Im Bundesland Burgenland liegt die Gemeinde
Mönchhof auf einer Seehöhe von 131 Meter. Bis ins Jahr 1919/20 gehörte Mönchhof zu Ungarn und musste aufgrund der Magyarisierungspolitik
den Ortsnamen Baratfalu verwenden. Erst mit den Verträgen von Saint Germain und Trianon im Jahr 1919 Österreich zugesprochen. Mit einer Gesamtfläche von 34 Quadratkilometer gehört Mönchhof zum
Bezirk Neusiedl am See.
Die geschichtliche Entwicklung von Mönchhof:
Erstmals urkundliche erwähnt wird Mönchhof im Jahr 1217, unter dem Namen Leginthov, auf einer Schenkungsurkunde als den Zisterziensern des Stifts Heiligenkreuz das damalige Gut Leginthov von König
Andreas II von Ungarn geschenkt wird. Damit wurde der Grundstein für den wirtschaftlichen Erfolg der Gemeinde gelegt und förderten den Weinbau in der Region. Seit dieser Zeit gibt es schriftliche
Aufzeichnungen über Mönchhof. Die Zisterziensermönche machten die ehemalige Sumpflandschaf um Mönchhof urbar und besiedelten sie.
Im Jahr 1241 kamen die Tataren unter der Herrschaft Dschingis Khans und verwüsteten Mönchhof. Im Jahr 1256 wurde der Ort durch die Bewohner wieder aufgebaut.
Sehenswertes in und um Mönchhof:
Das Dorfmuseum Mönchhof besteht seit 1990 als Freilichtmuseum. Hier erhält man einen Einblick in das Leben der Bauern dieser Region zu Beginn
des 20. Jahrhunderts. Mit zahlreichen Sammlerstücken wie Arbeitsgeräten, Möbel, kompletter Häuser und Werkstätten wird der Alltag von damals nachempfunden.
Ein kaiserliches Gestüt befand sich in den Jahren 1553 bis 1671 im Mönchhof. Davon zeugen heute noch die herrlichen Reitwege.
Der Wachturm in der Ortsmitte von Mönchhof erinnert an die Türkenkriege im Jahr 1622 und 1683 die dem Ort sehr zusetzten.
Als geistiges und touristisches Zentrum wird die Zisterzienserinnenkloster Abtei Marienkron gesehen. Der Bau ist weit über die Grenzen des Ortes erkennbar.
Besonders sehenswert ist die Kirche von Mönchhof. In den Jahren 1729 bis 1734 erbaut, von den Türken zerstört und wieder neu errichtet steht sie heute auf einer leichten Erhöhung im Ort. Der barocke
Bau der heute noch von einer teilweise erhaltenen schützenden Mauer umgeben ist zählt zu den Juwelen der damaligen Baukunst.
Aus dem 17. Jahrhundert findet man in und um Mönchhof zahlreiche Wegkreuze und Lichtsäulen. Als Höhepunkt des Kirchlich geschichtlichen Rundgangs sollte auf jeden Fall die Cholerakapelle am Ortsende
Richtung Zurndorf auf dem Tourplan stehen.
Im Kellerviertel Sandhöhe erlebt eine ganz Besondere Art eines Weinkellers. Dank der einzigartigen alten Bausubstanz die ideal ins Ortsbild mit eingebracht wurde, konnten die alten Keller herhalten
bleiben. Eine Eigenheit der heutigen Zeit ist, dass die Keller, weil sie unterirdisch angelegt sind einen anderen Besitzer haben als das Landareal darüber.
Freizeitaktivitäten in und um Mönchhof:
Durch das voll erschlossene
Radwegenetz bietet Mönchhof seinen Gäste eine Vielzahl von herrlichen Radwegen wie etwa den
Kulturradweg, den Lackenradweg, den Weinpanoramaweg, den Neusiedlersee Weg oder die Radwegverbindung Donau-Nationalpark-Neusiedlersee.
In Mönchhof finden sich zahlreiche kleinere Baggerteiche für eine Abkühlung in den Sommermonaten. Die nächstengelegenen Bademöglichkeiten mit Liegewiesen und Kinderspielplatz sein das Freibad Gols,
Freibad Frauenkirchen, der
Neusiedler See und der Apetloner Badesee.
Wer die ruhe der wunderbaren Landschaft und das herrliche Klima genießen will, kann dies bei einer Wanderung entlag der Radwege tun. Allerdings gibt es in Mönchhof auf einige Flecken die man nur auf
einem der angelegten Wanderwege erreicht.
Doch auch Tennis und Wellness kommen in Mönchhof nicht zu kurz. Das Kneippkurhaus Maiernkron wird von den Schwestern der Zisterzienserinnenabtei Marienkron seit 1969 gleitet. Die Marienkroner 4
Stufen Kur etwa umfasst eine Therapie für Körper, Geist und Seele die eine absolute Erholung verspricht.
Im ältesten Weinbauort Österreichs Mönchhof wurde bereits von den Kelten Wein abgebaut. Die leicht hügelige Landschaft um die Parndorfer Platte und das günstige Klima sowie die alte Tradition gepaart
mit modernster Technik bringen Weine zu tage, die auf regionalen und internationalen Weinpräsentationen höchste Auszeichnungen erhalten. Von der Qualität des Rebensaftes und den kulinarischen
Spezialitäten der Region kann man sich in einem gemütlichen Lokal oder in einer Buschenschank überzeugen.