Die Gemeinde Mörbisch am See liegt am südwestlichen Ufer des Neusiedler See auf 122 Meter über dem Meer mit 2.400 Einwohnern südöstlich von Wien. Mit einer Größe von 29 Quadratkilometer
gehört Mörbisch am See zum Bundesland Burgenland. Der Ungarische Name lautet „Megyes“ und wurde während der Zugehörigkeit zu Ungarn aufgrund der Magyarisierungspolitik bis 1919/20
verwendet.
Geschichte und Kultur von Mörbisch am See:
Bereits zur Alt und Jungsteinzeit war Mörbisch dicht besiedelt. Dies belegen Funde
Die Gemeinde Mörbisch am See liegt am südwestlichen Ufer des Neusiedler See auf 122 Meter über dem Meer mit 2.400 Einwohnern südöstlich von Wien. Mit einer Größe von 29 Quadratkilometer gehört Mörbisch am See zum Bundesland Burgenland. Der Ungarische Name lautet „Megyes“ und wurde während der Zugehörigkeit zu Ungarn aufgrund der Magyarisierungspolitik bis 1919/20 verwendet.
Geschichte und Kultur von Mörbisch am See:
Bereits zur Alt und Jungsteinzeit war Mörbisch dicht besiedelt. Dies belegen Funde aus dieser Epoche. Aus der Bronzezeit fand man bei Ausgrabungen Höckergräber und aus der Zeit der Kelten wurden Gefäße gefunden die vermutlich zur Lagerung von Wein verwendet wurden. Die Mithrasgrotte die dem Lichtgott Mithras geweiht entstand bereits in der Römerzeit.
Diese befindet sich schon auf ungarischem Staatsgebiet wurde jedoch nach dem Fall des Eisernen Vorhang in Österreich-ungarischer Zusammenarbeit renoviert. Urkundlich erwähnt wurde Mörbisch erstmals 1254. Die Brüder des schwäbischen Rittergeschlechts Gutkeled waren die ersten Grundherren die um 1300 in Mörbisch regierten.
Im Jahr 1385 schenke die ungarische Königin Maria Mörbisch der Stadt Ödenburg. Darauf hin kamen schwere Zeiten auf die Gemeinde zu. Da es keine Stadtmauern gab, wurde Mörbisch während der folgenden Kriegs und Unruhezeiten schwer in mit Leidenschaft gezogen. Den Mörbischer Bauern macht auch die Lehenwirtschaft und die Leibeigenschaft schwer zu schaffen. In den Nachkriegsjahren des ersten und zweiten Weltkrieges war der Weinhandel das wichtigste Handelsgut.
In den Jahren 1954 und 1957 wurde die zur Gänze künstlich ausgeschüttete Seebadeanlage gebaut.
Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele:
Von der Gemeinde Mörbisch aus kann man den Neusiedler See an dessen Südwestufer der Ort liegt nur durch einen 1950 aufgeschütteten Damm erreichen da ein sehr breiter Schilfgürtel einen direkten Weg verhindert.
Auf der Seebühne am Ende des Damms wurden 1957 die Mörbischer Seefestspiele gegründet welche Mörbisch bekannt gemacht haben.
Auch das Seebad, der Yachthafen, zwei Schifffahrtsunternehmen, Tennis und Beachvolleyballplätze, eine Segel und Surfschule sowie der Bootsverleih sind nur über diesen Damm erreichbar.
Im Jahr 1495 wurde eine Ulrichskirche das heutige Patrozinium „zur Kreuzerhöhung“ erbaut. Die Evangelische Pfarrkirche stammt aus dem Jahr 1792 im Jahr 1853/54 wurde der Turm dazu gebaut. Der Taufstein, der schöne Kanzelaltar und die gotisierende Fassade stammen noch aus der Erbauungszeit. Die 1713 errichtete Pestsäule am südlichen Ortsende auf dessen Krone eine neuzeitliche Sebastianfigur steht wurde in den Jahren 1863 und 1913 renoviert und erneuert. Am Ortsausgang Richtung sankt Margarethen steht im Weinberg der Tabernakelpfeiler auch Pestsäule genannt mit einer modernen Lourdes-Madonna aus dem Jahr 1866. Das 1928 errichtete Kriegerdenkmal erinnert an die gefallenen des ersten und zweiten Weltkrieges. Das Satzkreuz, ein gusseisernes Kruzifix befindet sich an der Straße nach Rust.
Das Bild der Region um Mörbisch am See wird durch den Weinbau gepägt. Im Jahr 1331 wurden die Weingärten in Mörbisch erstmals urkundlich genannt. Man geht allerdings davon aus das die östlichen Hänge rund um Mörbisch schon früher zum Weinbau genutzt wurden. In einer der zahlreichen Buschenschanken oder in einem gemütlichen Gasthaus kann man sich von der Qualität der edlen Wein überzeugen.