Klagenfurt ist die Landeshauptstadt des Bundeslands Kärnten. Sie zählt rund 92.500 Einwohner und erstreckt sich über eine Fläche von 120,11 km2. Klagenfurt ist die südlichste Landeshauptstadt
Österreichs und liegt am Ostufer des
Wörthersees im Klagenfurter Becken. Sie befindet sich auf 445 Meter Seehöhe und ihr höchster Punkt
ist der Ulrichsberg.
Aus der Geschichte der Landeshauptstadt Klagenfurt
Herzog Hermann von Spannheim gründete zwischen 1161 und 1181 den offenen Markt „Chlagenvurth“. Dieser lag an der Glan und
wurde immer wieder von Überschwemmungen heimgesucht. Das veranlasste Bernhard von Spannheim 1246 den Markt auf den heutigen Standort zu verlegen. 1252 wurde dem Markt das Stadtrecht verliehen. Ein
Brand zerstörte 1514 die Stadt verheerend.
Kaiser Maximilian I. schenkte die Stadt 1518 Jahr den Landständen, die sie im Stil der Renaissance nach den Plänen von Domenico dell`Allio wieder aufbauten. Stadtmittelpunkt der neuen
Landeshauptstadt wurde der Neue Platz. Der erste Bürgermeister wurde 1588 mit Christoph Windisch eingesetzt. 1797 nahmen französische Truppen die Stadt ein und schleiften bei ihrem Abzug 1809/1810
die Befestigungsanlagen. 1850 bekam Klagenfurt ein eigenes Statut.
Mit dem Anschluss Klagenfurts an die Südbahn und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Aufschwung stieg die Bedeutung der Stadt. Unter dem nationalsozialistischen Regime war Klagenfurt Gauhauptstadt
und wurde um die Dorfgemeinschaften St. Ruprecht, St. Martin, Annabichl und St. Peter erweitert. Die
Universität
Klagenfurt wurde 1964 gegründet, der Studienbetrieb aber erst 1973 aufgenommen. In diesem Jahr wurden auch weitere Umlandgemeinden zu Klagenfurt eingegliedert. 1991 begann der Bau der
Autobahnumfahrung Klagenfurt und 1999 wurde das letzte Teilstück der A2 Südautobahn fertig gestellt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten in der Landeshauptstadt Klagenfurt
Der Lindwurmbrunnen ist wohl das bekannteste Bauwerk und das Wahrzeichen Klagenfurts und befindet sich am Neuen Platz. Schon 1287 zeigte das Wappen der Stadt den beflügelten Drachen. Errichtet wurde
er auf Ansinnen der Landstände, die 1583 beschlossen, dem Tier ein Denkmal zu setzen. Erweitert wurde der Lindwurm 1636 durch einen Brunnen und das Denkmal seines Bezwingers Herkules.
Das ehemalige Palais Rosenberg ist seit 1918 das Rathaus mit dem Sitz der Klagenfurter Stadtverwaltung.
Die Alte Burg wurde 1586 von den Protestanten errichtet und sticht vor allem mit seinem zweigeschossigen Arkadenhof ins Auge. Heute beheimatet die Burg diverse Geschäfte und das Museum Moderner
Kunst.
Ein äußerst beeindruckender Bau ist das Landhaus mit dem Wappensaal. Es wurde zwischen 1574 und 1594 anstelle der geschleiften ersten Burg errichtet. Der offene Innenhof ist mit seinen Fassaden ein
Prachtexemplar der Renaissance.
Das Stadttheater ist ein pavillonartiger Jugendstilbau und entstand zwischen 1908 und 1910 zu Ehren Kaiser Franz Joseph I. Seit 1998 erstrahlt das Theater nach aufwendigen Renovierungsarbeiten wieder
in neuem Glanz.
Vor dem Klagenfurter Landhaus befindet sich der Kiki-Kogelnik-Brunnen nach der gleichnamigen Künstlerin die den Brunnen „Gesang“ nannte. Das 4,30 Meter hohe Kunstwerk besteht hauptsächlich aus Marmor
und bildet das Pendant zum eher bedrohend wirkenden Lindwurm. Zahlreiche historische Denkmäler wie das Spanheimer-Denkmal, das Floriani-Denkmal, das Maria-Theresia-Denkmal, der Steinerne Fischer oder
die Pestsäule erinnern an die Geschichte der Stadt.
Die Liste der Klagenfurter Burgen und Schlösser ist lang. Viele der Anwesen befinden sich in Privatbesitz und sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Schloss Annabichl wurde 1580 errichtet und
beeindruckt durch seinen Terrassengarten, seine Arkadengalerie und seine Fassaden aus dem 18. Jahrhundert. Schloss Ehrental stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist seit 1953 im Besitz des Landes
Kärnten. Es beherbergt heute die Landwirtschaftliche Fachschule für ländliche Hauswirtschaft und ist öffentlich zugänglich. Die einstige Burg Hallegg wurde im 16. Jahrhundert zu einem
Renaissanceschloss umgebaut und ist mit seinem faszinierenden Innenhof einen Besuch wert. Im Sommer kann man sich in einem der Gästezimmer einquartieren.
Auch zahlreiche sakrale Bauten können sich in Klagenfurt sehen lassen. Zu erwähnen wären die Domkirche, Pfarrkirche und Stift Viktring, die Benediktiner Kirche, Elisabethinenkirche und Kloster,
Kapuzinerkirche und Kloster und die Kreuzberglkirche mit dem Kreuzweg.
Das Kärntner Landesmuseum „Rudolfinum“ bietet neben der ständigen Ausstellung seiner Sammlungen ein Lapidarium und eine Sammlung römischer Steindenkmäler in seinem Museumspark. Das Museum Moderner
Kunst Kärnten (MMKK) zeigt zeitgenössische Kunst.
Erholung und Freizeit in der Landeshauptstadt Klagenfurt
Neben dem Wörthersee und dem Strandbad Klagenfurt lädt das Kärntner Botanikzentrum mit dem Botanischen Garten und dem Landesherbar, Minimundus, das Planetarium und die Sternwarte, der Tierpark
Magaregg oder der Europark zu einem Besuch ein.