Im
Bezirk Klagenfurt-Land liegt die Marktgemeinde Ebenthal in Kärnten. Durch das 415 bis 855 Meter über dem Meeresspiegel liegende Gemeindegebiet
fließen die Flüsse Glan und Gurk. Auf einer Fläche von 54,99 Quadratkilometern leben rund 7.700 Einwohner. Ebenthal in Kärnten gliedert sich in zehn Katastralgemeinden und umfasst 34
Ortschaften.
Auszug aus der Geschichte der Gemeinde Ebenthal in Kärnten:
Der frühere Ortsname Schrelz wurde 984 das erste Mal urkundlich erwähnt. Zur Absicherung seiner Besitztümer errichtete im 12. Jahrhunder das Salzburger Erzbistum die Burg Greifenfels. Das
Rittergeschlecht Neuhaus erlangte diese Burg im Jahre 1404 als Lehen. Christoph von Neuhaus baute am Fuße der Burg 1566 einen Edelmannssitz, der urkundlich am 14. September 1567 unter dem Namen
Ebenthal erwähnt wurde. Im Jahre 1704 kauften die Grafen von Goess die Besitztümer auf und bis heute noch sind sie noch Eigentum der Familie Goess.
Der Kärntner Abwehrkampf in den Jahren 1918 bis 1920, zwischen Kärnten und dem SHS-Staat war ein wichtigstes Ereignis der Gemeinde.
1850 wurde Ebenthal als einzige Gemeinde von der Eingemeindung Klagenfurts verschont. Im Jänner 1973 wurden einige Ortsgemeinden sowie kleinere Teile der Stadtgemeinde Klagenfurt in die Gemeinde
Ebenthal eingegliedert, was zu einer erheblichen Vergrößerung des Gemeindegebietes führte.
Die Schreibweise des Gemeindenahmens lautete von 1973 bis 1997 „Ebental“. Zeitgleich mit der Markterhebung am 1. Jänner 1998, wurde die Gemeinde in „Ebenthal in Kärnten“ umbenannt.
Bauwerke in Ebenthal in Kärnten:
Nachdem der Schlossherr im 17. Jahrhundert sämtliche Einkünfte der Kirche an sich zog, blieb für den Erhalt der sehr baufälligen Filialkirche St. Peter und Paul, kein Geld. Durch die Initiative des
Gurnitzer Propstes Anton Puecher im Jahr 1762, der die Kirche auf eigene Kosten restaurierte, konnte die imposante Doppelturmfassade und der bis heute bestehende Neubau in Angriff genommen
werden.
Die Pfarrkirche des Heiligen Martin in Gurnitz gilt als die älteste Martinskirche Kärntens. Durch etliche Um- und Zubauten hat diese Kirche jedoch nicht an Schönheit verloren. Die Nikolauskapelle und
das Turmuntergeschoss, stammen noch vom mittelalterlichen Bau.
Das Fresko an der Außenwand ist ebenso wie der überdachte, manieristische Kruzifixus im Kirchhof eine Reise zu der Pfarrkirche des Heiligen Bartholomäus in Obermieger wert.
Am Kirchenbau der Pfarrkirche des heiligen Lambert in Radsberg haben seit dem 13. Jahrhundert sämtliche Epochen ihre Spuren hinterlassen ohne jedoch eine vorangegangene wissentlich auszulöschen. Der
schlossartige Pfarrhof aus dem frühen 16. Jahrhundert ist wie die Rokokokanzel und die neogotischen Stauen sowie die volkstümlichen Barockaltäre uoder die Herz-Jesu-Staue bestaunenswert.
In Rottenstein steht die Pfarrkirche der heiligen Magdalena. Im Jahre 1359 das erste Mal genannte Kirche hatte im Jahre 1660 bereits drei Altäre. Aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammt der
Hochaltar, der wie das einzigartige Sternrippengewölbe und die reichhaltige Ausstattung diese Kirche zu einem Schmuckstück machen.
Schloss Ebenthal, Schloss Rosenegg stammen beide aus dem 16. Jahrhundert. Die saalartigen Räume des Brauhauses in Gurnitz lassen erkennen, wie man im 16. Jahrhundert ein Gebäude zu bauen
pflegte.
Die Ruine Rottenstein, die Burgruine Gurnitz und die noch größere Burg Greifenfels sind wie die Bronzezeittliche Wallanlage bei Gurnitz ein beliebtes Ausflugsziel.
Freizeitgestaltung in Ebenthal in Kärnten:
Die Marktgemeinde Ebenthal in Kärnten errichtete eine multifunktional genützte Gemeinschaftsanlage für Sport und Geselligkeit. Ein Skaterpark, der Fussballplatz sowie das Angebot Tennis und
Beachvolleyball zu spielen, bieten in Ebenthal viel Abwechslung. Tischtennissport und Stocksport bieten ebenso wie die zahlreichen Veranstaltungen und die Bademöglichkeiten für alle
Interessensgruppen genügend Möglichkeiten seine Freizeit zu gestalten.