Maria Saal ist eine Marktgemeinde und ein Wallfahrtsort im Bezirk Klagenfurt-Land im Bundesland Kärnten. Es liegt auf einer Anhöhe im Osten des Zollfeldes und ist vor allem bekannt durch seine
Marienkirche. Die Fläche von Maria Saal beträgt 34,81 km² und seine Einwohnerzahl rund 3900. Die Gemeinde gliedert sich in 38 Ortschaften welche auf einer Seehöhe zwischen 480 und 505 m liegen.
Aus der Geschichte von Maria Saal:
Die ersten Siedler waren Kelten und wanderten um 400 v. Chr. ein. Um 45 n. Chr. wird Noricum römische Provinz und Virunum am
Maria Saal ist eine Marktgemeinde und ein Wallfahrtsort im Bezirk Klagenfurt-Land im Bundesland Kärnten. Es liegt auf einer Anhöhe im Osten des Zollfeldes und ist vor allem bekannt durch seine Marienkirche. Die Fläche von Maria Saal beträgt 34,81 km² und seine Einwohnerzahl rund 3900. Die Gemeinde gliedert sich in 38 Ortschaften welche auf einer Seehöhe zwischen 480 und 505 m liegen.
Aus der Geschichte von Maria Saal:
Die ersten Siedler waren Kelten und wanderten um 400 v. Chr. ein. Um 45 n. Chr. wird Noricum römische Provinz und Virunum am Magdalensberg im Zollfeld dessen Hauptstadt. Um 400 erfolgte die erste Christianisierung und Virunum wurde Bischofssitz. Um 600 wanderten die Slawen ein. Virunum wurde 591 das letzte Mal genannt. Die zweite Christianisierung um 750 ging von Maria Saal aus und die erste Marienkirche wurde gebaut.
Im 9. Jahrhundert wurde in Karnburg der Herzogstuhl errichtet. 1116 wurde Maria Saal Propstei und im 15. Jahrhundert folgte der Ausbau der Kirche. 1669 wütete ein Großbrand in Maria Saal und 1672 wurde die Mariensäule aufgestellt. 1859 kam Maria Saal zum Bistum Gurk und 1930 wurde Maria Saal zur Marktgemeinde ernannt.
Sehenswertes in Maria Saal:
Die meisten Besucher lockt jährlich die Wallfahrts- und Stiftskirche Maria Saal an. Sie wurde um 767 vom Bischof Modestus der „heiligen Maria in Karantanien“ geweiht und im 15. Jahrhundert zu einer Wehrkirche umgebaut. Nach dem Brand von 1669 erhielt die Kirche bei der Wiederherstellung ihr heutiges Aussehen. Seit damals ist auch die größte Glocke Kärntens, die „Maria Saalerin“, zu hören.
Die Mariensäule am Hauptplatz von Maria Saal wurde als Dank für die Befreiung der Türken errichtet.
1972 wurde das Freilichtmuseum Maria Saal eröffnet. Es erstreckt sich über eine Fläche von 4 ha und zeigt verschiedene Formen von Bauernhäusern und Höfen.
Der Herzogstuhl am Zollfeld ist ein Doppelthron der aus Römersteinen im 9. Jahrhundert zusammengesetzt worden ist. Hier vollzog der Herzog seine Ämter.
Im Amphitheater Virunum werden seit 1998 archäologische Ausgrabungen durchgeführt, die interessierten Besuchern auch zugänglich sind. Hier wurden in der Antike Tierkämpfe und Gladiatorenspiele vorgeführt.
Der Tonhof ist ein altes gotisches Gebäude, das dem Künstlerehepaar Maja und Gerhard Lampersberg gehörte. In den Jahren 1957 bis 1959 war es die Heimat von Thomas Bernhard war. Ab 1960 etablierte sich der Tonhof als literarisches Lusthaus der Wiener Avantgarde.