Neudorf bei Staatz ist eine Marktgemeinde im
Bezirk Mistelbach, im österreichischen Bundesland Niederösterreich. Auf einer Gesamtfläche von 40
km² zählt die Marktgemeinde Neudorf bei Staatz rund 1.400 Einwohner und liegt auf 202 Meter Seehöhe im Nordostrand des Weinviertels. Katastralgemeinden von Neudorf bei Staatz sind Kirchstetten,
Rothenseehof und Zlabern. Knapp 20 Prozent der Gemeindefläche ist bewaldet.
Aus der Geschichte der Marktgemeinde Neudorf bei Staatz
Die heutige Marktgemeinde Neudorf bei Staatz kann auf eine sehr lange und traditionsreiche Geschichte zurückblicken.
Neudorf bei Staatz ist eine Marktgemeinde im
Bezirk Mistelbach, im österreichischen Bundesland Niederösterreich. Auf einer Gesamtfläche von 40
km² zählt die Marktgemeinde Neudorf bei Staatz rund 1.400 Einwohner und liegt auf 202 Meter Seehöhe im Nordostrand des Weinviertels. Katastralgemeinden von Neudorf bei Staatz sind Kirchstetten,
Rothenseehof und Zlabern. Knapp 20 Prozent der Gemeindefläche ist bewaldet.
Aus der Geschichte der Marktgemeinde Neudorf bei Staatz
Die heutige Marktgemeinde Neudorf bei Staatz kann auf eine sehr lange und traditionsreiche Geschichte zurückblicken. Das Gebiet der heutigen Marktgemeinde war bereits in der Jungsteinzeit, etwa 5000
bis 1800 vor Christus, sehr dicht besiedelt. Zahlreiche historische Funde aus dieser Zeit belegen die große Bedeutung dieser Gegend.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Neudorf bei Staatz bereits im Jahre 1240 unter der Bezeichnung „Newendorf“. Damals gehörte die Herrschaft Staatz dem edlen Geschlecht der Maissauer, die vom
babenbergischen Landesfürsten zehn Zinslehen im damaligen Neudorf erhielten. Gegen Anfang des 16. Jahrhunderts, im Jahre 1508 erhielt Neudorf vom Kaiser Maximilian I., auch bekannt als der „Letzte
Ritter“, das Marktrecht.
Sehenswertes in der Marktgemeinde Neudorf bei Staatz
Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der gesamten Region zählt das herrliche Schloss Kirchstetten. Die ältesten Erwähnungen gehen in das 12. Jahrhundert, in die Jahre 1161 und 1179 zurück, als ein
gewisser „Ulricus de Chirchsteten“ in einigen Urkunden als Zeuge genannt wurde. In den folgenden Jahrhunderten wechselte das Schloss oftmals seine Besitzer. Im Jahre 1567 erwarb „Eustach Freiherr von
Althan“ die damalige Burg und ließ sie zu einem Wasserschloss umbauen. Der spätere Schlossherr Matthias von Suttner ließ das Schloss gegen Anfang des 18. Jahrhunderts im barocken Stil umbauen.
Im Inneren Schlosses befinden sich Malereien von unschätzbarem Wert, darunter illusionistische Gemälde aus der Zeit vor 1800 in den Seitenwänden des Schlosssaales und in der Schlosskapelle ein Ölbild
der Heiligen Dreifaltigkeit. Das große Deckengemälde „Triumph der Wahrheit über die Zeit“ von Franz Anton Maulpertsch wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts abgenommen und in das Schloss
Heiligenkreuz-Gutenbrunn gebracht. Seit der Landesausstellung im Jahre 1998 hängt das einzigartige Bild wieder an seinem ursprünglichen Platz. Im Nordosttrakt des Schlosses befindet sich das
sogenannte „Chinesische Zimmer“ mit äußert bewundernswerten Malereien aus dem 18. Jahrhundert. Das Mobiliar der meisten Räume wurde im 19. Jahrhundert weitgehend verändert.