Eibesthal ist ein Ort im Bundesland Niederösterreich im
Bezirk Mistelbach. Eibesthal ist keine eigene Gemeinde, sondern eine Katastralgemeinde
der Großgemeinde Mistelbach. Der Ortsteil Eibesthal gehört seit 1972 zur Bezirkshauptstadt . Eibesthal liegt im niederösterreichischen Weinviertel.
Aus der Geschichte von Eibesthal:
Eibesthal dürfte seit der Zeit um 1000 besiedelt sein. Zu dieser Zeit wird die Magdalenenkapelle errichtet. Die erste urkundliche Erwähnung von Eibesthal stammt aus dem Jahre 1299. Im Jahre 1530
erhält Eibesthal das Marktrecht. Ab diesem Zeitpunkt wird Jahrmarkt
Eibesthal ist ein Ort im Bundesland Niederösterreich im
Bezirk Mistelbach. Eibesthal ist keine eigene Gemeinde, sondern eine Katastralgemeinde
der Großgemeinde Mistelbach. Der Ortsteil Eibesthal gehört seit 1972 zur Bezirkshauptstadt . Eibesthal liegt im niederösterreichischen Weinviertel.
Aus der Geschichte von Eibesthal:
Eibesthal dürfte seit der Zeit um 1000 besiedelt sein. Zu dieser Zeit wird die Magdalenenkapelle errichtet. Die erste urkundliche Erwähnung von Eibesthal stammt aus dem Jahre 1299. Im Jahre 1530
erhält Eibesthal das Marktrecht. Ab diesem Zeitpunkt wird Jahrmarkt abgehalten. Der Ort wird vom 30-jährigen Krieg, der zwischen 1618 und 1648 tobt, schwer heimgesucht. Im Jahre 1679 fordert die Pest
ihre Opfer in Eibesthal.
1680 wird der erste Weinkeller in Eibesthal gegraben. Türken und Kuruzzen fallen mehrmals über Eibesthal her. In den Jahren 1866 und 1867 rafft eine Choleraepidemie mehr als 100 Menschen hinweg. Als
Folge wird das erste Krankenhaus errichtet. Auf Grund eines Großbrandes im Jahre 1885 wird die Feuerwehr gegründet. Ab 1898 finden in zweijährigem Abstand Passionsspiele in Eibesthal statt.
Sehenswürdigkeiten in Eibesthal:
Sehenswert ist in Eibesthal die Pfarrkirche. Wohl stand bereits um 1000 an der gleichen Stelle eine Kapelle. Der älteste Teil der alten Kirche aber, es handelt sich um einen gotischen
Bau, stammt aus dem 14. Jahrhundert und war der heiligen Maria Magdalena geweiht. Sie war bis nach 1666 Kirchenpatronin. Danach wird der heilige Markus als Patron genannt. Die alte Kirche wurde
jedoch in den letzten Kriegstagen zerstört. Bald nach dem Krieg wurde die Kirchenruine abgetragen und durch einen Neubau ersetzt. 1957 schließlich wurde die heutige Orgel angeschafft.
Zu den Sehenswürdigkeiten zählt auch die Pestkapelle. Die größte Pestzeit war um das Jahr 1679. Damals errichtete man für die Toten dieser gefährlichen Seuche ein gemeinsames Grab außerhalb des
Dorfes. Über dem Massengrab wurde später eine Kapelle errichtet, die noch heute Ziel von Bittprozessionen ist.
Die Florianikapelle wurde bereits 1766 erbaut. Bei einem großen Brand 1904, bei dem der nördliche Ortsteil schwer vernichtet wurde, dien die Kapelle und die beiden dahinterstehenden Häuser verschont
geblieben.
Zahlreich Marterl und Kapellen auf dem Gebiet von Eibesthal zeugen von der gelebten Volksfrömmigkeit über Jahrhunderte hinweg.
Die Eibesthaler Passion:
Hundert Jahre haben die Passionsspiele im Weinviertler Dorf Eibesthal bei
Mistelbach geruht bevor sie in der ungewöhnlichen Form des Figurentheaters neu belebt wurden. 20 Laienspieler aus dem Ort
führen die insgesamt 26 Holzfiguren, die rund einen Meter hoch sind und von slowakischen Künstlern geschaffen wurden. Regie führt ein deutscher Puppentheater Profi. Der an das Markusevangelium
angelehnte Text stammt von einem einheimischen Theologen. Eine eigene Passionsmusik wurde für Bläser und Orgel komponiert. Im Zentrum der Bühnenausstattung steht eine nachgebaute Weinviertler
Weinpresse.
Passionsspiel als Figurentheater war unter anderem schon im 16. Jahrhundert bei den Jesuiten bekannt, geriet aber wieder in Vergessenheit. In Eibesthal erlebt diese Darstellung eine Wiederbelebung.
Durch die ungewöhnliche Darstellung mit Figuren, bekommen die Zuschauer einen neuen Blick auf den altbekannten Stoff der Passion Christi. Zudem erlaubt diese Darstellung auch einen Dialog auf
verschiedenen Ebenen: ein Spieler kann auch einer Figur nicht nur seine Stimme verleihen, sondern auch mit dieser selbst in ein Gespräch eintreten.
Zwanzig in Kutten gewandete Laienspieler aus Eibesthal führen die Figuren. Wie selbstverständlich führen auch Frauen Apostelfiguren und geben ihnen ihre Stimme. Der Eibesthaler Theologe Andreas
Strobl schuf einen Text, der sich an das Evangelium des Markus anlehnt, da dieser der Kirchenpatron von Eibesthal ist. Es ist somit kein textlicher Verschnitt aus allen vier Evangelien, wie es in der
meist bei Passionsspielen der Fall ist. Der Text ist sehr knapp gehalten, um die Figuren nicht zu überfrachten.