Direkt an der Grenze zur Slowakei liegt die Gemeinde Kittsee auf einer Seehöhe von 138 Meter. Der slowakische Name für die 20 Quadratkilometer große Gemeinde ist Kopcany und der
kroatische Gijeca. Mit 1.900 Einwohnern gehört Kittsee zum Bezirk Neusiedl am See im Bundesland Burgenland. Bis 1920 gehörte Kittsee zu Ungarn und musste den Ortsnamen Köpcseny verwenden und wurde
erst mit den Verträgen von Saint Germain und Trianon 1919/1920 Österreich zugesprochen.
Die historische Geschichte von Kittsee:
Streufunde aus der Jungsteinzeit weisen
Direkt an der Grenze zur Slowakei liegt die Gemeinde Kittsee auf einer Seehöhe von 138 Meter. Der slowakische Name für die 20 Quadratkilometer große Gemeinde ist Kopcany und der kroatische Gijeca. Mit 1.900 Einwohnern gehört Kittsee zum Bezirk Neusiedl am See im Bundesland Burgenland. Bis 1920 gehörte Kittsee zu Ungarn und musste den Ortsnamen Köpcseny verwenden und wurde erst mit den Verträgen von Saint Germain und Trianon 1919/1920 Österreich zugesprochen.
Die historische Geschichte von Kittsee:
Streufunde aus der Jungsteinzeit weisen darauf hin das die Gegend um Kittsee schon früh besiedelt war. Ein frühezeitliches der Wieselburger Kultur zugehöriges Grab mit Beigaben wurde beim Bau der Strasse von Berg nach Kittsee gefunden.
Als Ungarisches Tor bildete Kittsee den kürzesten Weg von Wien nach Innerungarn. Damit erklärt sich die frühe politische und strategische Bedeutung von Kittsee.
In der Mitte des 12. Jahrhundert soll auf dem "Viervelt" eine Schlacht mit dem ungarischen Heer von König Geiza II geschlagen worden sein. Im Jahr 1198 lagerte Friedrich I auf seinem Kreuzzug nach Ungarn in Kittsee. Die große Fürstenhochzeit der Nichte des Königs Premysl Ottokar von Böhmen, Kunigunde von Brandenburg wurde in Kittsee mit dem Sohn des ungarischen Königs Bela IV vermählt.
Die Burg von Kittsee wurde durch das Heer Ottokars von Böhmen während des Kampfes um das Babenberger Erbe um das Jahr 1270 zerstört. Trotzdem wird das „Castrum Kuchhe“ (Burg Kittsee) im Jahr 1363 urkundliche erwähnt.
Der „Hainburger Friede“ zwischen Herzog Albrecht I von Österreich und König Andreas III von Ungarn wurde 1291 in Kittsee geschlossen.
Bis zum Beginn des 15. Jahrhundert dauerte die Herrschaft der Scharfenecker. Danach gehörte die Herrschaft zum Besitz des ungarischen König Sigismund der diese immer wieder verpfändete. Nach dem Einmarsch der Türken im Jahr 1529 wurde der zerstörte Ort mit Kroatischen Siedlern nachbesiedelt.
Im Jahr 1676 ging Kittsee in den Besitz der Familie Esterhazy über. Unter den folgenden Kriegsgeschehnisse hatte Kittsee stark zu leiden. Da waren die Türkenkriege 1683, die Bocskay und Bethlen Rebellion zu Beginn des 17. Jahrhunderts und die Kuruzzenkriege im Jahr 1704.
Sehenswertes in und um Kittsee:
Das Ethnographische Museum im Schloss Kittsee, welches bis 1974 im Besitz der Familie Batthyany-Strattmann war, verfügt über eine Schausammlung mit Keramik, Schmuck, Textilien über Spielzeug und Haushaltsgeräte aus den Ländern Ost und Südosteuropas. Das Museum wird aus „Fenster nach dem Osten“ wegen seine intensiven Kontakte nach Bratislava genannt.
Eine Reihe von Edelhöfen und Gutshöfen wir der Naszvdihof und der Edelhof entstanden durch die Ansiedelung Kleinadeliger ab der Mitte des 15. Jahrhundert. In der Herrscherzeit der Familie Esterhazy entwickelten sich daraus ganze Komplex von Gutsbetrieben die sogenannten Meierhöfe.
Die Pieta eine Statue der Schmerzhaften Gottesmutter Maria steht am Grenzübergang Kittsee – Jarovce und wurde im Jahre 1719 errichtet.
Die im Jahr 1770 errichtete Mariensäule steht inmitten des Dorfanger in der nähe der Stelle wo einst eine Kirche stand. Die Dreifaltigkeitssäule wurde laut Inschrift im Jahr 1727 errichtet.
Joseph Joachim der am 28. Juni 1831 in Kittsee zur Welt kam und am 15. August 1907 in Berlin verstarb war zu seiner Zeit ein weltberühmter Geiger und Komponist. Sein Geburtshaus wird heute als Bäckerei betrieben.
Das Alte Schloss, welches im 12. Jahrhundert erbaut und im Jahr 1271 von König Ottokar vom Böhmen zerstört wurde, gewann nach seinem Wiederaufbau eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Sie wurde als Mautstation am Donauübergang von und nach Pressburg benutzt. Nach einem Bombentreffer im Jahr 1945 wobei der Schüttkasten zerstört wurde ging die Burg in Privatbesitz.
Das medizinisch Zentrum im Bezirk ist Kittsee mit seinem Krankenhaus, das von dem seliggesprochenen Augenarzt Ladislaus Fürst Bathyana Strattmann gegründet wurde und seit 2004 seinen Namen trägt.
Kittsee ist auch als Marillengemeinde bekannt. Nicht nur das günstige Klima sonder auch die hervorragenden Bodenverhältnisse geben der Marillen ein besonderes Aroma.