Auf der Parndorfer Platte liegt die Gemeinde
Parndorf mit einer Gesamtfläche von 60 Quadratkilometer. Auf einer Seehöhe von 182 Meter reicht das westliche Gemeindegebiet von Parndorf
bis zum Leithagebirge. Die rund 3.800 Einwohner setzen sich vor allem aus Burgenlandkroaten und Deutschsprachigen zusammen. Die Gemeinde Parndorf gehört zum Bezirk Neusiedl am See und liegt im
Bundesland Burgenland.
Aus der Geschichte von Parndorf:
Streufunde aus der Jungsteinzeit und ein im Jahr 1938 entdecktes
Skelettgrab aus der frühbronzezeitlichen Wieselburger Kultur belegen, dass das Gemeindegebiet von Parndorf schon früh
besiedelt war. Im Jahr 1264 schenkte König Bela IV dem Wieselburger Leopold die Hälfte des Gemeindegebietes von Parndorf. Die andere Hälfte gehörte schon seit längerem den Hospizes von Neusiedl. Im
Jahr 1525 erlaubte König Ludwig II von Ungarn das Leonhard III von Harrach Parndorf und Neudorf erwarb. Nur einige Anwesen verblieben in der Herrschaft Ungarisch Altenburg. Nach der
Türkeninvasion im Jahr 1529 wurde Parndorf mit Kroaten aus dem Küstengebiet neu besiedelt, was zu Unstimmigkeiten bei der Bevölkerung führte.
Das von
Graf Harrach erbaute Schloss am südlichen Ende des Ortes wurden von
Karl IV und
Maria Theresia auf der Fahrt ins Jagdschloss
Halbturn zur Rast benutzt. In der Zeit von Maria Theresia und Josef II wurde die
Germanisierung der kroatischen Bevölkerung
durchgeführt. Kroatische Namen wurden ins Deutsche übersetzt oder von ähnlichen Namensformen abgelöst.
Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Parndorf zu
Ungarn und hatte den Ostnamen Pandorfalu. Erst mit den Verträgen von Saint Germain und Trianon wurde Parndorf Österreich
zugesprochen und gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.
Sehenswertes in und um Parndorf:
Die Antonisäule nordöstlich vom Ort aus dem Jahr 1820, die 1874 erbaute Dreifaltigkeitssäule, das Steinkreuz mit Marienrelief aus dem Jahr 1875, die Statue der Heiligen Familie bei der Kapelle, die
Pfarrkirche des Heiligen Ladislaus, das Kriegerdenkmal zum Andenken an die Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkrieges, die Mariensäule, die Gruftkapelle des Grafen Harrach, die Pestsäule aus
dem Jahr 1756, der Pfarrhof sowie die Rochuskapelle aus dem 18. Jahrhundert erzählen die Geschichte von Parndorf.
In einem der besten Windstandorte Österreichs, in Parndorf, wurde ein
Windpark errichtet. Seit Mai 2003 liefert dieser Windpark Strom für etwa 4.000 Haushalte.
Ein Besuch im
Nationalpark Neusiedler See oder ein Ausflug zum
Neusiedler See, eine ausgedehnte Wanderung oder
eine Radwanderung, vorbei an saftigen Wiesen und herrlichen Weinbergen versprechen Erholung.
Lassen sie sich kulinarisch ein einem der Gasthäuser mit den regionalen Spezialitäten verwöhnen und genießen Sie die Ruhe in Parndorf und tanken Sie Energie für den Alltag.
Als einer der größten Arbeitgeber der Region gilt ein Outlet-Center. Es bietet 650 Arbeitsplätze und wurde 1998 im Schloss eröffnet.