläche von 55,93 km² leben. Purgstall gliedert sich in die Kastralgemeinden Feichsen, Hochrieß, Petzelsdorf, Purgstall, Rogatsboden, Schauboden, Sölling, Söllingerwald und Zehnbach.
Aus der Geschichte von Purgstall:
Der Ort Purgstall entstand um das Jahr 960 aus den zwei Dörfern Purchstal und Wyden, die an beiden Seiten der Erlauf lagen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1158. Der Name der Gemeinde bedeutet „Standort einer Burg, einer Befestigung“.
Die ersten Siedler waren fränkische Ritter, die sich die Herren von Purchstale nannten. Nach deren Herrschaft wechselte der Besitz des Gebietes samt Schloss mehrmals. Unter den Eigentümern fanden sich die Walseer, die Grafen Auersperg und die Grafen Schaffgotsch. Purgstall erhielt 1360 das Marktrecht. 1430 wurde die Pfarrkirche eingeweiht. Das Recht auf Proviant- und Eisenhandel wurde den Purgstallern im Jahr 1603 eingeräumt.
1877 eröffnete die erste Eisenbahnstation. 1968 bis 1971 erfolgte die Zusammenlegung der Landgemeinden Rogatsboden, Zehnbach, Feichsen, Schauboden, Petzelsdorf, Sölling und Hochrieß mit Purgstall, wodurch sich das Gemeindegebiet erheblich vergrößerte.
Sehenswertes in Purgstall:
Das Schloss Burgstall war ursprünglich ein römisches Castell. Das Schloss entstand um das Jahr 960, als die Ritter von Purchstale sich in dem Gebiet niederließen. Das Anwesen vereint verschiedene Baustile. Besonders malerisch sind der Schlosshof und die Kapelle. An der nördlichen Seite befindet sich ein barocker Arkadengang und im Westen schmücken Renaissance-Säulenarkaden den Schlosshof.
Seit 1933 ist das Schloss im Besitz der Familie Klement Florian.
Die Pfarrkirche zum hl. Petrus ist eine dreischiffige spätgotische Hallenkirche. Das Altarbild von Karl Frister zeigt den hl. Petrus bei der Übernahme der Schlüssel für das Himmelreich. Sehenswert sind auch der Hochaltar, die Kanzel, die Orgel und das Tumbagrab von Volkhard und Elisabeth von Auersperg.
Das „Hochgericht“ ist eine kleine Kapelle und diente dem Landgericht Altschloss Purgstall als Richtstätte.
Der Wehrturm ist als einziger der ehemals fünf erhalten geblieben. Mit Hilfe der niederösterreichischen Dorferneuerung wurde das Kulturdenkmal generalsaniert und 2006 wiedereröffnet.
Im Jahr 2000 eröffnete Purgstall sein Bücherdorf, dessen Idee es ist, antiquarische Bücher zu sammeln und zu verkaufen.
Erlebenswertes in Purgstall:
Ein prägendes Landschaftselement in Purgstall ist die Erlaufschlucht. Seit 1972 gilt diese einmalige Eigenheit als Naturdenkmal.