In einem Tal der Wulka liegt die Gemeinde Schützen am Gebirge, eingebettet zwischen Ruster Hügelland, Eisenstädter Becken, Leithagebirge und Neusiedler See. Politisch gehört die rund 1.500 Einwohner
zählende Gemeinde im nördlichen Burgenland zum
Bezirk Eisenstadt-Umgebung. Ungarisch wird die knapp 22 km² große Gemeinde Schützen am
Gebirge
Sérc genannt.
Aus der Gemeindechronik von Schützen am Gebirge:
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die heutige Gemeinde bereits im frühen 13. Jahrhundert. Rund 200 Jahre später waren die usprünglichen beiden Orte nahezu ausgestorben, dafür
In einem Tal der Wulka liegt die Gemeinde Schützen am Gebirge, eingebettet zwischen Ruster Hügelland, Eisenstädter Becken, Leithagebirge und Neusiedler See. Politisch gehört die rund 1.500 Einwohner
zählende Gemeinde im nördlichen Burgenland zum
Bezirk Eisenstadt-Umgebung. Ungarisch wird die knapp 22 km² große Gemeinde Schützen am
Gebirge
Sérc genannt.
Aus der Gemeindechronik von Schützen am Gebirge:
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die heutige Gemeinde bereits im frühen 13. Jahrhundert. Rund 200 Jahre später waren die usprünglichen beiden Orte nahezu ausgestorben, dafür entstand an der Stelle
das heutige Ortsgebiet, welches von der ersten Türkenbelagerung schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Und auch eine weitere Angriffswelle der Türken 1605 brachte Tod und Verzweiflung über die
Gemeinde, die damals noch Gschieß hieß. Ein Großteil des Dorfes wurde niedergebrannt, viele Menschen fanden in den Flammen den Tod.
1683 standen die Türken erneut vor den Toren der Gemeinde, doch diesmal gelang der Bevölkerung rechtzeitig die Flucht. Wieder wurde alles niedergebrannt, und dabei wurden auch alle drei Altäre der
Kirche zerstört. Auch in den folgenden Jahrhunderten war das Gemeindegebiet von Schützen immer wieder Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. Fremde Soldaten zogen ebenso eine Spur der
Verwüstung durch den Ort wie herumziehende Räuberbanden, darüber hinaus wütete auch insgesamt fünf Mal die Pest in der kleinen burgenländischen Gemeinde.
1911 wurde die Gemeinde nahezu vollständig von einer Feuersbrunst ungeahnten Ausmaßes zerstört. Der Ort glich einem Trümmerhaufen, selbst die Obstbäume der Umgebung wurden ein Raub der Flammen. Nach
den Wirren der beiden Weltkriege wurde in der Folge vermehrt das Hauptaugenmerk auf den Weinbau gelegt, der auch heute noch einen wichtigen Wirtschaftszweig darstellt, seit dem Weinskandal Mitte der
80er Jahre allerdings kontinuierlich zurückgeht.
Sehenswertes in Schützen am Gebirge:
Für das Ortszentrum von Schützen am Gebirge wurde vom ortsansässigen Künstler Robert Schneider ein Brunnen entworfen, den eine Keramikskulptur ziert. Gleich dahinter kann an der Fassade des
Pfarrheimes ein Kunstglasfenster von Prof. Erich Stanschitz bewundern, das den Namen „Maria Magdalena“ trägt.
Ebenfalls ganz in der Nähe steht die Pfarrkirche von Schützen am Gebirge. Sie ist der Hl. Maria Magdalena geweiht und ganz im barocken Stil errichtet. Umgeben wird sie von einer Wehrmauer.
Desweiteren findet man im gesamten Ortsgebiet von Schützen am Gebirge kunstvoll gestaltete Bildstöcke, die von Privatpersonen gepflegt und gewartet werden.
Aktivitäten in und um Schützen am Gebirge:
Natürlich sind auch in Schützen und Umgebung die beiden wichtigsten Aktivitäten im Burgenland zu finden – Radfahren und Wandern. Highlight der Radstrecken ist sicherlich der Radweg R 50. Er bietet
zum einen eine Verbindung zur Landeshauptstadt
Eisenstadt, zum anderen ist man aber auch in Nullkommanix am Neusiedler See mit seinen
unzähligen Attraktionen.
Wandervögeln sei eine Tour auf den Goldberg ans Herz gelegt. Die höchste Erhebung der Region (immer 224 m hoch) wurde 1973 zum Vollnaturschutzgebiet erklärt, was der Berg seiner einzigartigen Flora
mit seltenen Pflanzenarten verdankt. Ist man einmal oben angekommen, wird mit einem herrlichen Panoramablick vom Schneeberg über das Wulkatal bis hin zum Neusiedler See und nach Frauenkirchen
belohnt.