Die Stadtgemeinde Gänserndorf gehört zum Bundesland Niederösterreich und ist mit rund 9.100 Einwohnern die Hauptstadt des
Bezirks
Gänserndorf. Die Stadt liegt auf einer Seehöhe von 167 Metern im Marchfeld, rund 20 Kilometer nordöstlich von Wien und erstreckt sich über eine Fläche von 31 Quadratkilometer. Bis vor einigen
Jahren war der mittlerweile geschlossene Safaripark die bekannteste Attraktion der Stadtgemeinde.
Der geschichtliche Hintergrund von Gänserndorf:
Als „Genstribendorf“ wird Gänserndorf erstmals im Jahr 1115 urkundlich erwähnt. Auf dieser Urkunde von Ulrich Bischof von
Passau, welche anlässlich der Einweihung der Pfarrkirche in Weikendorf verfasst wurde, sind die Pfarre und Zehenbezirke genau festgelegt.
Der Name Gänserndorf lässt sich darauf zurückführen, dass hier erstmals Gänse in großen Scharen in den sumpfigen Weidenbachniederungen gehalten wurden. Es ist aber auch möglich, dass der Name
Gänserndorf von einer Person mit dem Namen Gänsetreiber abgeleitet wurde.
Zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert wurde der Name Gänserndorf in den verschiedensten Schreibweisen aufgeführt. Unter Kaiserin Maria Theresia wird „Großgänserndorf“ im Jahr 1741 urkundlich
erwähnt.
Im ersten Grundstückverzeichnis von 1750 wird einmal Ober Gänserndorf und Unter Gänserndorf im Marchfeld erwähnt. Als man 1904 die Bezirkhauptmannschaft nach Unter Gänserndorf verlegte, wurde die
Namensänderung auf Gänserndorf bekannt gegeben.
Durch den Bau einer Station der Kaiser Franz Josef Nordbahn in Dorfnähe gab es für Gänserndorf einen wirtschaftlichen Auftrieb. Touristisch erlebte Gänserndorf einen großen Aufschwung durch den
Safaripark, der allerdings durch wirtschaftliche Probleme bedingt, geschlossen werden mußte und heute nicht mehr exisitert.
Freizeiteinrichtungen in Gänserndorf:
Beim Fitness im Hallenbad, auf dem Beachvolleyballplatz und der Fun-Park Gänserndorf findet der Besucher Erholung, aber auch Fun und Sport für jeden. Im Stadion gibt es einen Fußballplatz, eine
Minigolfbahn, Tennisplätze und Kegelbahnen. Der Seishin Karate Club, das Studio Wohlfühlen-Bewegen und das Mandala Zentrum erfreuen Körper und Seele. Auf einem Reitausflug oder einer Kutschenfahrt
erlebt man die Region von Gänserndorf und das Marchfeld in aller Ruhe. In einer Tauchschule oder beim Tanzen gestaltet man sich einen aktiven Urlaub.
Ein Besuch im Weinviertel mit seinen zahlreichen Museen, die herrlichen Schlösser des Marchfelds oder ein Ausflug zu den March-Donau Auen - in Gänserndorf hat man für jeden Urlauber das richtige
Angebot.
Gänserndorf und seine Säulen:
Die Stadt der Säulen wird Gänserndorf nicht zu unrecht auch genannt. Aus alten Mauern und Schlotziegeln der ehemaligen Ziegelei wurden die beiden
Säulen für das Schönkirchner Tor errichtet. Sie sollen an die im Jahr 1980 gesprengten Schlot der Ziegelei erinnern.
Als erstes von 5 Stadttoren wurde das Prottesser Tor im Jahr 1997 errichtet. Diese symbolisieren Bohrkerne der Ölförderanlage Schönkircher Feld auf ihren Oberflächen wurde der geologische Standort
dokumentiert.
Die Säulenreihe am Eingang des Wirtschaftsförderungsinstitutes in Gänserndorf aus dem Jahr 1994 und der Säulenwald bei der Volksschule, die Lichtwächter am Friedhof und die Pietasäule gehören auf
einem Säulenrundgang auf jeden Fall zu Programm.
In den letzten Jahrzehnten hat sich Gänserndorf nicht nur zur Schul- und Einkaufsstadt entwickelt, sondern auch das Weinviertler Klinikum (Medizinisches Zentrum Gänserndorf) und der Windpark
Gänserndorf haben ihren Betrieb aufgenommen.
Zahlreiche Vereine gestalten das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Gänserndorf in beachtlicher Weise mit.
Wer sich kulinarisch verwöhnen lassen möchte, ist in Gänserndorf richtig. Im einem der gemütlichen Lokalen kann man die regionalen Spezialitäten kennen lernen und seinen Urlaub genießen.