Die Gemeinde Siegendorf liegt mit einer Größe von 23 Quadratkilometer und rund 2.500 Einwohner im nördlichen Teil des Bundeslandes Burgenland. Auf einer Seehöhe von 176 Meter liegt Siegendorf in
der Nähe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Während der Zugehörigkeit zu Ungarn musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Name „Cinfalva“
verwendet werden. Erst mit den Verträgen von Saint Germain und Trianon von 1919 wurde Siegendorf Österreich zugesprochen und 1921 in das neue Bundesland
Die Gemeinde Siegendorf liegt mit einer Größe von 23 Quadratkilometer und rund 2.500 Einwohner im nördlichen Teil des Bundeslandes Burgenland. Auf einer Seehöhe von 176 Meter liegt Siegendorf in der Nähe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Während der Zugehörigkeit zu Ungarn musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Name „Cinfalva“ verwendet werden. Erst mit den Verträgen von Saint Germain und Trianon von 1919 wurde Siegendorf Österreich zugesprochen und 1921 in das neue Bundesland Burgenland integriert.
Geschichte und Kultur von Siegendorf:
Funde aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der Römerzeit belegen die frühe Ansiedelung in Siegendorf. Im Schuschenwald wurden spätbronzezeitliche Hügelgräber gefunden.
Im Mittelalter gehört Siegendorf bis in Jahr 1456 den Condottiere Ulrich von Grafeneck und wurde im Jahr 1482 an den Besitz der Herrschaft Landsee übergeben.
Die Türkenkriege von 1529 und 1532 forderten viele Gefallene. Darauf hin entschlossen sich die Grundheeren die leeren Höfe mit kroatischen Zuwanderern zu bevölkern. Daher gehört ein Grossteil der heutigen Bevölkerung der burgenlandkroatischen Volksgruppe an und spricht neben Deutsch auch kroatisch. Der kroatische Name lautet „Cindrof“ und wird heute noch verwendet.
Der Stadthauptmann von Sopron, Hans von Weißpriach, war ab 1548 Herr über Siegendorf und verkaufte den Ort an den Rittmeister von Soporn Erasmus Teufel.
Ab den Jahren 1612 bis 1860 gehörte Siegendorf mit der Herrschaft Landsee zum Besitz der Familie Esterházy.
Im Jahre 1659 wurde Siegendorf von den anstürmenden Türken schwer beschädigt. Während der Franzosenkrieg im Jahr 1809 kam es in Siegendorf zu Einquartierungen und Requirierungen.
Im Ersten und zweiten Weltkrieg waren eine menge Gefallener zu beklagen und die gesamte Ortstruktur wurde zerstört.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird Siegendorf ein aufstrebender Ort.
Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele:
Aus dem Jahr 1732 stammt die Rochuskpelle und wurde im Gedenken an die an der Cholera verstorbenen errichtet. Die Johanneskapelle inmitten des Ortes stammt aus dem Jahr 1745. Die Inschrift ist auf Deutsch obwohl vor allem kroatische Bürger diese verfasst hatten.
Das Siegendorfer Schwimmbad erstrahlt nach seiner Renovierung und Neugestaltung in Jahr 2002 mit einem Sprungturm, einer Breitrutsche, einem großen Kinderbecken, einer Solarheizung und einem Beachvollyballplatz in neuen Glanz.
Die Hügelgräber aus der Spätbronzezeit liegen 2,5 Kilometer außerhalb von Siegendorf und können heute als Freilichtmuseum besichtigt werden. Das Naturschutzgebiet Oberseewald liegt nicht weit von den Hügelgräbern entfernt. Hier konnte der sehr seltene Ziesel, ein Mitbewohner aus dem Tierreich, beobachtet werden. Ebenso findet man hier fast vergessenen Blumenarten wie zum Beispiel die Kuhschelle, das Adonisröschen oder das Steinröslein.
Das heutige Kulturzentrum ist im sogenannten Kastell untergebracht. Dies wurde 1975 restauriert und bietet Platz für das Gemeindestüberl. Sitzungs- und Vortragssaal, das Standesamt und vielem mehr.
Ein einheitlicher Barockbau aus dem 17. Jahrhundert ist die Katholische Pfarrkirche zu Allerheiligen. Typische für diese Zeit sind der vorgebaute Westturm, ein langes Schiff und der eingezogene Chor. Ein Cherubskopfrelief verziert das westliche Turmportal. Darüber befindet sich eine Nischenfigur der Glockenmadonna. Erstmals wurde diese Kirche 1366 erwähnt. Bei dem Brand 1835 wurde die Kirche arg in Mitleidenschaft gezogen und in den Jahren danach aufwendig restauriert.
Aber die Gemeinde Siegendorf hat noch mehr zu bieten:
Ob Wandertouren oder Radtouren. Bei einer dieser unzähligen Möglichkeiten kann man die Landschaft mit ihren hügeligen Weinbergen und den weitauslaufenden Wiesen bewundern und die Natur erleben. Das hervorragende Klima des Neusiedler Sees und die verschiedene Beschaffenheit des Bodens sind ideale Bedingungen für den Weinbau. Hier gedeihen die weißen als auch roten Weinreben für die edelsten Weine. In einer der Buschenschanken oder in einem gemütlichen Gasthaus kann man sich von dieser Qualität überzeugen.