Die Marktgemeinde Loretto liegt auf 218 Meter Seehöhe im Norden des Leithagebirges im Bundesland Burgenland nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Mit knapp 400 Einwohner und einer Größe von 3
Quadratkilometer ist Loretto die kleinste Marktgemeinde im Burgenland. Während der Zugehörigkeit zu Ungarn bis 1919/20 trug Sie den Namen „Lorettom“.
Geschichte und Kultur von Loretto:
Ausgrabungen belegen, dass Loretto bereits von den Illyrer, Kelten und Römer besiedelt wurde. Die Exponate verschiedener Ausgrabungen sind im
Landesmuseum
Die Marktgemeinde Loretto liegt auf 218 Meter Seehöhe im Norden des Leithagebirges im Bundesland Burgenland nahe der Landeshauptstadt Eisenstadt. Mit knapp 400 Einwohner und einer Größe von 3 Quadratkilometer ist Loretto die kleinste Marktgemeinde im Burgenland. Während der Zugehörigkeit zu Ungarn bis 1919/20 trug Sie den Namen „Lorettom“.
Geschichte und Kultur von Loretto:
Ausgrabungen belegen, dass Loretto bereits von den Illyrer, Kelten und Römer besiedelt wurde. Die Exponate verschiedener Ausgrabungen sind im Landesmuseum Eisenstadt ausgestellt.
Die Marktgemeinde Loretto ist stark mit der Geschichte der im Ort befindlichen Wallfahrtskirche verbunden.
Als Freiherr Hans Rudolf von Stotzingen 1644 an eine Wallfahrt nach Loreto (Italien) teilnahm, brachte er einige Statuen und die Kopie des Gnadenbildes mit. Die ehemaligen Johanneskapelle aus dem Jahr 1431wurde allerdings 1529 in den Türkenkriegen zerstört, baute man wieder auf und stellt die mitgebrachten Statuen und das Gnadenbild in die neue Lorettokapelle.
Bereits 1645 wurde das erste Kloster der Servitenpatres erbaut. Im Jahr 1645 übernahmen die Ungarn die Grenzherrschaft Hornstein zu der auch Loretto gehörte. Von da ab wurde der ungarische Name „Lorettom“ bis 1919/20 verwendet. Erst mit den Verträge von Saint Germain und Trianon von 1919 wurde Loretto Österreich zugesprochen und 1921 in das neu entstehende Bundesland Burgenland aufgenommen. Der Graf Franz von Nádasdy versprach Loretto eine neue Kirche zu bauen da er der festen Überzeugung war das Maria ihn von seiner schweren Krankheit heilen würde. 1651 wurde als Einlösung seines Versprechens die neue Kirche erbaut.
Bei den Bauarbeiten zu dieser Kirche wurde die Lorettokapelle abgebaut und an den Kreuzweg versetzt. Dieser schließt an die neue Kirche an. Im Jahr 1659 wurde die neue Kirche eingeweiht. Zur gleichen Zeit wurde mit dem Bau eines zweiten Klosters begonnen. Leider wurden die Kirche und das neue Kloster im Jahr 1683 in den Türkenkriegen zerstört und geplündert.
Die Gnadenstatue fiel in die Hände der Türken und wurde vom polnischen König Jan Sobieski nach der Befreiung Wiens gefunden. Da er vor dieser wichtigen Schlacht zur Lieben Frau von Loreto gebetet hatte, sah er es als seine Pflicht diese Statute an sich zu nehmen. Jahre später wurde Sie an ihre angestammten Platz zurückgesandt.
Als Loretto unter die Herrschaft des Fürsten Esterházy im Jahr 1702 gelangte sorgte dieser als großer Förderer des religiösen Lebens dafür, dass die Kirche und das Kloster neu aufgebaut wurde.
Im 18. Jahrhundert erging es Loretto sehr gut. Die Gemeinde wurde als Wallfahrtsort bekannt und erlebte eine Blütenzeit. Seit der Klosteraufhebung im Jahr 1787 wurde das Kloster in den nächsten 200 Jahre unterschiedlich genutzt. Einmal war es ein Wolldepot während der napoleonischen Kriege und des Ersten Weltkrieges wurde es als Militärlazarett genutzt. Zu beginn des 20. Jahrhunderts wurde es als Anstalt für schwer erziehbare Kinder genutzt.
Sehenswürdigkeiten und Kultur:
Die Wallfahrtskirche wurde im Jahr 1964 an die Oblaten der Jungfrau Maria übergeben. Die Oblaten wurden 1826 in Pinerolo (Italien) von Pio Bruno Lanteri gegründet. Als die Kirche mit den Namen „Kirche zur Unbefleckten Empfängnis im Loretto“ 1997 zur Basilika Minor erhoben wurde, war dies eine Auszeichnung die der Papst nur an bedeutende Kirchen verlieh.
Für die Gäste bieten sich Wanderrouten durch den Leithawald und die zahlreichen Weingärten an. Durch die geografische Lage von Loretto zwischen Wien und dem Neusiedler See wachsen hier im pannonischen Klima die edelsten Trauben für hervorragende Weine.
Die wichtigsten Wallfahrtstage sind jährlich am 15. August, am 8. September
und am dritten Sonntag im September. An diesen Tagen findet auch immer ein Jahrmarkt statt. Jedes Jahr am 1. Mai findet die traditionelle Autoweihe statt und monatlich jeden 8. ist die Monatswallfahrt.
Aber nicht nur Wanderfreunde kommen in Loretto auf Ihre Kosten, stehen doch noch zahlreiche weiter Freizeitmöglichkeiten zur Verfügung. Etwa die 5 Tennisplätze, ein Kinderspielplatz, ein Stockplatz oder einige gut ausgebaute Radwanderwege.