Purkersdorf ist eine Stadtgemeinde im Bezirk Wien-Umgebung im Bundesland Niederösterreich und liegt im Wienerwald westlich von Wien. Purkersdorf beherbergt rund 8.400 Einwohner, die auf einer Fläche von 30 km² leben. Nahezu 80 Prozent der Gemeindefläche sind bewaldet. Seit 1973 betreibt Purkersdorf eine Städtepartnerschaft mit Bad Säckingen in Deutschland, in den nachfolgenden Jahren kamen auch noch Sanary-sur-Mer in Frankreich und Göstling an der Ybbs in Niederösterreich als Partnerstädte dazu.
Aus der Geschichte von Purkersdorf:
Der Raum Purkersdorf wurde bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. von Illyrern und Kelten besiedelt. Funde belegen auch die Spuren römischer Siedlungen auf diesem Gebiet. Um das Jahr 1000 wurde die Waldsiedlung gegründet und fand als „Puchartesdorf“ im Jahre 1133 erstmals urkundliche Erwähnung. Auch die Burg dürfte in dieser Zeit entstanden sein. Der größte Teil des Wienerwaldes, samt Purkersdorf, wurde von den Babenbergern zum Bannwald ernannt, ein Gebiet, das ausschließlich der kaiserlichen Jagd diente.
Die einstige Wasserburg wurde als „Castrum Purchatsdorf“ im 12. Jahrhundert erstmals erwähnt. 1333 kamen die Habsburger in den Besitz des Ortes und des Schlosses. Bis 1848/49 wurde das landesfürstliche Gebiet vom kaiserlichen Waldamt verwaltet. Die Türkenbelagerungen von 1529 und 1683 verwüsteten den Ort. Bedeutend war Purkersdorf vor allem wegen seiner Lage an der Reichsstraße. Die Poststation Purkersdorf war die erste Raststation auf dem Weg von Wien nach Linz und daher sehr ertragreich.
Ende des 18. Jahrhunderts wurde sie im frühklassizistischen Stil neu errichtet. 1849 wurde Purkersdorf eine eigenständige Gemeinde. 1905 wurde das Sanatorium eröffnet. 1929 wurde der Ort zur Marktgemeinde erhoben. Während des nationalsozialistischen Regimes gehörte Purkersdorf zum neuen 14. Wiener Bezirk Penzing zu Groß-Wien. 1954 erfolgte die Rückkehr in die Selbständigkeit.
Sehenswertes in Purkersdorf:
Josef Hoffmann war Architekt des Sanatoriums Purkersdorf, ein Paradebeispiel für den Stil der Wiener Secession. Erbauer war der Eigentümer des Grundstücks, Victor Zuckerkandl. Er nutzte die Heilquelle auf dem Grundstück, um darauf eine Wasserheilanstalt samt Kurpark zu bauen. Das Kurhaus nutzten in erster Linie Wiener Künstler und Intellektuelle. Die Möblierung stammte aus der Wiener Werkstätte. 1952 erwarb die evangelische Kirche das Anwesen und baute es zum Krankenhaus um. Heute wird das Gebäude als Seniorenpflegeresidenz genutzt.
Die Pfarrkirche St. Jakob stammt aus dem Mittelalter. Sehenswert sind vor allem das Gnadenbild der stillenden Muttergottes und das Friedenskreuz.
Erlebenswertes in Purkersdorf:
Der Naturpark Sandsteinwienerwald gehört zum Wienerwald und ist ein geschütztes Gebiet. Neben einem Naturlehrpfad gibt es Reh-, Rotwild- und Wildschweingehege sowie einen Streichelzoo.
Siehe auch:
» Zurück zur Ortsübersicht
|