Als Bezirkshauptstadt liegt die Stadtgemeinde
Neusiedl am See auf einer Seehöhe von 133 Meter am Nordufer des Neusiedler Sees. Mit rund 6.200 Einwohner gehört Neusiedl zum Bundesland
Burgenland. Zwischen dem Leithagebirge und der Parndorfer Platte erstreckt sich das Gemeindegebiet von Neusiedl am See über eine Gesamtfläche von 58 Quadratkilometer.
Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Neusiedl am See zu Ungarn und verwendete den Ortsnamen Nezsider. Erst mit den Verträgen von Saint Germain und Trianon wurde Neusiedl am See 1920
Österreich zugesprochen.
Aus der Chronik der Stadtgemeinde Neusiedl am See:
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Neusiedl am See im Jahr 1209 mit dem Namen Sumbotheil was zu Deutsch Samstagsmarkt
bedeutet. Im Jahr 1241 wird der Ort vollständig zerstört, als Belas IV eine Niederlage gegen die Mongolen einstecken musste. Nach
Andras III geht die Ungarische Krone an das Haus
Anjou mit Karl Robert (1308-1342) danach an seinen Sohn Ludwig der Große ( 1342-1382) und dessen Tochter Maria deren Verlobter, der Luxemburger Sigismund von 1410-1437 deutscher Kaiser wird.
Der Besitz der Herrschaft
Ungarisch-Altenburg mit Neusiedl geht 1427 nach dem Tod Albrecht II, der Schwiegersohn Sigismunds, am die Grafen von Sankt Georgen und Bösing.
Nach dem Bocsskay Aufstand im Jahr 1605, wütete die Pest im Jahr 1645 in Neusiedl am See. Der Einmarsch der Türken im Jahr 1683 sowie der Kuruzzenkrieg im Jahr 1809 und die Einquartierung der
Napoleonischen Truppen belastete den Ort sehr. Im Jahr 1926 bekommt Neusiedl am See das
Recht zur Stadt Nennung zugesprochen.
Ausflugstipps rund um Neusiedl am See:
Die Landeshauptstadt
Eisenstadt mit Ihrem Schloss Esterhazy, das burgenländische Freilichtmuseum in Bad Tatzmannsdorf, das Felsenmuseum in
Bernstein oder das Turmmuseum in Breitenbrunn erzählen aus der Geschichte der Region um Neusiedl am See.
Die Basilika Maria Himmelfahrt in
Frauenkirchen, die Burg Forchtenstein, die Burg Güssing, das Schloss Halbturn, Burg Lockenhaus,
Schloss Potzneusiedl, Burg Schlaining, die Altstadt von
Rust und das Schloss
Kittsee verdeutlichen den damaligen Reichtum der Region um Neusiedl am See.
Der
Neusiedler See ist für seine Wassersportmöglichkeiten wie Surfen und Segeln bekannt. Angler finden hier ein ideales
Fischgebiet.
Eine einzigartige Fauna und Flora konnte sich im Nationalpark Neusiedler See ansiedeln. In die Liste als Weltkulturerbe wurde der "Nationalpark Neusiedler See" von der UNESCO im Jahr 2001
aufgenommen.
Der Steppentierpark in
Pamhagen, das Korbflechter Museum in Piringsdorf und das Liszthaus in
Raiding um nur einige zu nennen, vermitteln die Einzigartigkeit der Region um Neusiedl am See.
Dank der leicht sandigen Böden und dem pannonischen Klima liefert die Gegend rund um den Neusiedler See die idealen Wetterbedingungen zum Gedeihen der Reben für fruchtig elegante Qualitätsweine
genauso wie für edle Prädikatsweine.