Im Südburgenland liegt die Stadtgemeinde und gleichzeitige Bezirkshauptstadt Güssing mit 3.900 Einwohnern. Mit einer Gemeindefläche von 50 Quadratkilometer umfasst die Gemeinde die Orte Glasing,
Güssing, Krottendorf, Sankt Nikolaus, Steingraben, Langzeil, Rosenberg und Urbersdorf. Auf einer Seehöhe von 229 Meter liegend, gehörte Güssing bis zu den Verträgen von Saint Germain und Trianon im
Jahr 1919 zu Ungarn und verwendete den Ortsnamen Nemetujvar. Danach wurde es Österreich zugesprochen und in das 1921 neu gegründete Bundesland Burgenland
Im Südburgenland liegt die Stadtgemeinde und gleichzeitige Bezirkshauptstadt Güssing mit 3.900 Einwohnern. Mit einer Gemeindefläche von 50 Quadratkilometer umfasst die Gemeinde die Orte Glasing, Güssing, Krottendorf, Sankt Nikolaus, Steingraben, Langzeil, Rosenberg und Urbersdorf. Auf einer Seehöhe von 229 Meter liegend, gehörte Güssing bis zu den Verträgen von Saint Germain und Trianon im Jahr 1919 zu Ungarn und verwendete den Ortsnamen Nemetujvar. Danach wurde es Österreich zugesprochen und in das 1921 neu gegründete Bundesland Burgenland eingegliedert.
Güssing und sein Wahrzeichen:
Als eine der schönsten Burgen in Österreich, gilt die Burg Güssing. Auf einen erloschenen Vulkan wurde im Jahr 1157 eine Wehranlage aus Holz mit einem Benediktinerkloster errichtet. Die Brüder Graf Wolfer und Graf Hedrich bekamen sie von König Geza II geschenkt. Nach der Aufhebung des Klosters im Jahr 1180, entzog König Bela III die Burg den Besitzer und baute wegen der strategischen Lage, eine feste Burg aus Steinen und Ziegeln. Im Jahr 1524 übertrug König Ludwig II die Burg mit der Herrschaft an Franz Batthyana, als Belohnung für seine heldenhafte Verteidigung der Festung Jaicza.
Mit der Einführung der Dachsteuer zu Zeiten Maria Theresias, verursachte die Burg hohe Kosten. Aus diesem Grund wurden viele Dächer einfach abgerissen und die Gebäude sich selbst überlassen. Außerdem verlor die Burg ihre Aufgabe als Verteidigungsanlage.
Im Jahr 1870 gründete Fürst Philipp Batthyana-Strattmann eine Stiftung zum Erhalt der Burg Güssing. Da in dem Kloster die Familiengruft liegt und die Burg große geschichtliche Bedeutung für die Familie hat. Nach aufwendigen Renovierungsarbeiten zeigt sich die Burg wie zur Zeit Maria Theresias. Noch heute befindet sie sich im Besitz der Familie Batthyana-Strattmann kann aber besichtigt werden.
Jährlich finden im weitläufigen Burghof die Güssinger Burgspiele zur Sommer-Sonnenwende statt.
Sehenswertes in und rund um Güssing:
Auf dem Hauptplatz von Güssing steht das Franziskanerkloster aus dem Jahr 1648/49. Adam Graf Batthyany I stiftete es, heute befindet sich der Sitz des röm.kath. Pfarramtes in dem Kloster. Einst gehörte das Kloster als Eckpfeiler zur Stadtbefestigung. Sehenswert ist auch die wertvolle Bibliothek mit rund 3.500 Büchern.
Das Gebäude der alten Hofmühle beherbergt heute das Auswanderer Museum, mit Dokumenten und Exponaten der Amerikawanderung der Bevölkerung am Anfang diese Jahrhunderts. Mehr als 9.000 Burgenländer wanderten von hier nach Amerika aus. Das zweite Museum ist dem Mundartdichter Josef Reichl gewidmet. In seinen Gedichten beschrieb er das Leben der Grenzlandbewohner. Viele Gedichte und Geschichten spiegeln seine Liebe zur Heimat.
Sport und Freizeit in Güssing:
Ob im Freibad, im Aktivpark oder beim Öko Energie Marathon, Güssing hat seinen Besuchern einiges zu bieten. Ein Ausflug in die Umgebung mit der einmaligen Landschaft lohnt sich auf jeden Fall.