Im nördlichen Teil des Bundesland Burgenland liegt auf einer Seehöhe von 151 Meter die Marktgemeinde St. Margarethen. Mit einer Größe von 27 Quadratkilometer und rund 2.800 Einwohnern gehört sie
zum Bezirk Eisenstadt Umgebung. Wie das gesamte Burgenland gehörte auch St. Margarethen bis 1919/20 zu Ungarn. Der ungarische Name lautete „Margita“.
St. Margarethen im Burgenland und seine Geschichte:
Bereits mehr als 7.500 Jahre zurück liegt die erste Besiedelung des Ortes. Als im Jahr 1232 St. Margarethen erstmals
urkundliche erwähnt wurde trug sie noch den Namen „Mayad“ und
Im nördlichen Teil des Bundesland Burgenland liegt auf einer Seehöhe von 151 Meter die Marktgemeinde St. Margarethen. Mit einer Größe von 27 Quadratkilometer und rund 2.800 Einwohnern gehört sie
zum Bezirk Eisenstadt Umgebung. Wie das gesamte Burgenland gehörte auch St. Margarethen bis 1919/20 zu Ungarn. Der ungarische Name lautete „Margita“.
St. Margarethen im Burgenland und seine Geschichte:
Bereits mehr als 7.500 Jahre zurück liegt die erste Besiedelung des Ortes. Als im Jahr 1232 St. Margarethen erstmals
urkundliche erwähnt wurde trug sie noch den Namen
„Mayad“ und im Jahr 1276 hieß St. Margarethen bereits
„Sancta Margareta“. In den Türkenkriegen von 1529 und 1532
wurde St. Margarethen regelrecht überrannt. Im 16. Jahrhundert musste sich die Gemeinde gegen türkische, magyarische und tartarischen Kriegsscharen wehren.
In ungarischer Hand bis zum Ende des Ersten Weltkrieges wurde St. Margaretha
„Szemetmargitbanya“ ab dem Jahr 1867 genannt. Danach wurde der Name auf „
Margita“
geändert. Erst im Jahr 1919/20 wurde es durch die Verträge von Saint Germain und Trianon Österreich zugesprochen und im Jahr 1921 in das neue entstandene Bundesland Burgenland aufgenommen.
Die Kultur von St. Margarethen:
An der alten Landstrasse nach Ödenburg steht die
Florianikapelle welche zu Ehren des Feuerschutzpatrons errichtet wurde. Der Verein der Feuerwehr wurde allerdings erst später im Jahr
1887 gegründet
Die ehemalige
Johannes von Nepomuk Kapelle befand sich an der Straße nach Eisenstadt und wurde im Jahr 1762 als Giebelbau mit halbrunder Apsis, einer Volute am Türsturz mit
Schindeldach und Ovalfenster errichtet. Der Innenraum war eine Steinmensa mit heiligen Lebensgroßen bunten Steinfiguren des Heiligen Petrus, Laurentius und Aloisius. Durch die Erweiterung des
Winzergenossenschaftskeller musste sie abgetragen und an der Hauptstraße verkleinert wieder aufgebaut werden.
Das alte Beinhaus auch
Karner genannt, steht im alten, ummauerten Kirchhof und wird auch als Margaretekapelle oder Urkirche bezeichnet. Im Zuge der Restaurierung im Jahr 2003 wurde
das Kreuzrippengewölbe, die barocken Rundbogenfenster und die Epitaphien an der Außenmauer instand gesetzt.
Auf einer Seehöhe von 224 Meter steht am
Ruster Berg die
Koglkapelle, auch Pestkapelle genannt. Sie
besteht aus einem Raum mit zwei Achsen und einem Kreuzgewölbe. Im inneren befanden sich bis zur 1. Renovierung die Skulpturen Petrus und Paulus, Maria mit dem Kinde, Heiliger Sebastian und Heiliger
Michael diese wurde entfernt und durch Bild Darstellungen ersetzt.
An das Wegkreuz bei der Straßenkreuzung Eisenstadt – Rust wurde die
Kreuzkapelle errichtet. Der Raum bestand aus 2 kleinen Nischen mit einer Segmentbogennische in der Rückwand sowie
einen trapezförmigen Giebel und einem Steinkreuz. Das durch Verkehrsunfälle beschädigte Seitengitter aus Holz welches die Steinpfosten mit dem geschindelten Schutzdach umgaben, wurde abgetragen und
nicht wieder angebaut.
Von St. Margarethener Pilgern die jeden Sommer an der Fußwallfahrt nach Mariazell teilnehmen wurde die
Mariazellerkapelle im Jahr 1998 errichtet.
Über 5 Bauepochen geht der Bau der heutigen
Pfarrkirche zu Ehren des Heiligen Johannes dem Täufer und der Heiligen Margaretha aus dem Jahr 1276. Bereits im Jahr 1641 wurde der Turm
mit zwei Glocken und einer Uhr mit einem Metallkreuz ausgestattet und war 36,55 Meter hoch. Aus der 2. Bauphase stammt der Anbau eines frühgotischen Kirchleins an den Turm. Die Tretorgel wurde im
Musikchor im Jahr 1813 von Pfarrer Horvath aufgestellt und war bis zum Jahr 1959 ein wichtiger Teil der Kirche. In der 3. Bauphase wurde 1497 der Chor für den Hauptaltar und die Sakristei sowie ein
südseitiger Eingang errichtet. Im Jahr 1519 kam der Hauptaltar und die 2 Seitenaltäre dazu.
In den Türkenkriegen wurde die Kirche schwer beschädigt. Bis zur Restaurierung 1963 wurde der alte Hochaltar in einen Seitenaltar und die korinthischen Säulen aus Stein aufgebaut. Die aus Sandstein
gefertigte Kanzel mit achtseitigem Fuß, fünfseitigen Kanzelboden Blatt und Fruchtornamentik zeigt die Figur des Heiligen Petrus und Paulus, Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist. Der
moderne Zubau stammt aus dem Jahr 1959 und wurde unter dem Architekt Professor Kramreiter errichtet. Der Taufstein in der Unterkirche stammt aus dem 17. Jahrhundert. Im Jahr 1990 wurde die Kirche
erneut restauriert.
Aus dem 17.Jahrhundert stammt der
Pranger ein Schandpfahl aus Stein an dem Verurteilte der öffentlichen Beschimpfung ausgesetzt oder körperlich bestraft wurden. Nachweislich ab dem
Jahr 1809, wahrscheinlich aber schon im Spätmittelalter, bis heute wird am 10 Juni, das Namensfest des Kirchenpatrons dem Kirchweihfest mit Jahrmarkt eine 3 Meter hohe Stange die wie eine Schwerthand
aussieht angebracht. Diese soll dem Jahrmarktbesucher anreisenden Fremden, Händlern und Käufern die Strenge Gerichtsbarkeit anzeigen.
St. Margarethen und der Weinbau:
Bereits seit Anfang des 16. Jahrhundert wird aufgrund er spezifischen Beschaffenheit des Bodens und dem einzigartigen Klima Wein von höchster Qualität anbaut.
Kaiser Matthias I.
verlieh im Jahre 1618 den Winzern das
„Brandzeichen“ ein wertvolles Privileg. Noch heute werden die Weinkreationen mit Auszeichnungen wie „World Champion“ dem Wein Oskar oder
Landes und Bundessieger ausgezeichnet. Jeder der mehr über die Tradition des Weinbaus wissen will, kann dies bei einer Verkostung im alten Weinkeller oder in einer Buschenschank erfahren.
Ausflugsziele und Sportangebot in und um St. Margarethen:
Der Römer Steinbruch der dem Ort seit Jahrhunderten prägt ist eine der größten und ältesten Steinbrüche Europas und
von natur und kulturhistorischer Bedeutung. Der abgebaute Sandstein wurde unter anderem für den Bau des Stephansdomes verwendet. Auch heute wird im diesem Steinbruch noch Kalksandstein abgebaut. Ein
besuch lohnt sich daher im Schaubetrieb des Steinbruches.
Ein Ausflugsziel für jung und alt ist auch der
Freizeit und Märchenpark in St. Margarethen. Seit dem Jahr 1926 werden in St. Margarethen
Passionsspiele aufgeführt.
Früher noch in einem Bauerhof seit 1961 in der Naturkulisse des Römersteinbruches alle fünf Jahr wobei der Reinerlös pfarrliche, soziale und missionarische Projekte unterstützt.
Von
Wandern bis Radtouren, Reiten, Angeln, Schwimmern, Tennis in St. Margarethen ist für jeden Sportfan was geboten.