Die Gemeinde Leithaprodersdorf liegt mit 196 Meter Seehöhe im Bezirk Eisenstadt-Umgebung. Im Norden des Bundesland Burgenland am Ufer der Leitha gelegen, hat die Gemeinde rund 1.200
Einwohner und eine Größe von 19 Quadratkilometer. Der Ungarische Name lautet Lajtaprodány und wurde während der Zugehörigkeit zu Ungarn aufgrund der Magyarisierungspolitik bis 1921 verwendet.
Geschichte und Kultur von Leithaprodersdorf:
Funde belegen dass die Gegend um Leithaprodersdorf bereits in der Jungsteinzeit besiedelt wurden. Aus der
Die Gemeinde Leithaprodersdorf liegt mit 196 Meter Seehöhe im Bezirk Eisenstadt-Umgebung. Im Norden des Bundesland Burgenland am Ufer der Leitha gelegen, hat die Gemeinde rund 1.200 Einwohner und eine Größe von 19 Quadratkilometer. Der Ungarische Name lautet Lajtaprodány und wurde während der Zugehörigkeit zu Ungarn aufgrund der Magyarisierungspolitik bis 1921 verwendet.
Geschichte und Kultur von Leithaprodersdorf:
Funde belegen dass die Gegend um Leithaprodersdorf bereits in der Jungsteinzeit besiedelt wurden. Aus der Spätbronzezeit stammt eine mit Steinplatten bedeckte Grabkammer eines Kriegers der mit einem Bronzeschwert bewaffnet war. Zwei große Gutshöfe aus der Römerzeit sind ein Zeichen dafür das Leithaprodersdorf auch zu dieser Zeit dicht bewohnt war. Ende des 12 Jahrhunderts schenke der ungarische König Ladislaus IV Leithaprodersdorf der Abtei Heiligenkreuz, gegen Ende des 13 Jahrhunderts übernahm das Geschlecht der Kaniszai das Dorf.
Auch der Bocskay Aufstand im Jahre 1605 und die Bethlen Kriege im Jahre 1619/20 zogen eine Spur der Verwüstung nach sich. Im Jahre 1705 wurden die Bewohner von Leithaprodersdorf nochmals das Kriegsgeschehen mit einbezogen. Die aufständischen Kuruzen wollten die Herrschaft der Esterházy beenden welche den Ort 1702 übernahmen.
Die Gemeinde Leithaprodersdorf gehörte bis 1919/20 zu Ungarn und wurde 1921 in das neu gegründete Burgenland mit einbezogen. Nach den Pestjahren des 16. Jahrhunderts folgen bessere Zeiten für die Bewohner. So wurde die Grunduntertänigkeit aufgehoben was zur Folge hatte das Ackerland an die einzelnen Bauern verteilt wurde. Der Wald wurde zur gemeinsamen Nutzung freigestellt. Nach Ende des ersten Weltkrieges blüht der Schmuggel über die Leiha. Allmählich begann man nach den Kriegsjahren den Ort wieder aufzubauen.
Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele:
Die Überreste des Gschlößl liegen im östlichen Gebiet von Leithaprodersdorf. Diese mittelalterliche Wehranlage bestehende Wasserburg aus drei umlaufenden Gräben und Wällen zeigt noch heute ihr Wall und Graben System. In der Mitte des Ortes steht als lange viergeschossige Westturm Bau die katholische Pfarrkirche der Heiligen Magdalena. Diese wurde anstelle der ehemaligen Kapelle im Jahre 1680 erbaut. Nach einem Brand 1696 wurde sie erneuert und 1972 restauriert. Der aus dem 18. Jahrhundert stammende Hochaltar wurde allerdings im 19 Jahrhundert verändert. Das Altarbild zeigt die Heilige Magdalena.
Die Annasäule, die Dreifaltigkeitssäule, die Jagenbrein-Kapelle und das Raaber-Kreuz sollte man auf jeden Fall auch besuchen.
Zwischen Leithaprodersdorf und Loretto liegen die Fronwiesen, eine der letzten Feuchtwiesen im Nordburgenland. Durch das zu Tage kommende Grundwasser werden diese Hochflachmoorwiesen gespeist. Der südliche Teil dieses Teilnaturschutzgebietes wird von Pfeifengraswiesen und Erlen-Grauweiden sowie Großsegen unterbrochen. Aber auch Trollblumen, die ungarische Platterbse, die Sumpfwolfsmilch das gemeine Fettkraut und viele weitere bemerkenswerte Arten die teilweise oder vollkommen geschützt sind, gedeihen hier prächtig.
Die leicht hügelige Landschaft mit seinen Weinbergen lädt zu ausgedehnten Wanderungen oder Reitausflügen ein. Aber auch Radwege und Sportplätze sorgen für Freizeitspaß. Nach einen herrlichen Tag kam man den Abend in einer der Buschenschanken oder in einem der gemütlichen Gasthäuser ausklingen lassen. Wachsen doch in der Region von Leithaprodersdorf edle Reben für hervorragende Weine.