An der Grenze zum Burgenlande liegt die Marktgemeinde Pottendorf auf einer Seehöhe von 218 Meter. Die Gemeindefläche umfasst mit 40 Quadratkilometer die Katastralgemeinden Landegg, Pottendorf,
Siegersdorf und Wampersdorf. In der Thermenregion Wienerwald im Industrieviertel im Bundesland Niederösterreich liegend, gehört Pottendorf mit mehr als 6.000 Einwohnern zum Bezirk
Baden.
Pottendorf und die Baumwollspinnerei:
Bis ins Jahr 1800 waren vor allem Bauern und Handwerker in Pottendorf beheimatet. Aufgrund der vorherigen Kriege waren die Staatskassen leer und die Gemeinde verarmt.
An der Grenze zum Burgenlande liegt die Marktgemeinde Pottendorf auf einer Seehöhe von 218 Meter. Die Gemeindefläche umfasst mit 40 Quadratkilometer die Katastralgemeinden Landegg, Pottendorf,
Siegersdorf und Wampersdorf. In der Thermenregion Wienerwald im Industrieviertel im Bundesland Niederösterreich liegend, gehört Pottendorf mit mehr als 6.000 Einwohnern zum Bezirk
Baden.
Pottendorf und die Baumwollspinnerei:
Bis ins Jahr 1800 waren vor allem Bauern und Handwerker in Pottendorf beheimatet. Aufgrund der vorherigen Kriege waren die Staatskassen leer und die Gemeinde verarmt. Auf der Suche nach einer Lösung
stieß man auf
John Thornton, einen Mechaniker aus Yorkshire. Denn es war bekannt das in England die Baumwollspinnerei einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte.
Wegen der Nähe zu
Wien, der Anwohnerdichte des
Wiener Beckens und den geübten Umgang mit dem Faden, denn in fast jeden Haus befand sich ein Spinnrad und Haspel
manchmal sogar ein Handwebstuhl, entschied sich Thornton hier eine Fabrik zu bauen. Durch die
Fischa und
Leitha konnten die Maschinen mit Wasserkraft betrieben
werden und Fürst Esterhazy war bereit, Grund billig abzugeben. Viele Handwerker von Pottendorf fanden in der Ersten Baumwollspinnerei auf diesem
Kontinent, eine neue Aufgabe.
Durch seine Arbeit und seinen Einsatz wurde Thornton zum Baron geadelt. Nach der Eröffnung ging es wirtschaftlich bergauf mit Pottendorf. Zahlreiche Zuwanderer kamen um in der Fabrik zu arbeiten. Im
Jahr 1976 schloss die „Pottendorfer Spinnerei und Felixdorfer Weberei“ für immer seine Pforten.
Sehenswertes rund um Pottendorf:
Die ehemalige
Wasserburg in Pottendorf wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Die barocke Schlossanlage mit der Schlosskapelle ist von einem englischen Landschaftsgarten umgeben. In der
Zeit von 1802 bis 2006 gehörte die Burg zum Besitz der
Familie Esterhazy. Seit 2006 gehört die Schlossruine der Marktgemeinde Pottendorf und wird als
Grüne Oase
genutzt.
Gegenüber der Schlosseinfahrt steht eines der ältesten Häuser der Gemeinde. Das Erbauungsdatum des Gebäudes lässt sich nicht mehr genau feststellen. John Thornton lebte während des Aufbaus der
Bauwollspinnerei im „
Gaupmannhaus“.
Pottendorf hat noch mehr zu bieten, die Pfarrkirche mit dem Marienbild ist als Maria-Hilf ein beliebter
Wallfahrtsort. Der Rote Hof, das Kriegerdenkmal, das Rot Kreuz und das
Heimkehrerkreuz erzählen bei einem Besuch ihre Geschichte.
Sport und Freizeit in Pottendorf:
Der Schlosspark mit dem ältesten Baum des Ortes, der
Alten Linde oder der
Schlossteich laden zu einem Ausflug ein. Bei einer
Wanderung durch die herrliche Landschaft erlebt man bei der hier vorkommenden Tier- und Pflanzenwelt immer wieder Überraschungen.