Die Gemeinde Oggau am Neusiedler See liegt am Westufer des Neusiedler See mit einer Größe von 53 Quadratkilometer und rund 1.900 Einwohner auf einer Seehöhe von 130 Meter. Von 1898 bis 1919
gehörte Oggau zu Ungarn und es musste der Ortsname "Oka" verwendet werden. Durch die Verträgen von Saint Germain und Trianon wurde Oggau Österreich zugesprochen und 1921 in das
neue Bundesland Burgenland aufgenommen.
Geschichte und Kultur von Oggau am Neusiedler See:
Ausgrabungen belegen, dass Oggau schon in der Jungsteinzeit besiedelt wurde. Gegenstände aus der Bronze-,
Die Gemeinde Oggau am Neusiedler See liegt am Westufer des Neusiedler See mit einer Größe von 53 Quadratkilometer und rund 1.900 Einwohner auf einer Seehöhe von 130 Meter. Von 1898 bis 1919
gehörte Oggau zu Ungarn und es musste der Ortsname "Oka" verwendet werden. Durch die Verträgen von Saint Germain und Trianon wurde Oggau Österreich zugesprochen und 1921 in das
neue Bundesland Burgenland aufgenommen.
Geschichte und Kultur von Oggau am Neusiedler See:
Ausgrabungen belegen, dass Oggau schon in der Jungsteinzeit besiedelt wurde. Gegenstände aus der Bronze-, Hallstatt und Keltenzeit wurden ebenso gefunden wie ein Trinkgefäße aus der Römerzeit mit
Rotweinresten. Aufgrund dieses Fundes bekam Oggau den Namen „älteste Rotweingemeinde Österreichs“. Im Jahr 1344 wurde Oggau erstmals urkundlich erwähnt.
Im Jahr 1994 wurde in Oggau das 650-jährige Bestehen gefeiert und zu diesem Anlaß zur Marktgemeinde erhoben und der Ortsname auf "Oggau am Neusiedler See" geändert.
Reste einer alten Befestigungsmauer zeugen davon, dass sich die Bevölkerung von Oggau in den Türkenkriegen im 17. Jahrhundert gegen die massiven Überfälle zu schützen wusste. Dennoch hinterließen die
Karuzzeneinfälle ebenso wie der erste und zweite Weltkrieg Spuren der Verwüstung. Nach dem zweiten Weltkrieg konnte sich Oggau dank einer raschen infrastrukturellen Entwicklung gut erholen.
Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele:
Der Hölzelstein, auch Ayers Rock des Burgenlandes genannt, steht am Rande des Schilfgürtels vom
Neusiedler See und ist weithin sichtbar. Er stammt noch auch der Zeit, als der Wasserstand des Neusiedler Sees fast bis nach Oggau
heranreichte.
Etwas südlich davon steht auf einer zweiten Felskuppe die Rosaliakapelle. Diese wurde aufgrund eines Gelübdes der Gemeinde 1715 zu Ehren der Pestheiligen Rosalia errichtet.
Den Bau der Barocken Pfarrkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit finanzierte in den Jahren 1727 bis 1731 der Oggauer Kaufmann Mathias Weißenböck. Besonders sehenswert ist im Inneren der Kirche das
Hochaltarbild das die von den 12 Aposteln angebetete Dreifaltigkeit zeigt, der zu Ehren der Mutter vom guten Rat wunderschöne Rokokoaltar mit einem reichgeschmückten Schrein mit Rocailledekor und der
Überlieferung nach noch einzige Rest der alten Kirche eine Marienstatue aus dem Jahr 1708.
Auf dem Radweg rund um den Neusiedler See kommt man direkt an der Oggauer Weinlaubenkuppel vorbei. Diese wurde zu Ehren des wunderbaren Zusammenspiels von Natur und Mensch in im Laufe der
Jahreszeiten, errichtet. Die Vorfahren der heutigen Bewohner von Oggau feierten auf diesem Areal ihr Erntedankfest.
Die Gemeinde Oggau liegt in Mitten des Nationalparks Neusiedler See. Hier treffen einander auf der einen Seite die Pußta und auf der anderen ein breiter Schilfgürtel. Von Österreich und Ungarn
gemeinsam ins Leben gerufen, bietet der Nationalpark als einziger Steppennationalpark Mitteleuropas Tieren und Pflanzen aus dem pannonischen, alpinen und mediterranen Raum Platz zu geschütztem
Leben.
Die Gemeinde Oggau am Neusiedler See hat noch mehr zu bieten:
Der Bootshafen bietet nicht nur die Möglichkeit, mit dem Tretboot eine Fahrt auf dem Neusiedler See zu machen,
auch Segelfreunde haben die Möglichkeit, ihrem Sport nachzugehen. Der insgesamt 135 Kilometer, davon 38 Kilometer auf ungarischer Seite, lange Neusiedler See Radweg ist sicher einer der bekanntesten
Radwege in Österreich.
Einen wunderbar gepflegten und gut strukturierten Campingplatz und eines der schönsten Freischwimmbäder Burgenlands mit großen Liegewiesen, einer Sprunganlage, einem Erholungsbecken, einer 30 Meter
langen Wasserrutsche sowie für die Kleinsten ein Kinderplanschbecken findet man in Oggau, einer Nachbargemeinde von
Rust.
Auf einer der zahlreichen Wanderrouten vorbei am Neusiedler See, herrlichen Weinbergen und leicht hügeligen Wiesen auf denen Weiße Esel und Graurinder grasen, kann man die Natur genießen und Kraft
für den Alltag tanken.
Der Weinbau in Oggau:
Der Weinbau hat in Oggau eine lange Tradition, speziell der in dieser Region nicht primäre Rotweinbau ist weit über Österreichs Grenzen bekannt . Bereits in den früheren Jahrhunderten
und in der Römerzeit war der Oggauer Wein sehr bekannt. Von der Qualität des mit Goldmedaillen, Landes- und Bundessieger ausgezeichneten Weines kann man sich in einer der Buschenschanken oder in
einem der gemütlichen Gasthäuser überzeugen.