Die Marktgemeinde Burgschleinitz-Kuehnring liegt am Ostrand des Manhartsberges im Waldviertel. Mit einer Gesamtfläche von 42 Quadratkilometer gehört Burgschleinitz-Kuehnring zum Bundesland
Niederösterreich. Zum
Bezirk Horn gehörend, verteilen sich die rund 1.400 Einwohner auf die Katastralgemeinden Amelsdorf, Burgschleinitz,
Buttendorf, Harmannsdorf, Kühnring, Matzelsdorf, Reinprechtspölla, Sachsendorf und Zogelsdorf.
Auszug aus der Geschichte von Burgschleinitz-Kuehnring:
Funde aus dem Gemeindegebiet von Burgschleinitz-Kuehnring belegen die Entstehungsgeschichte der Region. Funde
Die Marktgemeinde Burgschleinitz-Kuehnring liegt am Ostrand des Manhartsberges im Waldviertel. Mit einer Gesamtfläche von 42 Quadratkilometer gehört Burgschleinitz-Kuehnring zum Bundesland
Niederösterreich. Zum
Bezirk Horn gehörend, verteilen sich die rund 1.400 Einwohner auf die Katastralgemeinden Amelsdorf, Burgschleinitz,
Buttendorf, Harmannsdorf, Kühnring, Matzelsdorf, Reinprechtspölla, Sachsendorf und Zogelsdorf.
Auszug aus der Geschichte von Burgschleinitz-Kuehnring:
Funde aus dem Gemeindegebiet von Burgschleinitz-Kuehnring belegen die Entstehungsgeschichte der Region. Funde von Gebrauchsgegenständen zeugen von einer Besiedlung bereits zur Neandertaler
Zeit.
Die geologisch ältesten Gesteine wie Bittesche Gneise, Maissauer Granit mit Amethysteinschlüssen, Glimmerschiefer, Marmor, Löß, Sand und Kalke findet man im Gemeindegebiet von
Burgschleinitz-Kühnring. Vom Mittelalter bis in das 20. Jahrhundert prägte der Sandsteinbruch die Region. Für zahlreiche Prachtbauten in
Wien,
Niederösterreich und in vielen weiteren Teilen Österreichs verwendete man den Sandstein aus Burgschleinitz.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Burgschleinitz im Jahr 1074 als „Marchart von Slunz“. Die Burg wird ebenfalls 1074 erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1482 wurde sie von den kaiserlichen Truppen
zerstört und erst 1589 als Schloss wieder aufgebaut. Die Anfangsphase des 30-jährigen Krieges machte dem schwer zu schaffen. Heute befindet sich das Schloß im Privatbesitz.
Sehens- und Wissenswertes in und um Burgschleinitz-Kuehnring:
Das Schloss Harmannsdorf wurde im Jahr 1280 erstmals urkundlich erwähnt. Die Bezirksgrenze der drei Landesgerichte
Eggenburg,
Gars und
Horn war um 1500 am Höllturm. Das Wasserschloss ist nur über eine steinerne
Brücke zu erreichen. Zum Schloss gehört eine Kapelle mit Stuckdecke und ein großer Park mit barocken Statuen. Zu den Besitzern zählte auch die Familie Suttner. Bertha von Suttner (1843-1914), die
österreichische Friedensnobelpreisträgerin von 1905, lebte in den Jahren 1885-1902 hier und schrieb 1889 hier ihren Roman „Die Waffen“. Später kam das Schloss in den Besitz der Familie der Grafen
Abendperg und Traun.
Das Geburtshaus des Urzeitforschers Professor Josef Höbarth (1891-1952) steht in Reinprechtspölla. In der Bezirkshauptstadt Horn befindet sich das nach ihm benannte Museum, das im Jahr 1930 gegründet
wurde.
Aus dem Jahr 1879 stammt die kleine Kapelle Amseldorf. Interessant ist die Geschichte der im Inneren ausgestellten Glocke. Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde sie beschlagnahmt, um eingeschmolzen
zu werden. Die Bewohner von Burgschleinitz erfuhren dies und sammelten all ihre Eisengutscheine, um sie freizukaufen. Als die Glocke wieder zu Hause war, stellte man fest daß sie einen Sprung hat.
Seit dieser Zeit steht sie als Zeichen, dass Menschlichkeit stärker ist als der Wahnsinn des Krieges, in der Kirche.
Die Barbarakapelle mit Glockendach und Steinkreuz stammt aus dem Jahr 1730. Sie entstand laut einer Erzählung als Dankbarkeit eines Steinmetzes zur Errettung vor den Wölfen.
Zu Ehren des Schutzpatrons der Jägerschaft, des Heiligen Hubertus, wurde ein über neun Tonnen schwerer Granitblock an der alten Römerstraße aufgestellt.
Das Schwedenkreuz erinnert laut einer Sage an eine junge Magd, die hier von einem schwedischen Soldaten überfallen wurde und diesen mit einer Mistgabel erstach.
Von der einstigen Blüte des Steinbruchs von Zogelsdorf kann man sich im Schausteinbruch Johannesbruch und im 1998 eröffneten Steinmetzhaus überzeugen. Vom Mittelalter bis zur Wirtschaftskrise 1873,
war der Steinbruch einer der wichtigsten wirtschaftlichen Eckpfeiler.
Freizeitangebot von Burgschleinitz-Kuehnring:
Die "Alte Kuh", eine Steinformation ähnlich wie Stonehenge, soll auf das Ende des Abbaus von Schotter aufmerksam machen. Bei einer Wanderung in das mit dem Naturschutzpreis ausgezeichnete
Naherholungsgebiet, wo unter anderem ein Libellenteich eingerichtet wurde, kann man sich herrlich erholen.
Als die letzte natürliche Verbindung zwischen dem Wald- und Weinviertel gilt der herrliche Wanderweg, der Gänsegraben. Entlang des Schleinitzbaches, durch die herrliche Landschaft mit ihren bizarren
Granitformen und kleinen Wiesen, führt der Weg.