Die Markt- und Weinbaugemeinde
Gols liegt auf einer Seehöhe von 130 Meter. Mit einer Gesamtfläche von 43 Quadratkilometer gehört Gols zum Bezirk Neusiedl am See. Gols mit rund 3.600
Einwohnern liegt östlich des Neusiedler Sees an der Grenze der Parndorfer Platte und dem Heideboden.
Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Gols zu Ungarn und musste laut der Magyarisierungspolitik von Budapest den Ortsnamen Galos benutzten. Erst mit den Verträgen von Saint Germain und Trianon
wurde Gols Österreich zugesprochen und gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.
Auszug aus der Chronik von Gols:
Funde aus der Steinzeit weisen darauf hin, dass das Gemeindegebiet von Gols schon damals Besiedelt war. Funde aus der Bronzezeit und der Hallstattzeit unterlegen dies. Zur Römerzeit im 3. bis 5.
Jahrhundert war die Region um Gols ebenfalls dicht besiedelt.
Im 10. Jahrhundert wurden die Bissener von den Magyaren, mit der Sicherung der Westgrenze beauftragt und ließen sich in Gols nieder. Erstmals urkundlich erwähnt wird Gols im Jahr 1217. Das Marktrecht
und das Wappen wurden Gols im Jahre 1582 durch Rudolf II verliehen.
Sehenswertes in und um Gols:
Als Zeichen der Verbundenheit der Golser Weinbauern zu den Bundesländern, wurde am Hauptplatz die Bundesländer Ronde errichtet. Der Kreisförmige
Weingarten wurde so angelegt das jedes Bundesland eine Weingartenzeile mit 7 Weinstöcken symbolisiert.
Die Evangelische Kirche beherbergt eine Rokoko Kanzel aus dem Jahre 1735 welches somit älter als das Gotteshaus selbst ist. Das Altarbild ist das einzige des Burgenlandes aus der Donauschule und
gleichzeitig das älteste der evangelischen Kirchen im Burgenland.
Die Katholische Pfarrkirche steht auf der ehemals befestigten Erhebung des Angers. Erbaut wurde sie im 12. und 13. Jahrhundert und ist 1721 abgebrannt. Trotz mehrfacher Renovierungen lässt sich der
mittelalterliche Charakter noch erkennen.
Am Golser Hauptplatz findet man ein mit Pflanzen und Steinen nachgebildetes Wappen der Gemeinde Gols. Ebenfalls am Hauptplatz steht das Paul Vetter Denkmal. Vetter half im 19. Jahrhundert mit, die
Reblaus zu vertreiben.
Ein kurzer Ausflug zur Dreifaltigkeitssäule aus dem Jahr 1618 erbaut und 1806 erneuert oder ein Besuch der Zuckerkunstausstellung der Konditorei Lunzer lohnt sich. Der Konditormeister Adi Lunzer hat
bereits zahlreiche Preise mit seiner Zuckerkunst gewonnen. Typisch für die Region um Gols sind die Tschardaken, Holzspeicher die zur Trocknung von Mais verwendet werden.
Ausflugtipps in der Umgebung von Gols:
Das Dorfmuseum in
Mönchhof, die Basilika in
Frauenkirchen,
Schloss
Halbturn, die etwa 25 Kilometer entfernte Römerstadt Carnuntum, die rund 60 Kilometer entfernte Burg
Forchtenstein, die Seefestspiele in
Mörbisch oder die
Opernfestspiele im Römersteinbruch in
St. Margarethen. Gols und seine Region bietet eine Menge an Kultur und
Unterhaltung.
Der
Neusiedler See bietet mit seinem Nationalpark ein Stück Erde zum Genießen. Eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt kann hier
ungestört wachsen und brüten. Im Nationalpark Neusiedler See Seewinkel fühlt sich die Flora und Fauna des pannonischen und alpenländischen Raum wohl.
Gols gilt als eine der bedeutendsten Weinbaugemeinden Österreichs. Fast die Hälfe des Gemeindegebietes ist mir Weinreben bepflanzt. Hier in Gois am Ostufer des Neusiedler Sees herrschen optimale
Wetterbedingungen für das gedeihen hervorragender Weinreben für die besten Weine. Gols konnte sich den typischen Charme einer nordburgenländischen Weinbaugemeinde erhalten.