Die Marktgemeinde Hornstein liegt in 273 Meter Seehöhe am Nordwesthang des hier auslaufenden Leithagebirges im Bundesland Burgenland. Mit einer Größe von 37 Quadratkilometer und rund 2.600 Einwohnern
gehört Hornstein zum Bezirk Eisenstadt-Umgebung.
Hornstein ist eine der für Teile der Region im Burgenland typischen Mischgemeinden, die in völliger Normalität gemischtsprachig agieren. So heißt Hornstein in der burgenlandkroatischen
Volksgruppe "Vorištan". Während der Zugehörigkeit zu Ungarn und der
Die Marktgemeinde Hornstein liegt in 273 Meter Seehöhe am Nordwesthang des hier auslaufenden Leithagebirges im Bundesland Burgenland. Mit einer Größe von 37 Quadratkilometer und rund 2.600 Einwohnern gehört Hornstein zum Bezirk Eisenstadt-Umgebung.
Hornstein ist eine der für Teile der Region im Burgenland typischen Mischgemeinden, die in völliger Normalität gemischtsprachig agieren. So heißt Hornstein in der burgenlandkroatischen Volksgruppe "Vorištan". Während der Zugehörigkeit zu Ungarn und der damit stark verbundenen Magyarisierungspolitik nannte man den Ort "Szarvkö". Ein wirtschaftlicher Aufschwung der Marktgemeinde ist allerorts spürbar, mehrere Unternehmen haben sich im Gemeindegebiet von Hornstein angesiedelt.
Geschichte und Kultur von Hornstein:
Bereits 1271 wurde der Ort erstmals urkundlich unter dem Namen „terra zorm“erwähnt und gehörte ursprünglich zu Ungarn und mit den Verträgen von Saint Germain 1919 Österreich zugesprochen. Mit dem 1921 neu gegründeten Bundesland Burgenland kam Hornstein endgültig zu Österreich.
Im 13. Jahrhundert war Hornstein von den Ungarn streng bewacht. Diese erbauten die heute noch als Ruine vorhanden Burg, um das ungarische Königshaus vor Übergriffen zu schützen. Das Marktrecht erhielt Hornstein bereits 1752.
Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in und rund um Hornstein:
Zur gesamten Wehranlage aus dem 13. Jahrhundert gehört auch der Wachturm im nordwestlichen Teil der Burg am Kreuzberg. Am südlichen Ortsende befinden sich noch die Überreste eines Wachturms mit einer Schanzanlage.
Der Ortsnamen Hornstein wird durch ein sehenswertes Bauwerk im Kreisverkehr symbolisiert. Die Familie Esterházy benutzte den Meierhof um 1647 als Viehzuchthof. Nach dem Türkenkrieg musste er vollkommen neu aufgebaut werden. Als Spital wurde die Rundbastei mit Wehrmauer unter Graf Nádasdy erbaut und später als Gasthaus geführt. Nun befindet es sich in Privatbesitz. Die Gutsverwaltung der Esterházy wurde bereits 1650 erbaut und bis 1848 genutzt.
Das 1923 aufgestellte Kriegerdenkmal gegenüber dem zu dieser Zeit als Gemeindekanzlei dienendem Forsthaus wurde im Jahr 1955 um zwei Steintafeln zur Erinnerung an die Gefallenen des zweiten Weltkrieges erweitert. Die Darstellung der Zweifachen Pieta in der Pestsäule welche 1765 aufgestellt wurde ist einzigartig im Burgenland. Das mit der Figur der Heiligen Anna und der Jungfrau Maria dargestellte Annakreuz wurde im Jahr 1770 errichtet und wunderbar renoviert. Die Bevölkerung nutzte in den Kuruzzenkriegen (1705-1710) die Wallanlage unterhalb der Burg welche bereits 1445 als Tabor für die Söldnertruppen diente.
Bereits im Mittelalter wurde der heutige Friedhof errichtet. 1831 wurde er neu angelegt und immer wieder erweitert und renoviert. Aus dem 19. Jahrhundert ist der heutige Karner, das ersten von insgesamt vier Kreuzen ist das Cholerakreuz mit dem kreuztragenden Christus welches mit der Neuanlage des Friedhofs 1831 aufgestellt wurde. Aus dem ersten Viertel des 19. Jahrhunderts stammt das zweite Kreuz, es zeigt den Kruzifix und die schmerzhafte Muttergottes sowie dem Früchtekapitell.
Das dritte Kreuz zeigt den krönenden Kruzifix und wurde im dritten Viertel des 19. Jahrhundert errichtet. Ein einfacher mit geschweiftem Giebel und Satteldach ausgestatteter Spätbarockbau ist die Friedhofskapelle. Doch auch der Pranger, die Alte Schule, die Ecce-Home-Statue oder das Isidor Marterl lohnen einen Besuch. Zeitzeugen sind auch das Forsthaus, die Theresienkapelle, der Heilige Nepomuk und die Hubertuskapelle.
Hornstein hat aber noch mehr zu bieten:
Wunderschöne Wanderrouten durch das herrliche Gebiet laden ein. Eine Wanderung durch die neue Lindenallee gehört zu jeder Wandertour. Diese "Neue Allee" wurde in den Jahren 1830 bis 1845 neben der „alten Allee“ von 1734 angepflanzt.
Nach einer der unzähligen Wandertouren kann man sich in einer Buschenschank oder einem der gemütlichen Gasthäuser einen edlen Tropfen Wein und eine gute Jause schmecken lassen. Liegt Hornstein doch im Anbaugebiet edelster Reben für hervorragende Weine.